Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.
Was bleibt beim Verkauf, und lohnt sich der Wechsel?
Wer Gewinne mitnimmt, zahlt auf den Kursgewinn Abgeltungsteuer. Das Geld, das danach in eine neue Anlage fließt, ist kleiner als der Depotwert vorher. Beim Halten dagegen arbeitet auch der Steueranteil weiter, denn die Steuer wird erst beim späteren Verkauf fällig. Dieser Stundungseffekt ist der Grund, warum eine neue Anlage besser sein muss als die alte.
Der Rechner ermittelt zuerst den steuerpflichtigen Gewinn: Kursgewinn abzüglich Teilfreistellung und abzüglich des noch freien Sparerpauschbetrags. Darauf wird der Steuersatz angewendet. Das Ergebnis ist der Nettoerlös nach dem Verkauf. Bei einem Verlust fällt keine Steuer an; der Verlust kann mit späteren Gewinnen verrechnet werden.
Danach vergleicht er zwei Wege über den gewählten Zeitraum. Beim Halten wächst der volle Depotwert mit der erwarteten Rendite und wird am Ende versteuert. Beim Umschichten wächst nur der Nettoerlös und wird am Ende ebenfalls versteuert. Gesucht ist die Rendite, bei der beide Wege nach Steuern gleich viel ergeben.
Wann sich eine Gewinnmitnahme lohnt
Der nötige Mehrertrag ist umso größer, je höher der aufgelaufene Gewinn und je kürzer der Anlagehorizont ist. Bei kleinen Gewinnen oder einem großen freien Sparerpauschbetrag fällt der Unterschied kaum ins Gewicht. Wer ohnehin plant, das Geld in wenigen Jahren zu verbrauchen, zahlt die Steuer früher oder später ohnehin; dann zählt vor allem, welche Anlage bis dahin besser passt.
Steuersatz und Freibetrag sind editierbar, weil sie sich ändern können und von Ihrer Lage abhängen. Mit Kirchensteuer liegt der Satz etwas höher, bei einem persönlichen Steuersatz unter 25 Prozent kann die Günstigerprüfung in der Steuererklärung Geld zurückbringen. Bitte prüfen Sie die aktuellen Werte und Ihren Freistellungsauftrag, bevor Sie verkaufen.
Nicht enthalten sind Ordergebühren, Spreads beim Kauf der neuen Anlage und die Vorabpauschale bei Fonds. Auch Verlustverrechnungstöpfe bleiben außen vor: Haben Sie realisierte Verluste, sinkt die Steuer beim Verkauf, was das Umschichten günstiger macht. Den Ausgleich zeigt der Verlustverrechnungs-Rechner. Bei Sammelverwahrung gilt außerdem, dass die zuerst gekauften Stücke als zuerst verkauft gelten.
Die erwarteten Renditen sind Annahmen, keine Prognosen. Ein Mehrertrag von wenigen Zehntelprozentpunkten pro Jahr ist an der Börse kaum verlässlich vorherzusagen. Der Rechner hilft, die steuerliche Hürde sichtbar zu machen. Er ist keine Steuer- oder Anlageberatung; bei größeren Beträgen kann eine Beratung durch Steuerberater oder unabhängige Honorarberater sinnvoll sein.
Tipps und typische Fehler
Klug umschichten.
- Freibetrag: Jährlich nutzen.
- Verluste: Gegenrechnen.
- Horizont: Mitbedenken.
- Kosten: Ordergebühr beachten.
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Häufige Fragen
Wie viel Steuer zahle ich bei einer Gewinnmitnahme?
Abgeltungsteuer mit Soli auf den Gewinn nach Freibetrag und Teilfreistellung.
Warum muss die neue Anlage mehr Rendite bringen?
Weil beim Halten auch der Steueranteil weiter Ertrag bringt.
Gilt die Teilfreistellung auch für Einzelaktien?
Nein, sie gilt nur für Investmentfonds wie Aktien- oder Mischfonds.
Wann ist ein Verkauf steuerlich günstig?
Wenn der Freibetrag noch frei ist oder Verluste zum Verrechnen bereitstehen.
Welche Stücke gelten als verkauft?
Bei Sammelverwahrung die zuerst gekauften.
- Gewinnmitnahme Steuer berechnen
- Aktien verkaufen Steuer
- Umschichten Depot lohnt sich
- Netto nach Abgeltungsteuer
- Gewinne realisieren
- ETF verkaufen Steuer
Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Modellrechnungen mit angenommenen Werten und keine Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Kapitalanlagen und der Handel mit Hebelprodukten sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden; frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen. Vor Entscheidungen sollten Sie eine unabhängige Beratung einholen.
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