Was die Nummer im Fischer-Random-Schach bedeutet
Im Chess960, auch Fischer-Random-Schach oder Schach960 genannt, werden die Figuren der Grundreihe vor jeder Partie neu angeordnet. Es gibt dabei feste Bedingungen: Die beiden Läufer stehen auf verschiedenfarbigen Feldern, und der König steht irgendwo zwischen den beiden Türmen, damit die Rochade möglich bleibt. Schwarz erhält die spiegelbildliche Aufstellung.
Unter diesen Bedingungen gibt es genau 960 verschiedene Startstellungen. Reinhard Scharnagl hat ihnen Nummern von 0 bis 959 zugeordnet, und dieses Schema hat sich international durchgesetzt. Die klassische Grundstellung TSLDKLST trägt darin die Nummer 518. Mit einer Nummer lässt sich eine Stellung also eindeutig weitergeben, etwa für ein Turnier oder eine Online-Partie.
Der Rechner arbeitet in beiden Richtungen. Aus der Nummer setzt er die Figuren Schritt für Schritt: erst den Läufer auf den hellen Feldern, dann den auf den dunklen, danach die Dame, die beiden Springer und zum Schluss Turm, König und Turm auf die drei übrigen Felder. Für die Gegenrichtung prüft er zuerst, ob die eingegebene Reihe überhaupt erlaubt ist.
So nutzen Sie die Startstellung
Die Ausgabe nennt die Grundreihe von links nach rechts, also von a1 bis h1 aus Sicht von Weiß. Schwarz stellt dieselben Figuren auf die achte Reihe, sodass sich gleiche Figuren gegenüberstehen. Die Bauern stehen wie gewohnt auf der zweiten und siebten Reihe. Für deutsche Partieformulare zeigt der Rechner zusätzlich die Schreibweise mit D, T, L und S.
Die Rochade folgt im Chess960 einer eigenen Regel, die in den FIDE-Schachregeln im Abschnitt zu Chess960 steht: Nach der Rochade stehen König und Turm auf denselben Feldern wie im klassischen Schach, also König auf g1 und Turm auf f1 beziehungsweise König auf c1 und Turm auf d1. Alle Felder dazwischen müssen frei sein, und der König darf nicht durch Schach ziehen.
Der Rechner zeigt auch die Nummer der seitenverkehrten Stellung, bei der die Grundreihe von h nach a gelesen wird. Beide Stellungen sind strategisch eng verwandt, nur die Flügel sind vertauscht. Manche Veranstalter schließen sehr ähnliche Stellungen aus oder losen die Nummer öffentlich aus, um Vorbereitung zu erschweren.
Zum Auslosen genügt eine Zufallszahl von 0 bis 959, etwa aus einem Zufallsgenerator. Wer ohne Hilfsmittel auslosen möchte, kann auch mit Würfeln arbeiten: Je ein Wurf bestimmt die Läuferfelder, die Dame und das Springerpaar. Mit dem Rechner prüfen Sie anschließend, welche Nummer die so entstandene Reihe hat.
Tipps und typische Fehler
Stellungen auslosen.
- Zufall: Zahl 0 bis 959.
- Läufer: Verschiedene Farben.
- König: Zwischen Türmen.
- Rochade: Endfelder wie klassisch.
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Häufige Fragen
Wie viele Startstellungen gibt es im Chess960?
Genau 960, nummeriert von 0 bis 959.
Welche Nummer hat die normale Grundstellung?
Die klassische Aufstellung TSLDKLST hat die Nummer 518.
Warum muss der König zwischen den Türmen stehen?
Nur so ist nach den Chess960-Regeln eine Rochade zu beiden Seiten möglich.
Ist Freestyle Chess dasselbe wie Chess960?
Ja, unter diesem Namen werden Chess960-Turniere ausgetragen.
Stehen beide Seiten gleich?
Ja, Schwarz spiegelt die weiße Grundreihe auf der achten Reihe.
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