Wofür wie viel ausgeben?
Bei einem Gaming-PC entscheidet vor allem die Grafikkarte über die Bildrate. Wer an der falschen Stelle spart, etwa ein teures Mainboard und eine schwache Grafikkarte kauft, bekommt für sein Geld weniger Leistung im Spiel. Der Rechner verteilt das Budget deshalb nach Anteilen, die sich je nach Auflösung und Nutzung unterscheiden.
Je höher die Auflösung, desto stärker hängt die Leistung von der Grafikkarte ab. Für 4K erhält sie im Rechner fast die Hälfte des Budgets, für Full HD ein Drittel. In niedriger Auflösung und bei E-Sport-Titeln mit sehr hohen Bildraten wird dagegen der Prozessor wichtiger, weil er die vielen Bilder pro Sekunde vorbereiten muss.
Wer neben dem Spielen streamt, Videos schneidet oder mit vielen Programmen arbeitet, braucht mehr Prozessorkerne und mehr Arbeitsspeicher. Das Profil Gaming und Streaming verschiebt deshalb Geld von der Grafikkarte zu CPU und RAM. Netzteil, Gehäuse und Kühler erhalten in allen Profilen einen kleinen, aber festen Anteil.
Die Richtwerte an die Wirklichkeit anpassen
Die Anteile sind Richtwerte, keine festen Regeln. Komponenten werden in Preisstufen angeboten, und oft liegt das passende Modell etwas über oder unter dem errechneten Betrag. Verschieben Sie in diesem Fall Geld zwischen den Posten, aber möglichst nicht zulasten der Grafikkarte. Ein Mainboard muss vor allem die nötigen Anschlüsse bieten, kein Luxus-Chipsatz sein.
Beim Netzteil sollten Sie nicht sparen. Ein Markengerät mit ausreichender Leistung und guter Effizienz schützt die übrigen Bauteile und bleibt meist über mehrere PC-Generationen im Einsatz. Wie viel Watt Ihr System braucht, berechnet der Netzteil-Rechner aus CPU, Grafikkarte und weiteren Verbrauchern.
Viele Prozessoren werden mit einem Kühler ausgeliefert. Liegt einer bei, können Sie den Anteil für den CPU-Kühler der Grafikkarte zuschlagen. Ähnliches gilt, wenn Sie Gehäuse, SSD oder Netzteil aus einem alten PC weiterverwenden. Tragen Sie dann nur das Budget für die neuen Teile ein und verteilen Sie den Rest manuell.
Hardwarepreise schwanken stark, besonders bei Grafikkarten und Arbeitsspeicher. Prüfen Sie den aktuellen Stand, bevor Sie bestellen, und vergleichen Sie mit dem Grafikkarten-Preis-Leistungs-Rechner, welche Karte innerhalb Ihres Anteils die meisten Bilder pro Euro liefert.
Tipps und typische Fehler
Budget verteilen.
- Grafikkarte: Größter Posten.
- Netzteil: Nicht sparen.
- Kühler: Box nutzen.
- Preise: Stand prüfen.
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Häufige Fragen
Wie viel Prozent des Budgets sollte die Grafikkarte bekommen?
Je nach Auflösung etwa ein Drittel bis die Hälfte. Bei 4K mehr, bei Full HD und E-Sport weniger.
Muss Windows im Budget enthalten sein?
Tragen Sie Lizenz und Zubehör im zweiten Feld ein. Der Rechner zieht den Betrag vor der Aufteilung ab.
Lohnt es sich, beim Mainboard zu sparen?
Meist ja, solange es die nötigen Anschlüsse bietet und zum Prozessor passt. Teure Modelle bringen im Spiel kaum mehr Bilder.
Was tun, wenn das Budget nicht reicht?
Zuerst an Gehäuse und Mainboard sparen, die Grafikkarte möglichst unangetastet lassen.
Ist ein Fertig-PC günstiger?
Selten; Fertig-PCs sparen Zeit, sparen aber oft an Netzteil und Mainboard.
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