Mathe & Formeln

Einstichproben-t-Test berechnen

Tragen Sie Ihre Messwerte und den Sollwert ein. Der Rechner prüft, ob der Mittelwert der Stichprobe vom Sollwert mehr abweicht, als durch Zufall zu erwarten wäre.

Messwerte und Sollwert
Werte durch Leerzeichen, Semikolon oder Zeilenumbruch trennen; Komma oder Punkt als Dezimalzeichen.
Zum Beispiel Nennfüllmenge, Normwert oder Vorjahreswert.
Ergebnis

Mittelwert gegen einen festen Wert prüfen

Der Einstichproben-t-Test beantwortet eine häufige Frage aus Qualitätskontrolle, Forschung und Unterricht: Weicht der Durchschnitt meiner Messwerte von einem vorgegebenen Wert ab? Der Vergleichswert kann eine Nennfüllmenge sein, ein Normmaß, ein Herstellerversprechen oder ein Wert aus einer früheren Untersuchung. Er wird als bekannt und fest angenommen.

Der Rechner bestimmt Mittelwert und Standardabweichung der Stichprobe und daraus den Standardfehler. Der t-Wert gibt an, um wie viele Standardfehler der Mittelwert vom Sollwert entfernt liegt. Weil die Streuung aus derselben Stichprobe geschätzt wird, folgt die Prüfgröße einer t-Verteilung mit n − 1 Freiheitsgraden und nicht der Normalverteilung.

Zusätzlich gibt der Rechner das Konfidenzintervall für den wahren Mittelwert aus. Liegt der Sollwert außerhalb dieses Intervalls, ist die Abweichung beim zweiseitigen Test signifikant. Das Konfidenzniveau ergibt sich aus 100 Prozent minus dem gewählten Signifikanzniveau, bei α = 5 % also 95 Prozent.

t = (x̄ − μ₀) ÷ (s ÷ √n); df = n − 1; Konfidenzintervall = x̄ ± t1−α/2; df · s ÷ √n

Beispiel: Zehn Packungen wiegen 498, 502, 497, 495, 499, 501, 496, 494, 500 und 497 Gramm, angegeben sind 500 Gramm. Der Mittelwert liegt bei 497,9 Gramm, die Standardabweichung bei 2,601 Gramm. Daraus folgen t = −2,553 bei 9 Freiheitsgraden und ein zweiseitiger p-Wert von 0,0310. Das 95-Prozent-Konfidenzintervall reicht von 496,039 bis 499,761 Gramm und schließt die 500 nicht ein.

Worauf es bei der Auswertung ankommt

Der Test setzt unabhängige Messwerte aus einer annähernd normalverteilten Grundgesamtheit voraus. Bei kleinen Stichproben sollten Sie deshalb auf starke Schiefe oder Ausreißer achten. Ab etwa 30 Werten wird das Verfahren dank des zentralen Grenzwertsatzes deutlich unempfindlicher gegen Abweichungen von der Normalverteilung.

Statistische Signifikanz sagt nichts darüber, ob eine Abweichung praktisch wichtig ist. Bei sehr vielen Messwerten wird schon ein Unterschied von Bruchteilen eines Gramms signifikant. Prüfen Sie deshalb immer auch die Abweichung in der Originaleinheit und die Effektstärke d, also die Abweichung geteilt durch die Standardabweichung.

Die Wahl zwischen ein- und zweiseitigem Test gehört vor die Datenerhebung. Interessiert Sie nur eine Unterschreitung, etwa bei Füllmengen, ist der einseitige Test sinnvoll und halbiert den p-Wert in der vermuteten Richtung. Wer die Richtung nachträglich wählt, verfälscht das Signifikanzniveau.

Für rechtlich geregelte Prüfungen wie die Fertigpackungsverordnung gelten eigene Stichprobenpläne und Toleranzen. Der Rechner ersetzt diese Vorgaben nicht, sondern dient der statistischen Einschätzung. Ist die Streuung der Grundgesamtheit bekannt, eignet sich stattdessen ein z-Test.

Tipps und typische Fehler

Sollwerte prüfen.

  • Zufällig: Stichprobe ziehen.
  • Richtung: Vorab wählen.
  • Einheit: Abweichung bewerten.
  • Normal: Bei wenigen Werten prüfen.

Weitere Rechner: Mathe & Formeln

Häufige Fragen

Wann nehme ich den z-Test statt des t-Tests?

Nur wenn die Standardabweichung der Grundgesamtheit wirklich bekannt ist. Sonst ist der t-Test richtig.

Wie viele Messwerte brauche ich?

Rechnerisch genügen zwei. Für eine verlässliche Aussage sollten es bei normalverteilten Daten mindestens zehn sein.

Was bedeutet ein negativer t-Wert?

Der Mittelwert der Stichprobe liegt unter dem Sollwert.

Woher kommt der Sollwert?

Aus einer Norm, einer Herstellerangabe, einem Vertrag oder einer früheren Messung.

Was zeigt das Konfidenzintervall?

Den Bereich, in dem der wahre Mittelwert mit dem gewählten Niveau vermutlich liegt.

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