Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.
Versicherungsmantel oder Depot?
Für die private Altersvorsorge stehen sich zwei Wege gegenüber: eine fondsgebundene Rentenversicherung, die in ähnliche Fonds investiert, und ein ETF-Sparplan im eigenen Depot. Die Versicherung bietet steuerliche Vorteile bei der Auszahlung und die Möglichkeit einer lebenslangen Rente. Dafür verlangt sie Abschlusskosten und meist deutlich höhere laufende Kosten.
Der Rechner lässt beide Varianten mit derselben Monatsrate und derselben Marktrendite laufen. Beim ETF wird die Rendite nur um die geringe Kostenquote gemindert, am Ende wird der Gewinn mit dem eingegebenen Steuersatz belastet. Bei der Versicherung werden die Abschlusskosten über die ersten fünf Jahre von den Beiträgen abgezogen, die laufenden Effektivkosten mindern die Rendite jedes Jahr.
Bei Kapitalauszahlung ist bei Verträgen, die die Voraussetzungen erfüllen, nur die Hälfte des Gewinns mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Diesen Anteil und den Steuersatz können Sie anpassen, weil sich die Regeln je nach Vertragsbeginn unterscheiden.
Was der Vergleich nicht abbildet
Der Kostenunterschied wirkt über Jahrzehnte stark. Schon ein Prozentpunkt mehr laufende Kosten kann bei langer Laufzeit einen fünfstelligen Betrag ausmachen, der durch den Steuervorteil oft nicht ausgeglichen wird. Bei sehr günstigen Nettotarifen mit niedrigen Kosten fällt der Vergleich dagegen knapper aus. Tragen Sie daher die Werte aus dem Basisinformationsblatt Ihres konkreten Angebots ein.
Nicht abgebildet ist die Vorabpauschale, die beim ETF jährlich auf einen Teil der Wertentwicklung erhoben werden kann. Sie wird später beim Verkauf angerechnet, verschiebt also vor allem den Zeitpunkt der Steuer. Ebenso fehlen der Sparer-Pauschbetrag, die Kirchensteuer und mögliche Teilfreistellungen innerhalb der Versicherung.
Die Versicherung kann Leistungen bieten, die ein Depot nicht hat: eine garantierte lebenslange Rente, Hinterbliebenenschutz oder einen Schutz vor Pfändung in bestimmten Fällen. Wer das Kapital selbst entnimmt, trägt das Risiko, sehr alt zu werden. Umgekehrt ist das Depot flexibler, weil Sie jederzeit pausieren, wechseln oder Geld entnehmen können, ohne Stornoabschläge.
Steuerregeln für Altersvorsorge werden immer wieder reformiert; die Standardwerte sind daher als Ausgangspunkt gedacht und bitte auf den aktuellen Stand zu prüfen. Die Berechnung ist keine Anlage-, Versicherungs- oder Steuerberatung. Vor einem Abschluss oder einer Kündigung bestehender Verträge sollten Sie sich unabhängig beraten lassen.
Tipps und typische Fehler
Vorsorge vergleichen.
- Kosten: Basisinformationsblatt.
- Nettotarif: Prüfen.
- Flexibilität: Abwägen.
- Beratung: Unabhängig.
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Häufige Fragen
Was ist besser, ETF oder private Rentenversicherung?
Bei üblichen Kosten bringt der ETF-Sparplan meist mehr Kapital; die Versicherung bietet dafür Rentengarantie und Steuervorteile.
Wie wird die private Rentenversicherung besteuert?
Bei Kapitalauszahlung nach dem 62. Geburtstag und 12 Jahren Laufzeit meist nur die Hälfte des Gewinns mit dem persönlichen Steuersatz. Stand prüfen.
Wo finde ich die Kosten meines Vertrags?
Im Basisinformationsblatt und in der jährlichen Standmitteilung des Versicherers.
Lohnt sich die Kündigung einer bestehenden Rentenversicherung?
Das hängt vom Rückkaufswert, den Garantien und den künftigen Kosten ab; eine Beitragsfreistellung kann eine Alternative sein.
Was sind Effektivkosten?
Die Minderung der Rendite durch alle Kosten des Vertrags, angegeben in Prozentpunkten pro Jahr.
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Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Modellrechnungen mit angenommenen Werten und keine Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Kapitalanlagen und der Handel mit Hebelprodukten sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden; frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen. Vor Entscheidungen sollten Sie eine unabhängige Beratung einholen.
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