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Hebel-ETF berechnen: Wie viel bleibt vom Hebel?

Tragen Sie Anlagebetrag, Hebel, die Rendite des Index, seine Volatilität, die Haltedauer und die Kosten ein. Der Rechner zeigt, wie stark der Hebel-ETF von der naiven Erwartung abweicht.

Ihr Hebel-ETF
Negative Werte für Short-ETF, etwa −1 oder −2.
Ein Jahr hat etwa 252 Handelstage.
Laut Produktinformation, Stand prüfen.
Kosten für den geliehenen Anteil, etwa Geldmarktzins; Stand prüfen.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Warum zweifacher Hebel nicht doppelte Rendite heißt

Ein Hebel-ETF bildet die tägliche Wertentwicklung eines Index mit einem festen Faktor ab, zum Beispiel zweifach. Steigt der Index an einem Tag um 1 Prozent, steigt der ETF um 2 Prozent. Um den Hebel konstant zu halten, wird das Produkt jeden Tag neu gewichtet. Über längere Zeiträume führt das dazu, dass die Rendite deutlich vom Doppelten der Indexrendite abweicht.

Der Grund ist der sogenannte Volatilitätsverlust. Ein einfaches Beispiel: Der Index fällt an einem Tag um 10 Prozent und steigt am nächsten um 11,1 Prozent, er steht wieder bei 100. Der zweifache ETF fällt um 20 Prozent und steigt dann um 22,2 Prozent, er landet bei 97,8. Je stärker der Index schwankt und je länger Sie halten, desto größer wird dieser Abschlag.

Der Rechner nutzt eine bewährte Näherung für tägliche Neugewichtung bei konstanter Volatilität. Er zerlegt das Ergebnis in die Rendite ohne Schwankungen, den Volatilitätsverlust und die Kosten aus laufender Gebühr und Finanzierung des geliehenen Anteils. So sehen Sie, welcher Teil des Hebels tatsächlich bei Ihnen ankommt.

Endwert=Anlage×(1+Indexrendite)Hebel×e−(Hebel2−Hebel)⋅σ2⋅T2×e−(TER+(Hebel−1)×Zins)×T , T=Handelstage252\text{Endwert} = \text{Anlage} \times \left(1 + \text{Indexrendite}\right)^{\text{Hebel}} \times e^{-\frac{\left(\text{Hebel}^{2} - \text{Hebel}\right) \cdot \sigma^{2} \cdot T}{2}} \times e^{-\left(\text{TER} + \left(\text{Hebel} - 1\right) \times \text{Zins}\right) \times T}\,{,}\ T = \frac{\text{Handelstage}}{252}

Beispiel: 10.000 Euro in einen zweifach gehebelten ETF, Index plus 10 Prozent in einem Jahr bei 20 Prozent Volatilität, 0,6 Prozent TER und 3 Prozent Finanzierungszins: Rendite des Hebel-ETF 12,14 Prozent statt naiv erwarteter 20 Prozent, Endwert 11.214,48 Euro. Ohne Schwankung und Kosten wären es 21 Prozent, der Volatilitätsverlust kostet 4,74 und die Kosten 4,11 Prozentpunkte.

Wann Hebel-ETF sinnvoll sein können

In ruhigen, stetig steigenden Märkten kann ein Hebel-ETF sogar mehr als den einfachen Hebel liefern, weil sich Gewinne auf Gewinne stapeln. In schwankenden Seitwärtsmärkten verliert er dagegen Wert, selbst wenn der Index am Ende unverändert ist. Spielen Sie mit dem Rechner verschiedene Volatilitäten durch, um ein Gefühl für diese Abhängigkeit zu bekommen.

Bei Short-ETF mit negativem Hebel wirkt der Volatilitätsverlust noch stärker, weil der Faktor Hebel² − Hebel größer ist. Ein einfacher Short-ETF verliert bei 20 Prozent Volatilität und unverändertem Index in einem Jahr rund 4 Prozent. Die Finanzierungskosten sind bei Short-Produkten anders strukturiert; der Rechner berücksichtigt dort nur die TER.

Die Näherung setzt eine konstante Volatilität und einen gleichmäßigen Kursverlauf voraus. Der tatsächliche Pfad kann zu besseren oder schlechteren Ergebnissen führen, und bei extremen Tagesbewegungen droht ein Totalverlust. Kosten, Swapgebühren und Zinsen ändern sich mit dem Marktumfeld, prüfen Sie deshalb die Angaben im Basisinformationsblatt.

Hebelprodukte sind für erfahrene Anleger gedacht und eher für kurze Zeiträume konzipiert. Die Ergebnisse sind Modellwerte und keine Anlageberatung. Die Schwankung eines Index aus Kursdaten berechnet der Volatilitäts-Rechner, laufende Fondskosten der ETF-Kosten-Rechner. Ein anderes Hebelprodukt mit fester Schwelle bildet der Knock-out-Zertifikat-Rechner ab.

Tipps und typische Fehler

Hebel verstehen.

  • Volatilität: Kostet Rendite.
  • Haltedauer: Kurz halten.
  • Kosten: TER und Swap.
  • Position: Klein halten.

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Häufige Fragen

Was ist der Volatilitätsverlust?

Der Wertverlust durch die tägliche Neugewichtung bei schwankenden Kursen.

Kann ein Hebel-ETF mehr als den doppelten Indexgewinn bringen?

Ja, in ruhigen, stetig steigenden Märkten ist das möglich.

Eignen sich Hebel-ETF zum langfristigen Halten?

Nur mit Vorsicht, weil Schwankungen und Kosten über die Zeit stark wirken.

Was bedeutet tägliche Neugewichtung?

Der Hebel wird jeden Tag auf den Zielwert zurückgesetzt.

Was passiert bei einem Tagesverlust von 50 Prozent beim Zweifach-Hebel?

Der ETF verliert nahezu alles, sofern keine Schutzmechanismen greifen.

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