Wie viel Gemüse erntet man pro Quadratmeter?
Wer einen Gemüsegarten plant, möchte wissen, wie viel Fläche für eine bestimmte Erntemenge nötig ist und ob sich der Anbau lohnt. Die Erträge im Hausgarten schwanken allerdings stark. Sorte, Boden, Sonne, Wasser, Düngung, Wetter und Schädlinge bestimmen, ob ein Beet reichlich oder mager trägt. Der Rechner arbeitet deshalb mit Faustwerten für mittlere Bedingungen und gibt eine Spanne an.
Für jede Kultur ist ein typischer Ertrag je Quadratmeter und Saison hinterlegt, etwa 6 Kilogramm bei Tomaten, 3 Kilogramm bei Kartoffeln oder 1,5 Kilogramm bei Buschbohnen. Gute Bedingungen erhöhen diesen Wert um 30 Prozent, ungünstige senken ihn um 30 Prozent. Multipliziert mit der Fläche ergibt sich die erwartete Erntemenge.
Der Rechner zeigt außerdem eine Spanne von minus bis plus 30 Prozent, den Gegenwert zum eingegebenen Ladenpreis und die Fläche, die für 10 Kilogramm Ernte nötig ist. Die Werte sind Richtgrößen für die Planung, keine Ertragszusage.
Mehr Ertrag aus dem Beet
Den größten Einfluss hat ein guter Standort. Die meisten Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika, Gurken und Zucchini brauchen volle Sonne und Wärme. Ein humoser, lockerer Boden mit ausreichend Kompost hält Wasser und Nährstoffe. Starkzehrer wie Kohl, Tomaten und Kartoffeln brauchen mehr Nährstoffe als Schwachzehrer wie Bohnen, Erbsen oder Salat. Eine Fruchtfolge über mehrere Jahre beugt Krankheiten vor und erhält den Boden.
Regelmäßiges Gießen in Trockenzeiten entscheidet oft über die Ernte, besonders bei Gurken, Zucchini und Salat. Mulch aus Rasenschnitt oder Stroh hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt Unkraut. Bei Tomaten schützt ein Regendach vor der Kraut- und Braunfäule, die im Freiland ganze Bestände vernichten kann. Folientunnel und Gewächshaus verlängern die Saison und steigern den Ertrag bei wärmeliebenden Kulturen deutlich.
Schnell wachsende Kulturen wie Radieschen, Salat und Spinat lassen sich mehrmals im Jahr nacheinander anbauen. Der Faustwert gilt dann pro Satz; zwei oder drei Sätze vervielfachen die Ernte derselben Fläche. Auch Mischkulturen nutzen den Platz besser, etwa Zwiebeln und Möhren nebeneinander oder Salat zwischen langsam wachsendem Kohl.
Der Gegenwert zum Ladenpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Saatgut, Jungpflanzen, Erde, Dünger und Wasser kosten ebenfalls Geld, und die Arbeitszeit ist nicht eingerechnet. Viele Gärtner schätzen dafür Geschmack, Frische und Sortenvielfalt. Füllmengen für Hochbeete berechnet der Hochbeet-Rechner, Pflanzenzahlen nach Abstand der Pflanzabstand-Rechner und den Wasserbedarf der Bewässerung-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Mehr ernten.
- Sonne: Fruchtgemüse braucht sie.
- Kompost: Boden verbessern.
- Gießen: In Trockenzeiten.
- Folgesaat: Fläche mehrfach nutzen.
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Häufige Fragen
Wie viel Fläche brauche ich für eine Familie?
Für eine nennenswerte Selbstversorgung mit Gemüse werden oft 30 bis 50 Quadratmeter pro Person genannt, für Kartoffeln zusätzlich mehr.
Wie viele Tomaten trägt eine Pflanze?
Im Hausgarten je nach Sorte und Sommer oft 2 bis 5 Kilogramm, im Gewächshaus mehr.
Warum ist mein Ertrag niedriger als im Rechner?
Schatten, Trockenheit, Nährstoffmangel, Krankheiten oder eine kühle Saison senken die Ernte deutlich unter den Faustwert.
Wie viele Kartoffeln erntet man aus einem Kilogramm Saatkartoffeln?
Im Hausgarten oft 8 bis 15 Kilogramm, je nach Sorte und Saison.
Welches Gemüse bringt am meisten Ertrag pro Fläche?
Zucchini, Tomaten, Kohl und Gurken liefern viel Masse; Erbsen und Bohnen deutlich weniger.
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