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Inventurdifferenz berechnen

Tragen Sie den Bestand laut Buch und den gezählten Bestand ein, entweder als Mengen mit Einkaufswert oder direkt als Werte. Mit dem Umsatz berechnet der Rechner die Schwundquote.

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Was ist eine Inventurdifferenz?

Bei der Inventur wird der tatsächliche Warenbestand gezählt und mit dem Bestand verglichen, der sich aus der Buchhaltung oder dem Warenwirtschaftssystem ergibt. Stimmen beide nicht überein, entsteht eine Inventurdifferenz. Ist der gezählte Bestand kleiner, spricht man von Fehlbestand oder Schwund, ist er größer, von Mehrbestand.

Der Rechner ermittelt die Differenz in Euro und in Prozent des Buchbestands. Sie können Mengen eintragen, die mit dem Einkaufswert je Einheit bewertet werden, oder die Bestandswerte direkt in Euro, etwa aus der Auswertung Ihres Warenwirtschaftssystems. Bei der Mengeneingabe sehen Sie zusätzlich die Differenz in Einheiten.

Mit dem Umsatz des Zeitraums berechnet der Rechner die Schwundquote, also den Fehlbestand im Verhältnis zum Umsatz. Diese Kennzahl wird im Handel häufig zum Vergleich zwischen Filialen, Warengruppen und Jahren genutzt. Die Wertberichtigung zeigt, um welchen Betrag der Buchbestand an den gezählten Bestand angepasst werden muss.

Inventurdifferenz=Ist-Bestand−Soll-Bestand (bewertet mit dem Einkaufswert); in Prozent=DifferenzSoll-Wert; Schwundquote=FehlbestandUmsatz\text{Inventurdifferenz} = \text{Ist-Bestand} - \text{Soll-Bestand}\,\left(\text{bewertet mit dem Einkaufswert}\right);\ \text{in Prozent} = \frac{\text{Differenz}}{\text{Soll-Wert}};\ \text{Schwundquote} = \frac{\text{Fehlbestand}}{\text{Umsatz}}

Beispiel: Laut Warenwirtschaft sind 1.000 Einheiten am Lager, gezählt werden 975. Bei einem Einkaufswert von 4 € je Einheit beträgt der Buchwert 4.000 € und der gezählte Wert 3.900 €. Die Inventurdifferenz liegt bei −25 Einheiten oder −100 €, das sind −2,5 Prozent des Buchbestands. Bei einem Umsatz von 50.000 € im Zeitraum ergibt sich eine Schwundquote von 0,2 Prozent. Der Buchbestand wird um 100 € nach unten berichtigt.

Ursachen von Inventurdifferenzen

Inventurdifferenzen haben viele Ursachen. Neben Diebstahl durch Kunden und Beschäftigte spielen Fehler bei Wareneingang und Kasse, falsch gebuchte Retouren, Bruch, Verderb und abgelaufene Ware eine große Rolle. Auch Zählfehler bei der Inventur selbst oder Lieferantenfehler, etwa fehlende Stücke in einer Lieferung, führen zu Abweichungen. Ein Mehrbestand deutet oft auf Buchungsfehler hin.

Im Einzelhandel wird die Inventurdifferenz häufig zu Verkaufspreisen und im Verhältnis zum Umsatz angegeben. In Branchenstudien liegen die Werte oft im Bereich um 1 Prozent des Umsatzes, je nach Branche und Sortiment deutlich höher oder niedriger. Rechnet der Rechner mit Einkaufswerten, fällt die Quote entsprechend niedriger aus. Vergleichen Sie daher nur Kennzahlen mit derselben Bewertungsbasis.

Um Differenzen zu verringern, helfen sorgfältige Wareneingangskontrollen, klare Abläufe bei Retouren und Abschriften, regelmäßige Stichprobeninventuren bei diebstahlgefährdeten Artikeln und Schulungen für das Kassenpersonal. Eine permanente Inventur, bei der über das Jahr verteilt gezählt wird, macht Abweichungen früher sichtbar als eine einzige Stichtagsinventur.

In der Buchhaltung wird der Bestand auf den gezählten Wert berichtigt; ein Fehlbestand erhöht den Wareneinsatz und mindert den Gewinn. Wie schnell sich Ihr Lager umschlägt, zeigt der Lagerumschlag-Rechner, die Kosten für die Lagerhaltung der Lagerhaltungskosten-Rechner. Für Fragen der steuerlichen Bewertung und Dokumentation wenden Sie sich an Ihre Steuerberatung.

Tipps und typische Fehler

Schwund senken.

  • Wareneingang: Kontrollieren.
  • Retouren: Sauber buchen.
  • Stichproben: Regelmäßig.
  • Kasse: Schulen.

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Häufige Fragen

Was bedeutet eine negative Inventurdifferenz?

Es wurde weniger Ware gezählt, als laut Buch vorhanden sein sollte, also ein Fehlbestand.

Wie berechnet man die Schwundquote?

Fehlbestand geteilt durch den Umsatz des Zeitraums, mal 100.

Muss die Inventurdifferenz gebucht werden?

Ja, der Buchbestand wird an den gezählten Bestand angepasst.

Was ist eine permanente Inventur?

Eine Inventur, bei der die Bestände über das Jahr verteilt gezählt und laufend fortgeschrieben werden.

Wird Schwund zu Einkaufs- oder Verkaufspreisen bewertet?

In der Bilanz zu Einkaufswerten, im Handelscontrolling oft zu Verkaufspreisen.

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