Steuern & Selbstständigkeit

Fahrtenbuch oder 1-%-Regel: Dienstwagen-Vergleich

Tragen Sie Listenpreis, Arbeitsweg, Fahrzeugkosten und Ihre Kilometer ein. Der Rechner vergleicht die pauschale 1-%-Regel mit dem Fahrtenbuch und zeigt, welche Methode beim Dienstwagen weniger Steuern kostet.

Ihr Dienstwagen
Inländischer Listenpreis bei Erstzulassung inklusive Sonderausstattung und Umsatzsteuer.
Begünstigungen und Preisgrenzen hängen vom Anschaffungsdatum ab (Stand prüfen).
Abschreibung oder Leasing, Kraftstoff, Versicherung, Steuer, Wartung, jeweils brutto.
Grenzsteuersatz, bei Arbeitnehmern gegebenenfalls zuzüglich Sozialabgaben.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.

Zwei Wege zum geldwerten Vorteil

Wer einen Dienstwagen auch privat nutzt, muss den Vorteil versteuern. Das Gesetz bietet zwei Wege: die pauschale 1-%-Regel und das Fahrtenbuch. Bei der Pauschale gilt jeden Monat 1 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil, dazu 0,03 Prozent je Entfernungskilometer für den Arbeitsweg. Für begünstigte Elektro- und Hybridfahrzeuge sinken beide Werte auf ein Viertel oder die Hälfte.

Beim Fahrtenbuch zählt dagegen die tatsächliche Nutzung. Sie erfassen jede Fahrt und ermitteln den Anteil der Privatfahrten an der Gesamtfahrleistung. Mit diesem Anteil werden die tatsächlichen Gesamtkosten des Fahrzeugs versteuert. Die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte zählen dabei zum privaten Anteil, Dienstfahrten nicht.

Der Rechner stellt beide Methoden nebeneinander. Er rundet den Listenpreis auf volle 100 Euro ab, berechnet die Arbeitswege aus Entfernung und Bürotagen und schätzt mit Ihrem Steuer- und Abgabensatz, wie viel Sie mit der günstigeren Methode im Jahr sparen.

Pauschal: Listenpreis×Prozentsatz×12+Listenpreis×0,03  %×km×Faktor×12; Fahrtenbuch: Gesamtkosten⋅(private km+Arbeitsweg-km)Gesamt-km\text{Pauschal}:\ \text{Listenpreis} \times \text{Prozentsatz} \times 12 + \text{Listenpreis} \times 0{,}03\,\,\% \times \text{km} \times \text{Faktor} \times 12;\ \text{Fahrtenbuch}:\ \frac{\text{Gesamtkosten} \cdot \left(\text{private km} + \text{Arbeitsweg-km}\right)}{\text{Gesamt-km}}

Beispiel: Listenpreis 50.000 Euro, Verbrenner, 20 km Arbeitsweg, 220 Bürotage, 9.000 Euro Gesamtkosten, 25.000 km im Jahr, davon 5.000 km privat, Steuer- und Abgabensatz 35 Prozent. Pauschal ergibt sich ein geldwerter Vorteil von 9.600 Euro im Jahr. Im Fahrtenbuch kommen 8.800 km Arbeitsweg hinzu, der private Anteil liegt bei 55,2 Prozent, der geldwerte Vorteil bei 4.968 Euro. Der Unterschied von 4.632 Euro spart rund 1.621,20 Euro Steuern und Abgaben.

Wann sich das Fahrtenbuch lohnt

Das Fahrtenbuch lohnt sich vor allem bei wenig privater Nutzung, bei einem hohen Listenpreis im Verhältnis zu den laufenden Kosten und bei Gebrauchtwagen. Die 1-%-Regel richtet sich immer nach dem Neupreis, auch wenn das Auto längst abgeschrieben ist. Bei einem langen Arbeitsweg und vielen Bürotagen kann dagegen die Pauschale günstiger sein, weil der Arbeitsweg im Fahrtenbuch voll als private Nutzung zählt.

Ein Fahrtenbuch muss zeitnah, lückenlos und in geschlossener Form geführt werden. Für jede Dienstfahrt gehören Datum, Kilometerstand zu Beginn und Ende, Reiseziel, Zweck und aufgesuchte Geschäftspartner hinein. Excel-Tabellen erkennt das Finanzamt nicht an, elektronische Fahrtenbücher nur, wenn nachträgliche Änderungen ausgeschlossen oder dokumentiert sind. Ein verworfenes Fahrtenbuch führt zurück zur 1-%-Regel.

Die Methode wird für ein Fahrzeug grundsätzlich für das ganze Kalenderjahr gewählt. Ein Wechsel innerhalb des Jahres ist nur beim Fahrzeugwechsel möglich. Für Elektro- und Hybridfahrzeuge gilt im Fahrtenbuch eine Besonderheit: Abschreibung oder Leasingrate werden nur gekürzt angesetzt. Tragen Sie in diesem Fall die bereits gekürzten Gesamtkosten ein.

Die Steuerersparnis ist eine Schätzung mit Ihrem persönlichen Satz. Für Arbeitnehmer fallen auf den geldwerten Vorteil auch Sozialabgaben an, sofern das Gehalt unter den Beitragsbemessungsgrenzen liegt. Prüfen Sie die aktuellen Prozentsätze und Preisgrenzen für Elektroautos vor der Entscheidung (Stand prüfen) und lassen Sie sich im Zweifel steuerlich beraten. Den reinen Pauschalwert zeigt der Dienstwagen-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Methode bewusst wählen.

  • Testphase: Drei Monate Fahrtenbuch führen.
  • Zeitnah: Fahrten sofort eintragen.
  • Kosten: Alle Belege sammeln.
  • Gebraucht: Fahrtenbuch oft günstiger.

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Häufige Fragen

Ist Fahrtenbuch oder 1-%-Regel günstiger?

Das Fahrtenbuch ist meist günstiger bei wenig Privatfahrten, teurem Listenpreis und älterem Fahrzeug.

Zählt der Arbeitsweg im Fahrtenbuch als privat?

Ja, Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte gehören zum privaten Anteil.

Kann ich die Methode mitten im Jahr wechseln?

In der Regel nur beim Wechsel des Fahrzeugs, sonst gilt die Wahl für das ganze Jahr.

Ist ein elektronisches Fahrtenbuch erlaubt?

Ja, wenn nachträgliche Änderungen ausgeschlossen oder dokumentiert sind.

Muss ich Dienstfahrten einzeln aufschreiben?

Ja, mit Datum, Kilometerständen, Ziel, Zweck und Geschäftspartner.

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