Was der Ausgabeaufschlag wirklich kostet
Viele aktiv gemanagte Fonds werden mit einem Ausgabeaufschlag verkauft, häufig zwischen drei und fünf Prozent. Dieser Betrag fließt meist an den Vertrieb und wird sofort beim Kauf einbehalten. Dazu kommt jedes Jahr die laufende Kostenquote, die aktive Fonds oft deutlich höher ansetzen als Indexfonds. Beides zusammen schmälert das Ergebnis stärker, als es die einzelnen Prozentsätze vermuten lassen.
Der Rechner zeigt diese Wirkung in Euro. Der Ausgabeaufschlag wird auf den Anteilswert aufgeschlagen, deshalb arbeiten bei fünf Prozent Aufschlag von 10.000 Euro nur 9.523,81 Euro für Sie. Danach wächst das Geld mit der Rendite abzüglich der jährlichen Kosten. Für den ETF zieht der Rechner einmalige Kaufkosten ab und rechnet mit dessen niedrigerer Kostenquote.
Beide Varianten erhalten dieselbe Rendite vor Kosten. Damit beantwortet der Rechner die Frage, wie viel besser ein aktiver Fonds sein müsste, um seine Kosten wieder hereinzuholen. Studien zeigen, dass das vielen aktiven Fonds über lange Zeiträume nicht gelingt.
Kosten senken und richtig einordnen
Ein Ausgabeaufschlag von fünf Prozent entspricht einer effektiven Anfangsbelastung von 4,76 Prozent des eingezahlten Geldes. Bei kurzer Haltedauer wiegt er besonders schwer, weil er sich nicht über viele Jahre verteilt. Die laufenden Kosten dagegen wirken mit jedem Jahr stärker, da sie vom wachsenden Vermögen abgezogen werden und dieser Betrag nicht weiter mitwächst.
Viele Direktbanken und Fondsvermittler gewähren Rabatte auf den Ausgabeaufschlag, teils bis zu hundert Prozent. Tragen Sie in diesem Fall den tatsächlich gezahlten Satz ein. Prüfen Sie zusätzlich, ob der Fonds eine erfolgsabhängige Gebühr erhebt; sie ist in der TER oft nicht enthalten und kann die Kosten weiter erhöhen.
Bei Sparplänen fällt der Ausgabeaufschlag auf jede einzelne Rate an. Für diesen Fall gibt der Rechner einen Eindruck, wenn Sie die jährliche Sparsumme als Anlagebetrag eintragen. Für einen genauen Vergleich laufender Sparpläne eignen sich der ETF-Kosten-Rechner und der Depotkosten-Vergleich.
Steuern sind nicht berücksichtigt, weil sie beide Varianten ähnlich treffen. Die Berechnung ist keine Anlageberatung. Ob ein aktiver Fonds trotz höherer Kosten in Ihr Depot passt, etwa wegen einer besonderen Strategie, sollten Sie anhand der Unterlagen und gegebenenfalls mit unabhängiger Beratung entscheiden.
Tipps und typische Fehler
Fondskosten senken.
- Rabatt: Nachfragen.
- TER: Jährlich prüfen.
- Erfolgsgebühr: Beachten.
- ETF: Als Vergleich.
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Häufige Fragen
Wie berechnet man den Ausgabeaufschlag?
Er wird auf den Anteilswert aufgeschlagen; investiert wird Betrag geteilt durch eins plus Aufschlag.
Lohnt sich ein Fonds mit Ausgabeaufschlag?
Nur wenn er nach Kosten dauerhaft mehr erwirtschaftet als ein vergleichbarer ETF, was selten gelingt.
Fällt der Ausgabeaufschlag auch beim Sparplan an?
Ja, in der Regel auf jede Rate, sofern die Bank keinen Rabatt gewährt.
Wo finde ich den Ausgabeaufschlag eines Fonds?
Im Basisinformationsblatt, im Verkaufsprospekt oder bei der Depotbank.
Gibt es Fonds ohne Ausgabeaufschlag?
Ja, ETF haben keinen, und viele Direktbanken gewähren Rabatte auf aktive Fonds.
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