Aufbau der Steuer-ID
Jeder Mensch mit Wohnsitz in Deutschland erhält vom Bundeszentralamt für Steuern eine steuerliche Identifikationsnummer nach § 139b der Abgabenordnung. Sie gilt lebenslang, ändert sich auch bei Heirat oder Umzug nicht und wird für die Steuererklärung, den Lohnsteuerabzug, Kindergeld und viele andere Verfahren gebraucht. Seit dem Registermodernisierungsgesetz dient sie außerdem als übergreifendes Ordnungsmerkmal in vielen Verwaltungsregistern.
Die Nummer hat elf Ziffern. Die ersten zehn werden zufällig vergeben und enthalten keine Informationen über die Person, etwa Geburtsdatum oder Wohnort. Die elfte Ziffer ist eine Prüfziffer, die aus den ersten zehn nach dem Verfahren ISO/IEC 7064, Variante MOD 11,10, berechnet wird. Sie erkennt alle Fehler bei einer einzelnen Ziffer und die meisten Zahlendreher.
Zusätzlich gelten Formatregeln: Die erste Ziffer ist nie eine Null. In den ersten zehn Ziffern kommt genau eine Ziffer zwei- oder dreimal vor, alle anderen höchstens einmal. Dieselbe Ziffer steht nie dreimal direkt hintereinander.
Was die Prüfung aussagt
Eine korrekte Prüfziffer bedeutet nur, dass die Nummer formal stimmig ist. Ob sie tatsächlich vergeben wurde und zu Ihnen gehört, kann nur das Bundeszentralamt für Steuern bestätigen. Die Prüfung eignet sich deshalb vor allem, um Tippfehler in Formularen, Lohnabrechnungen oder Anträgen zu finden, bevor diese eingereicht werden.
Ihre Steuer-ID finden Sie im Einkommensteuerbescheid, auf der Lohnsteuerbescheinigung Ihres Arbeitgebers und im Schreiben, mit dem das Bundeszentralamt die Nummer mitgeteilt hat. Haben Sie sie verloren, können Sie über das Eingabeformular des Bundeszentralamts eine erneute Mitteilung per Post anfordern; telefonisch wird sie aus Datenschutzgründen nicht genannt.
Nicht verwechseln sollten Sie die Steuer-ID mit der Steuernummer. Die Steuernummer vergibt das örtliche Finanzamt, sie kann sich bei einem Umzug ändern und hat je nach Bundesland ein anderes Format. Unternehmen erhalten zusätzlich eine Wirtschafts-Identifikationsnummer und gegebenenfalls eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser, die eingegebene Nummer wird nicht übertragen. Geben Sie die Steuer-ID dennoch nur an Stellen weiter, die sie für ein gesetzlich vorgesehenes Verfahren benötigen.
Tipps und typische Fehler
Nummer prüfen.
- Elf: Ziffern zählen.
- Dreher: Erkennbar.
- Bescheid: Vergleichen.
- Datenschutz: Sparsam teilen.
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Häufige Fragen
Verrät die Steuer-ID etwas über mich?
Nein, die ersten zehn Ziffern werden zufällig vergeben und enthalten keine persönlichen Merkmale.
Was tun, wenn die Prüfziffer nicht stimmt?
Vergleichen Sie die Nummer mit dem Steuerbescheid oder der Lohnsteuerbescheinigung; meist liegt ein Zahlendreher vor.
Ist die Steuer-ID dasselbe wie die Steuernummer?
Nein, die Steuernummer vergibt das Finanzamt, die Steuer-ID das Bundeszentralamt für Steuern einmalig.
Wo finde ich meine Steuer-ID?
Im Steuerbescheid, auf der Lohnsteuerbescheinigung oder im Mitteilungsschreiben des Bundeszentralamts.
Bekommen Kinder eine Steuer-ID?
Ja, Neugeborene erhalten sie kurz nach der Geburt per Post.
- Steuer-ID prüfen
- Steuer-ID Prüfziffer
- Identifikationsnummer prüfen
- Steuer-ID gültig
- ISO 7064 MOD 11,10
- Steuerliche Identifikationsnummer Aufbau
Rechtlicher Hinweis: Die Berechnungen sind keine Steuerberatung im Sinne des Steuerberatungsgesetzes. Maßgeblich sind Ihr Steuerbescheid und die Auskunft des Finanzamts oder einer Steuerberaterin bzw. eines Steuerberaters.
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