Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Was kostet ein Bonusprogramm wirklich?
Ein Punkt pro Euro klingt nach wenig. Ob ein Treueprogramm sich trägt, hängt aber vom Zusammenspiel mehrerer Größen ab: wie viele Punkte ausgegeben werden, was ein Punkt bei der Einlösung wert ist, welcher Anteil überhaupt eingelöst wird und welche festen Kosten für Software, Kundenkarten und Werbung anfallen. Dieser Rechner bringt diese Größen zusammen und zeigt die Jahreskosten in Euro und in Prozent vom Umsatz.
Wichtig ist der Unterschied zwischen nominellem und tatsächlichem Rabatt. Nominell gewähren Sie bei einem Punkt je Euro und einem Punktwert von einem Cent genau ein Prozent Rabatt. Tatsächlich wird aber nur ein Teil eingelöst, ein Teil verfällt oder bleibt auf den Konten liegen. Dafür kommen Fixkosten hinzu, die bei kleinen Umsätzen schnell schwerer wiegen als die eingelösten Prämien.
Zum Schluss rechnet der Rechner die Kosten in den Mehrumsatz um, den das Programm mindestens auslösen muss. Dafür wird durch die Rohertragsmarge geteilt: Jeder zusätzliche Euro Umsatz bringt nur seine Marge als Beitrag, nicht den vollen Betrag. Erst wenn Kunden durch das Programm mindestens so viel mehr kaufen, rechnet es sich.
Programm sinnvoll gestalten und bewerten
Die Einlösequote ist die unsicherste Annahme. Programme mit einfachen Prämien und kurzen Wegen zur ersten Einlösung erreichen hohe Quoten, Programme mit hohen Schwellen eher niedrige. Rechnen Sie zur Sicherheit auch mit 100 Prozent. Das zeigt die Obergrenze der Kosten, falls Kunden später doch alle Punkte einlösen, etwa vor einer Programmumstellung.
Bewerten Sie den Nutzen nicht nur am Mehrumsatz. Ein Treueprogramm liefert Kaufdaten, macht Werbung gezielter und kann die Abwanderung senken. Diese Effekte lassen sich schwer messen. Ein Vergleich von Teilnehmern und Nichtteilnehmern, etwa bei Kaufhäufigkeit und Warenkorb, hilft, den Effekt grob abzuschätzen. Achten Sie dabei darauf, dass ohnehin treue Kunden eher teilnehmen.
Punkte, die noch nicht eingelöst sind, stellen eine Verpflichtung gegenüber den Kunden dar. Je nach Rechnungslegung kann dafür eine Rückstellung oder eine Abgrenzung nötig sein, und auch die umsatzsteuerliche Behandlung von Prämien hat Besonderheiten. Klären Sie das mit Ihrer Steuerberatung; die Regeln sollten Sie beim Start des Programms prüfen (Stand prüfen). Dieser Rechner ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Einen ersten Eindruck, wie viel ein treuer Kunde wert ist, gibt der Kundenbindung-Rechner. Wie Rabatte die Marge verändern, zeigen der Rabattrechner und der Margenrechner. Ändern Sie hier Punkte je Euro und Punktwert gezielt, um verschiedene Programmstufen, etwa Basis- und Premiumkunden, nebeneinander zu vergleichen.
Tipps und typische Fehler
Treueprogramm planen.
- Quote: Mit 100 Prozent gegenrechnen.
- Fixkosten: Nicht vergessen.
- Daten: Teilnehmer vergleichen.
- Bilanz: Offene Punkte klären.
Weitere Rechner: Online-Handel & Geschäft
Häufige Fragen
Welche Einlösequote ist realistisch?
Das hängt stark vom Programm ab. Nutzen Sie eigene Daten und rechnen Sie zusätzlich mit 100 Prozent als Obergrenze.
Warum wird durch die Marge geteilt?
Weil Mehrumsatz nur in Höhe seiner Rohertragsmarge zur Deckung der Programmkosten beiträgt.
Zählen verfallene Punkte als Kosten?
Nein, verfallene Punkte führen zu keiner Prämie. Sie sind aber bis zum Verfall eine Verpflichtung.
Wie viel Rabatt steckt in einem Punkt pro Euro?
Bei einem Punktwert von einem Cent nominell ein Prozent vom Umsatz.
Lohnt sich ein Treueprogramm für kleine Läden?
Nur wenn die Fixkosten im Verhältnis zum Umsatz niedrig bleiben.
- Bonusprogramm Kosten berechnen
- Treueprogramm Rechner
- Kundenkarte Kosten
- Punkteprogramm kalkulieren
- Einlösequote Bonuspunkte
- Loyalty Programm Kosten
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