Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Was DAC7 für private Verkäufer bedeutet
Seit 2023 müssen Online-Plattformen in der EU Daten über ihre Verkäufer an die Finanzbehörden melden. In Deutschland regelt das das Plattformen-Steuertransparenzgesetz (PStTG), das die EU-Richtlinie DAC7 umsetzt. Die Plattformen schicken die Daten jährlich bis Ende Januar an das Bundeszentralamt für Steuern, das sie an die zuständigen Finanzämter weitergibt.
Gemeldet werden Name, Anschrift, Steuer-Identifikationsnummer, Zahl der Verkäufe und die gezahlte Vergütung je Quartal. Ausgenommen ist nach dem PStTG, wer bei einer Plattform im Kalenderjahr weniger als 30 Verkäufe von Waren getätigt und dafür insgesamt nicht mehr als 2.000 Euro erhalten hat. Beide Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein.
Der Rechner prüft genau das. Schon der 30. Verkauf löst die Meldung aus, auch wenn der Erlös klein ist. Ebenso reicht ein Erlös von 2.000,01 Euro bei nur wenigen Verkäufen. Zusätzlich zeigt er, wie viele Verkäufe und wie viel Erlös bis zur Grenze noch möglich sind.
Meldung heißt nicht Steuerpflicht
Eine Meldung bedeutet nicht automatisch, dass Steuern anfallen. Wer gebrauchte Gegenstände des täglichen Lebens aus dem eigenen Haushalt verkauft, etwa Kleidung, Möbel oder Spielzeug, erzielt in der Regel keinen steuerpflichtigen Gewinn, weil diese Sachen meist unter dem Einkaufspreis verkauft werden. Das Finanzamt nutzt die Daten, um gezielt nachzufragen, wenn ein Verkaufsmuster auf Handel hindeutet.
Anders ist es, wenn Sie Waren gezielt einkaufen, um sie weiterzuverkaufen, selbst hergestellte Produkte anbieten oder dauerhaft und planmäßig verkaufen. Dann liegt ein Gewerbe vor, mit Gewerbeanmeldung, Einkommensteuer und gegebenenfalls Umsatzsteuer. Für wertvolle Einzelstücke wie Sammlerobjekte kann ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG vorliegen, wenn zwischen Kauf und Verkauf weniger als ein Jahr liegt.
Die Grenzen gelten je Plattform. Wer bei eBay 20 und bei Vinted 20 Artikel verkauft, wird bei keiner der beiden gemeldet, obwohl insgesamt 40 Verkäufe zusammenkommen. Für die Frage der Steuerpflicht zählen dagegen immer alle Verkäufe zusammen. Die Vermietung von Immobilien folgt eigenen Regeln ohne diese Ausnahme.
Bewahren Sie bei größeren Verkäufen Kaufbelege auf, damit Sie bei Nachfragen zeigen können, dass kein Gewinn entstanden ist. Gebühren berechnet der eBay-Gebühren-Rechner, die Grenzen der Umsatzsteuer der Kleinunternehmer-Rechner. Dieser Rechner ist keine Steuerberatung; prüfen Sie die Grenzen bei Gesetzesänderungen.
Tipps und typische Fehler
Gelassen verkaufen.
- Je Plattform: Grenzen getrennt.
- Belege: Kaufpreise aufheben.
- Handel: Gewerbe prüfen.
- Steuer-ID: Korrekt angeben.
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Häufige Fragen
Ab wie vielen Verkäufen meldet eBay an das Finanzamt?
Ab 30 Verkäufen im Jahr oder mehr als 2.000 Euro Erlös auf der Plattform.
Zählen die Verkäufe aller Plattformen zusammen?
Nein, die Meldegrenze gilt für jede Plattform einzeln.
Muss ich nach einer Meldung Steuern zahlen?
Nicht automatisch. Private Gebrauchtwarenverkäufe sind meist steuerfrei, gewerblicher Handel nicht.
Wann erfahre ich von einer Meldung?
Plattformen müssen die gemeldeten Daten auch dem Verkäufer mitteilen.
Welche Daten fragt die Plattform ab?
Unter anderem Geburtsdatum, Anschrift und Steuer-Identifikationsnummer.
- DAC7 Meldegrenze
- eBay meldet Finanzamt
- Vinted Finanzamt 30 Verkäufe
- Plattformen-Steuertransparenzgesetz
- 2000 Euro Grenze Verkauf
- Etsy Meldung Steuer
Rechtlicher Hinweis: Die Berechnungen sind keine Steuerberatung im Sinne des Steuerberatungsgesetzes. Maßgeblich sind Ihr Steuerbescheid und die Auskunft des Finanzamts oder einer Steuerberaterin bzw. eines Steuerberaters.
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