Finanzen & Sparen

Private Rentenversicherung oder ETF-Sparplan

Geben Sie Sparrate, Laufzeit und erwartete Marktrendite ein, dazu die Kosten beider Varianten und die Steuerwerte. Der Rechner vergleicht das Kapital am Ende nach Steuern.

Ihr Vergleich
Aus dem Basisinformationsblatt, inklusive Fondskosten.
Laut Produktinformation; verteilt auf die ersten fünf Jahre.
Abgeltungsteuer mit Soli nach 30 % Teilfreistellung. Stand prüfen.
Hälfte bei Auszahlung nach dem 62. Geburtstag und mindestens 12 Jahren Laufzeit, sonst Abgeltungsteuer. Stand prüfen.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.

Versicherungsmantel oder Depot?

Für die private Altersvorsorge stehen sich zwei Wege gegenüber: eine fondsgebundene Rentenversicherung, die in ähnliche Fonds investiert, und ein ETF-Sparplan im eigenen Depot. Die Versicherung bietet steuerliche Vorteile bei der Auszahlung und die Möglichkeit einer lebenslangen Rente. Dafür verlangt sie Abschlusskosten und meist deutlich höhere laufende Kosten.

Der Rechner lässt beide Varianten mit derselben Monatsrate und derselben Marktrendite laufen. Beim ETF wird die Rendite nur um die geringe Kostenquote gemindert, am Ende wird der Gewinn mit dem eingegebenen Steuersatz belastet. Bei der Versicherung werden die Abschlusskosten über die ersten fünf Jahre von den Beiträgen abgezogen, die laufenden Effektivkosten mindern die Rendite jedes Jahr.

Bei Kapitalauszahlung ist bei Verträgen, die die Voraussetzungen erfüllen, nur die Hälfte des Gewinns mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Diesen Anteil und den Steuersatz können Sie anpassen, weil sich die Regeln je nach Vertragsbeginn unterscheiden.

Endkapital nach Steuern=Guthaben−Gewinn×Steuersatz (ETF) bzw . Guthaben−Gewinn×steuerpflichtiger Anteil×perso¨nlicher Steuersatz (Versicherung)\text{Endkapital nach Steuern} = \text{Guthaben} - \text{Gewinn} \times \text{Steuersatz}\,\left(\text{ETF}\right)\,\text{bzw}\,.\,\text{Guthaben} - \text{Gewinn} \times \text{steuerpflichtiger Anteil} \times \text{persönlicher Steuersatz}\,\left(\text{Versicherung}\right)

Beispiel: 200 Euro im Monat, 30 Jahre, 6 Prozent Marktrendite. ETF mit 0,2 Prozent TER: 188.897 Euro vor und 167.315 Euro nach Steuern. Versicherung mit 1,5 Prozent Effektivkosten und 2,5 Prozent Abschlusskosten (1.800 Euro): 143.900 Euro vor und 134.912 Euro nach Steuern. Eingezahlt sind jeweils 72.000 Euro; der ETF-Sparplan liegt 32.403 Euro vorn.

Was der Vergleich nicht abbildet

Der Kostenunterschied wirkt über Jahrzehnte stark. Schon ein Prozentpunkt mehr laufende Kosten kann bei langer Laufzeit einen fünfstelligen Betrag ausmachen, der durch den Steuervorteil oft nicht ausgeglichen wird. Bei sehr günstigen Nettotarifen mit niedrigen Kosten fällt der Vergleich dagegen knapper aus. Tragen Sie daher die Werte aus dem Basisinformationsblatt Ihres konkreten Angebots ein.

Nicht abgebildet ist die Vorabpauschale, die beim ETF jährlich auf einen Teil der Wertentwicklung erhoben werden kann. Sie wird später beim Verkauf angerechnet, verschiebt also vor allem den Zeitpunkt der Steuer. Ebenso fehlen der Sparer-Pauschbetrag, die Kirchensteuer und mögliche Teilfreistellungen innerhalb der Versicherung.

Die Versicherung kann Leistungen bieten, die ein Depot nicht hat: eine garantierte lebenslange Rente, Hinterbliebenenschutz oder einen Schutz vor Pfändung in bestimmten Fällen. Wer das Kapital selbst entnimmt, trägt das Risiko, sehr alt zu werden. Umgekehrt ist das Depot flexibler, weil Sie jederzeit pausieren, wechseln oder Geld entnehmen können, ohne Stornoabschläge.

Steuerregeln für Altersvorsorge werden immer wieder reformiert; die Standardwerte sind daher als Ausgangspunkt gedacht und bitte auf den aktuellen Stand zu prüfen. Die Berechnung ist keine Anlage-, Versicherungs- oder Steuerberatung. Vor einem Abschluss oder einer Kündigung bestehender Verträge sollten Sie sich unabhängig beraten lassen.

Tipps und typische Fehler

Vorsorge vergleichen.

  • Kosten: Basisinformationsblatt.
  • Nettotarif: Prüfen.
  • Flexibilität: Abwägen.
  • Beratung: Unabhängig.

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Häufige Fragen

Was ist besser, ETF oder private Rentenversicherung?

Bei üblichen Kosten bringt der ETF-Sparplan meist mehr Kapital; die Versicherung bietet dafür Rentengarantie und Steuervorteile.

Wie wird die private Rentenversicherung besteuert?

Bei Kapitalauszahlung nach dem 62. Geburtstag und 12 Jahren Laufzeit meist nur die Hälfte des Gewinns mit dem persönlichen Steuersatz. Stand prüfen.

Wo finde ich die Kosten meines Vertrags?

Im Basisinformationsblatt und in der jährlichen Standmitteilung des Versicherers.

Lohnt sich die Kündigung einer bestehenden Rentenversicherung?

Das hängt vom Rückkaufswert, den Garantien und den künftigen Kosten ab; eine Beitragsfreistellung kann eine Alternative sein.

Was sind Effektivkosten?

Die Minderung der Rendite durch alle Kosten des Vertrags, angegeben in Prozentpunkten pro Jahr.

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