Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.
Wann das Finanzamt Zinsen verlangt
Wer Steuern nachzahlen muss, zahlt nach § 233a der Abgabenordnung Zinsen, wenn das Finanzamt den Bescheid spät erlässt. Der Zinslauf beginnt 15 Monate nach Ablauf des Steuerjahres, für 2023 also am 1. April 2025. Er endet mit der Bekanntgabe des Steuerbescheids.
Der Zinssatz beträgt seit 2019 0,15 Prozent je vollem Monat, das sind 1,8 Prozent im Jahr. Der Gesetzgeber hatte den früheren Satz von 6 Prozent im Jahr nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts abgesenkt. Wer rechtzeitig vor Beginn des Zinslaufs eine Vorauszahlung leistet, kann Zinsen vermeiden.
Die Zinsen gelten in beide Richtungen: Erhalten Sie eine Erstattung, zahlt das Finanzamt Ihnen Zinsen. Erstattungszinsen sind steuerpflichtige Kapitalerträge. Die Zinsen berechnet das Finanzamt auf den Betrag, abgerundet auf volle 50 Euro, für jeden vollen Monat des Zinslaufs.
Der Rechner ermittelt die Monate aus Steuerjahr und Bescheidmonat.
So vermeiden oder prüfen Sie Zinsen
Wenn Sie wissen, dass eine Nachzahlung kommt, können Sie freiwillig eine Vorauszahlung leisten, bevor der Zinslauf beginnt. Das spart die Zinsen. Auch eine rechtzeitige Abgabe der Steuererklärung hilft, weil der Bescheid früher kommt und weniger Zinsmonate entstehen.
Prüfen Sie im Bescheid, ob die Berechnung stimmt. Fehler passieren bei der Anrechnung von Vorauszahlungen und beim Beginn des Zinslaufs. Sie können gegen die Festsetzung der Zinsen Einspruch einlegen, wenn Sie Fehler vermuten. Die Frist beträgt einen Monat nach Bekanntgabe.
Bei einer Erstattung lohnt es sich umgekehrt, die Steuererklärung früh abzugeben. Das erhöht die Chancen auf Erstattungszinsen. Beachten Sie, dass diese Zinsen steuerpflichtig sind und in der Steuererklärung des Folgejahres anzugeben sind.
Der Rechner ist eine Näherung und ersetzt keine Berechnung des Finanzamts.
Aufbewahren sollten Sie Bescheide, Zahlungsbelege und den Schriftverkehr zur Steuererklärung. Bei Unstimmigkeiten helfen diese Unterlagen bei Einspruch und Rückfragen. Wer regelmäßig hohe Nachzahlungen erwartet, kann beim Finanzamt die Anpassung der Vorauszahlungen beantragen, um den Zinslauf zu vermeiden.
Tipps und typische Fehler
Zinsen vom Finanzamt.
- Zinslauf: Beginnt 15 Monate nach Ablauf des Steuerjahres.
- Vorauszahlung: Kann Zinsen vermeiden.
- Einspruch: Frist ein Monat.
- Erstattungszinsen: Sind steuerpflichtig.
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Häufige Fragen
Wie hoch sind Nachzahlungszinsen?
0,15 Prozent je vollem Monat, also 1,8 Prozent im Jahr.
Wann beginnen die Nachzahlungszinsen?
15 Monate nach Ablauf des Steuerjahres.
Zahlt das Finanzamt auch Zinsen auf Erstattungen?
Ja, mit demselben Satz. Erstattungszinsen sind steuerpflichtig.
Wie lange dauert es, bis Zinsen anfallen?
Der Zinslauf beginnt 15 Monate nach Ende des Steuerjahres.
Sind Erstattungszinsen steuerpflichtig?
Ja, sie zählen zu den Kapitalerträgen.
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