Garten & Hobby

Luftverbrauch und Flaschendauer beim Tauchen

Tragen Sie Ihren Luftverbrauch an der Oberfläche, die Tiefe und die Daten Ihrer Flasche ein. Der Rechner zeigt, wie lange die Luft in dieser Tiefe bis zur Reserve reicht.

Taucher und Flasche
Erfahrene Taucher oft 12 bis 20 l/min, Anfänger häufig mehr.
Ergebnis

Wie lange reicht die Luft?

Unter Wasser steigt der Umgebungsdruck mit jeweils zehn Metern Tiefe um etwa ein Bar. In 10 Metern herrschen also 2 Bar, in 20 Metern 3 Bar. Der Atemregler liefert die Luft immer mit dem Umgebungsdruck. Weil die Luft dabei entsprechend dichter ist, enthält jeder Atemzug mehr Luftmenge, und der Vorrat in der Flasche wird schneller verbraucht als an der Oberfläche.

Ausgangspunkt der Rechnung ist der Oberflächen-Luftverbrauch, oft SAC oder AMV genannt. Er gibt an, wie viele Liter Luft Sie pro Minute an der Oberfläche atmen würden. Multipliziert mit dem Umgebungsdruck ergibt sich der Verbrauch in der Tiefe. Die nutzbare Luftmenge ist das Flaschenvolumen mal dem Druck, der bis zur Reserve verbraucht werden darf.

Der Rechner zeigt die Zeit bis zum Erreichen des Reservedrucks bei konstanter Tiefe, den Verbrauch in Litern pro Minute und den Druckabfall in Bar pro Minute. Den Druckabfall können Sie unter Wasser direkt am Finimeter mit der Erwartung vergleichen.

Umgebungsdruck=1+Tiefe10 m; Verbrauch in der Tiefe=SAC×Umgebungsdruck; Zeit bis zur Reserve=Flaschenvolumen⋅(Fu¨lldruck−Reserve)Verbrauch in der Tiefe\text{Umgebungsdruck} = 1 + \frac{\text{Tiefe}}{10\,m};\ \text{Verbrauch in der Tiefe} = \text{SAC} \times \text{Umgebungsdruck};\ \text{Zeit bis zur Reserve} = \frac{\text{Flaschenvolumen} \cdot \left(\text{Fülldruck} - \text{Reserve}\right)}{\text{Verbrauch in der Tiefe}}

Beispiel: Oberflächenverbrauch 20 Liter pro Minute, Tiefe 18 Meter, 12-Liter-Flasche mit 200 Bar, Reserve 50 Bar: Der Umgebungsdruck beträgt 2,8 Bar, der Verbrauch in der Tiefe 56 Liter pro Minute. Bis zur Reserve stehen 12 × 150 = 1.800 Liter zur Verfügung. Die Luft reicht in dieser Tiefe also rund 32 Minuten. Der Flaschendruck fällt um etwa 4,7 Bar pro Minute.

Eigenen Luftverbrauch bestimmen und richtig planen

Ihren persönlichen SAC-Wert können Sie bei einem ruhigen Tauchgang bestimmen. Notieren Sie den Druck zu Beginn und Ende eines Abschnitts von zehn Minuten in möglichst gleichbleibender Tiefe. Der Druckverbrauch mal Flaschenvolumen ergibt die verbrauchte Luft, geteilt durch die Minuten und den Umgebungsdruck den Oberflächenverbrauch. Mehrere Messungen ergeben einen verlässlichen Mittelwert.

Der Luftverbrauch schwankt stark: Kälte, Strömung, Anstrengung, Aufregung und schlechte Tarierung können ihn verdoppeln. Planen Sie deshalb mit einem eher hohen Wert und halten Sie einen großzügigen Reservedruck ein. Üblich sind 50 Bar Reserve beim Sporttauchen; bei anspruchsvollen Tauchgängen wird oft nach der Drittelregel geplant, bei der ein Drittel der Luft für den Hinweg, ein Drittel für den Rückweg und ein Drittel als Reserve dient.

Die Rechnung gilt für eine konstante Tiefe. Abstieg, Aufstieg und Sicherheitsstopp verbrauchen ebenfalls Luft, wenn auch bei geringerem Druck. Außerdem müssen die Nullzeit oder die Dekompressionspflicht beachtet werden, die oft früher erreicht werden als die Reserve. Tauchcomputer und Tauchtabellen übernehmen diese Planung; der Rechner ersetzt sie nicht.

Tauchen Sie nur mit passender Ausbildung, gesundheitlicher Eignung und einem Partner. Für die Tauchtauglichkeit ist eine ärztliche Untersuchung bei einer tauchmedizinisch erfahrenen Praxis empfehlenswert. Druckeinheiten rechnet der Druck-Umrechner um, Volumen in andere Einheiten der Volumen-Umrechner.

Tipps und typische Fehler

Luft gut planen.

  • SAC: Selbst messen.
  • Reserve: 50 bar halten.
  • Ruhe: Spart Luft.
  • Buddy: Nie allein.

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Häufige Fragen

Was ist ein guter SAC-Wert?

Viele erfahrene Taucher liegen bei 12 bis 20 Litern pro Minute; Anfänger verbrauchen häufig mehr.

Warum verbrauche ich in der Tiefe mehr Luft?

Weil die Luft mit dem Umgebungsdruck geliefert wird; in 20 Metern ist der Verbrauch dreimal so hoch wie an der Oberfläche.

Wie viel Reserve sollte ich einplanen?

Beim Sporttauchen meist 50 Bar, bei anspruchsvollen Tauchgängen oft ein Drittel des Vorrats.

Wie viel Luft ist in einer 12-Liter-Flasche mit 200 bar?

Rund 2.400 Liter Luft bei Oberflächendruck.

Was ist die Drittelregel?

Ein Drittel der Luft für den Hinweg, ein Drittel für den Rückweg, ein Drittel als Reserve.

Auch gesucht als:
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