Steuern & Selbstständigkeit

Umsatzsteuer bei Differenzbesteuerung

Geben Sie Verkaufs- und Einkaufspreis ein. Der Rechner ermittelt die Umsatzsteuer auf die Differenz und den Vorteil gegenüber der normalen Besteuerung.

Ihr Verkauf
Ohne Vorsteuerabzug erworben, z. B. von Privatpersonen.
Bei Differenzbesteuerung gilt in der Regel der Regelsatz, Stand prüfen.
Mindern die Bemessungsgrundlage nicht, nur den Gewinn.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Besteuerung nur der Marge

Händler, die Gebrauchtwaren von Privatpersonen oder anderen Verkäufern ohne Vorsteuerabzug einkaufen, könnten aus dem Einkauf keine Vorsteuer ziehen. Würden sie den vollen Verkaufspreis versteuern, wäre die Ware doppelt belastet. Die Differenzbesteuerung nach Paragraf 25a Umsatzsteuergesetz verhindert das: Steuerpflichtig ist nur die Marge, also der Unterschied zwischen Verkaufs- und Einkaufspreis.

Die Marge versteht sich als Bruttobetrag, die Umsatzsteuer ist darin enthalten. Der Rechner zieht die Steuer deshalb aus der Marge heraus und zeigt die Netto-Bemessungsgrundlage. Zum Vergleich berechnet er die Umsatzsteuer bei normaler Besteuerung des gesamten Verkaufspreises und den daraus entstehenden Vorteil.

Zusätzlich können Sie Kosten wie Reparatur oder Aufbereitung eintragen. Diese mindern die Bemessungsgrundlage nicht, wirken sich aber auf Ihren Gewinn aus, den der Rechner ebenfalls ausweist.

Umsatzsteuer=(Verkaufspreis−Einkaufspreis)⋅Steuersatz100+Steuersatz\text{Umsatzsteuer} = \frac{\left(\text{Verkaufspreis} - \text{Einkaufspreis}\right) \cdot \text{Steuersatz}}{100 + \text{Steuersatz}}

Beispiel: Ein Gebrauchtwagen wird für 4.000 Euro von privat gekauft und für 5.000 Euro verkauft. Die Marge von 1.000 Euro enthält 159,66 Euro Umsatzsteuer, die Bemessungsgrundlage beträgt 840,34 Euro. Bei Regelbesteuerung wären 798,32 Euro fällig, der Vorteil liegt bei 638,66 Euro.

Voraussetzungen und Grenzen

Die Differenzbesteuerung gilt für Wiederverkäufer, also Unternehmer, die gewerbsmäßig mit beweglichen Gegenständen handeln, etwa Gebrauchtwagenhändler, Antiquitäten- oder Second-Hand-Läden. Die Ware muss im Inland oder in der EU ohne Umsatzsteuerausweis erworben worden sein, typischerweise von Privatleuten, Kleinunternehmern oder ebenfalls differenzbesteuert.

Auf der Rechnung darf die Umsatzsteuer nicht gesondert ausgewiesen werden. Stattdessen ist ein Hinweis auf die Sonderregelung für Gebrauchtgegenstände vorgeschrieben. Ein unternehmerischer Käufer kann daher keine Vorsteuer abziehen, was bei Geschäftskunden ein Nachteil sein kann.

Die Differenz wird grundsätzlich für jeden Gegenstand einzeln ermittelt. Eine negative Marge führt zu keiner Steuer, darf aber nicht mit positiven Margen anderer Verkäufe verrechnet werden. Für Gegenstände bis zu einem bestimmten Einkaufspreis ist unter Bedingungen eine Gesamtdifferenz je Zeitraum zulässig, bitte die aktuellen Grenzen prüfen.

Der Rechner ist eine vereinfachte Hilfe und keine Steuerberatung. Für die Anwendung im eigenen Betrieb, die Aufzeichnungspflichten und Sonderfälle wie Kunstgegenstände wenden Sie sich an eine steuerliche Beratung.

Händler können auf die Differenzbesteuerung verzichten und einzelne Umsätze regulär versteuern. Das ist sinnvoll, wenn der Käufer ein Unternehmen ist, das die Vorsteuer abziehen möchte, oder wenn beim Einkauf doch Vorsteuer entstanden ist. Bei Lieferungen in andere EU-Staaten gelten weitere Besonderheiten, etwa entfällt die Steuerbefreiung für innergemeinschaftliche Lieferungen bei differenzbesteuerten Gegenständen. Führen Sie Einkaufs- und Verkaufspreise je Gegenstand getrennt auf, damit die Marge für das Finanzamt nachvollziehbar bleibt.

Tipps und typische Fehler

Marge richtig versteuern.

  • Einkauf: Belegen.
  • Rechnung: Ohne Steuerausweis.
  • Einzeln: Je Gegenstand.
  • Aufzeichnung: Getrennt führen.

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Häufige Fragen

Was ist die Differenzbesteuerung?

Eine Sonderregel, bei der Händler nur die Marge zwischen Ein- und Verkaufspreis versteuern.

Darf ich bei Differenzbesteuerung Umsatzsteuer ausweisen?

Nein, ein gesonderter Ausweis ist nicht zulässig.

Mindern Reparaturkosten die Marge?

Nein, die Bemessungsgrundlage ist allein Verkaufs- minus Einkaufspreis.

Gilt die Differenzbesteuerung für Privatverkäufe?

Nein, Privatpersonen zahlen beim Verkauf ohnehin keine Umsatzsteuer.

Wie lautet der Hinweis auf der Rechnung?

Ein Vermerk wie Gebrauchtgegenstände/Sonderregelung ist vorgeschrieben.

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