Finanzen & Sparen

Kapital für eine Ziel-Dividende berechnen

Geben Sie ein, wie viel Dividende Ihnen monatlich nach Steuern zufließen soll und mit welcher Dividendenrendite Sie rechnen. Der Rechner zeigt das nötige Depotvolumen.

Ihr Dividendenziel
Ausschüttung pro Jahr im Verhältnis zum Kurswert.
Abgeltungsteuer mit Solidaritätszuschlag, ohne Kirchensteuer. Stand prüfen.
Sparer-Pauschbetrag für Alleinstehende, bei Paaren doppelt. Stand prüfen.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.

Wie groß muss das Depot für das Dividendenziel sein?

Ein regelmäßiges Einkommen aus Dividenden ist für viele Anleger ein greifbareres Ziel als ein abstrakter Depotwert. Die Frage lautet dann: Wie viel Kapital muss investiert sein, damit monatlich ein bestimmter Betrag auf dem Konto landet? Die Antwort hängt von der Dividendenrendite ab und davon, welcher Teil der Ausschüttung an das Finanzamt geht.

Der Rechner rechnet rückwärts. Er bestimmt zuerst, wie hoch die Bruttodividende sein muss, damit nach Abzug der Steuer genau Ihr Wunschbetrag bleibt. Der Freibetrag mindert dabei die steuerpflichtige Summe, bei Aktienfonds zusätzlich die Teilfreistellung. Erst danach teilt er die Bruttodividende durch die Dividendenrendite und erhält so das benötigte Kapital.

Steuersatz und Freibetrag sind bewusst als Eingabefelder angelegt. Beide Werte hat der Gesetzgeber in der Vergangenheit geändert, und Kirchensteuer oder ein gemeinsamer Freibetrag für Ehepaare verschieben das Ergebnis. Prüfen Sie daher den aktuellen Stand und tragen Sie Ihre persönlichen Werte ein.

Bruttodividende=Netto pro Jahr−Freibetrag×Steuersatz1−(1−Teilfreistellung)×Steuersatz; Kapital=BruttodividendeDividendenrendite\text{Bruttodividende} = \frac{\text{Netto pro Jahr} - \text{Freibetrag} \times \text{Steuersatz}}{1 - \left(1 - \text{Teilfreistellung}\right) \times \text{Steuersatz}};\ \text{Kapital} = \frac{\text{Bruttodividende}}{\text{Dividendenrendite}}

Beispiel: Ziel 1.000 Euro netto im Monat, also 12.000 Euro im Jahr, Dividendenrendite 3,5 Prozent, Steuersatz 26,375 Prozent, Freibetrag 1.000 Euro, keine Teilfreistellung: Nötig sind 15.940,58 Euro Bruttodividende, davon 3.940,58 Euro Steuern. Das erfordert ein Depot von rund 455.445 Euro; die Netto-Rendite liegt bei 2,63 Prozent.

Was das Ergebnis aussagt und was nicht

Die Dividendenrendite ist der wichtigste Hebel. Bei 3,5 Prozent brauchen Sie für 12.000 Euro netto gut 455.000 Euro, bei 5 Prozent deutlich weniger. Hohe Renditen sind aber oft ein Warnsignal: Ein gefallener Kurs oder eine nicht nachhaltige Ausschüttungsquote können dahinterstehen, und gekürzte Dividenden reißen Lücken in die Planung.

Ausländische Dividenden unterliegen meist zusätzlich einer Quellensteuer im Herkunftsland, die nur teilweise angerechnet wird. Erstattungsanträge sind aufwendig. Wer international streut, sollte deshalb mit einem etwas höheren Steuersatz oder einer niedrigeren Netto-Rendite rechnen, als es die reine Abgeltungsteuer nahelegt.

Dividenden sind kein zusätzlicher Ertrag neben dem Kurs. Am Tag der Ausschüttung sinkt der Aktienkurs ungefähr um den ausgezahlten Betrag. Für die Gesamtrendite zählt die Summe aus Kursentwicklung und Ausschüttung. Ein Entnahmeplan aus einem thesaurierenden ETF kann daher ein ähnliches Einkommen liefern, ohne auf hohe Dividenden angewiesen zu sein.

Das Ergebnis ist eine Modellrechnung mit gleichbleibender Rendite und unveränderten Steuerregeln. Es ist keine Anlage- oder Steuerberatung. Für Ihre konkrete Situation, etwa bei Kirchensteuer, Günstigerprüfung oder Freistellungsauftrag bei mehreren Banken, kann eine Steuerberatung sinnvoll sein.

Tipps und typische Fehler

Dividendenziel planen.

  • Rendite: Realistisch wählen.
  • Quellensteuer: Einplanen.
  • Freibetrag: Nutzen.
  • Streuung: Viele Titel.

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Häufige Fragen

Wie viel Kapital brauche ich für 1.000 Euro Dividende im Monat?

Bei 3,5 Prozent Dividendenrendite und Abgeltungsteuer rund 455.000 Euro, bei höherer Rendite entsprechend weniger.

Wird der Sparer-Pauschbetrag berücksichtigt?

Ja, der eingegebene Freibetrag mindert die steuerpflichtigen Dividenden. Den aktuellen Betrag bitte prüfen.

Was bewirkt die Teilfreistellung?

Bei Aktienfonds bleibt ein Teil der Ausschüttung steuerfrei, dadurch sinkt die Steuerlast und das nötige Kapital.

Wie viel Dividende bringen 100.000 Euro?

Bei 3,5 Prozent Dividendenrendite 3.500 Euro brutto im Jahr, nach Steuern entsprechend weniger.

Ist eine hohe Dividendenrendite immer gut?

Nein, sie kann auf einen gefallenen Kurs oder eine gefährdete Ausschüttung hindeuten.

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