Was misst der fWHR?
Die Abkürzung fWHR steht für facial width-to-height ratio, auf Deutsch das Verhältnis von Gesichtsbreite zu Gesichtshöhe. Gemessen wird die Breite zwischen den Wangenknochen im Verhältnis zur Höhe vom Augenbrauenansatz bis zur Oberlippe. Ein höherer Wert bedeutet ein breiteres Gesicht.
In Studien lag der fWHR bei Erwachsenen meist zwischen 1,8 und 2,0, bei Männern im Durchschnitt etwas höher als bei Frauen. Forschende haben Zusammenhänge mit Verhalten untersucht, die Ergebnisse sind aber uneinheitlich und schwach. Der Wert taugt nicht dazu, Menschen zu beurteilen.
Der Gesichtsindex nach Martin und Saller ergibt sich aus der Gesichtshöhe geteilt durch die Jochbogenbreite mal 100. Er ordnet Gesichter in drei Typen ein: unter 84 breit (euryprosop), 84 bis 87,9 mittel (mesoprosop) und ab 88 schmal (leptoprosop).
So messen Sie richtig
Messen Sie am besten mit einer Schieblehre oder auf einem Foto, das frontal und mit neutralem Gesichtsausdruck aufgenommen wurde. Bei Fotos messen Sie in Pixeln und rechnen mit dem Verhältnis, denn der Maßstab kürzt sich heraus. Eine Kameralinse nah am Gesicht verzerrt die Proportionen, besser ist etwas Abstand.
Entspannen Sie das Gesicht und beißen Sie nicht die Zähne zusammen. Schon kleine Unterschiede im Gesichtsausdruck verändern die Obergesichtshöhe um einige Millimeter, und das bewegt den fWHR deutlich. Mehrere Messungen und ein Durchschnitt sind verlässlicher als eine einzelne.
Verstehen Sie die Zahl als Beschreibung der Gesichtsform, nicht als Urteil. Ob jemand attraktiv wirkt, hängt kaum an einem einzigen Verhältnis. Frisur, Brille, Bartstil und Pflege lassen sich beeinflussen, die Knochenstruktur nicht.
Zahlen beschreiben Proportionen, aber nicht den Wert eines Menschen. Attraktivität hängt von vielen Dingen ab, vor allem von Ausstrahlung, Pflege und Gesundheit.
Wer das Gesicht vermisst, um Frisur, Bart oder Brille passend zu wählen, hat von der Zahl am meisten. Ein schmales Gesicht wirkt mit mehr Volumen oben ausgewogener, ein breites mit etwas Länge. Ein guter Friseur erkennt das ohne Rechnung, die Zahlen helfen aber, die eigene Intuition zu überprüfen und gezielt nachzufragen.
Tipps und typische Fehler
Sauber messen.
- Frontal: Kamera auf Augenhöhe, etwas Abstand.
- Neutral: Gesicht entspannen.
- Mehrmals messen: Mittelwert nehmen.
- Einordnen: Form beschreiben, nicht bewerten.
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- fWHR
- Gesichtsverhältnis berechnen
- Gesichtsindex
- facial width to height ratio
- Gesichtsform bestimmen
- Gesicht vermessen
Häufige Fragen
Was ist ein normaler fWHR?
Bei Erwachsenen liegen die Werte in Studien meist zwischen 1,8 und 2,0.
Wie wird der Gesichtsindex berechnet?
Gesichtshöhe geteilt durch Jochbogenbreite mal 100. Unter 84 gilt als breit, ab 88 als schmal.
Sagt der fWHR etwas über Charakter aus?
Nein, die Zusammenhänge in Studien sind schwach und uneinheitlich. Er beschreibt nur die Gesichtsform.
Wie berechnet man den fWHR?
Jochbogenbreite geteilt durch Obergesichtshöhe.
Welche Gesichtstypen gibt es?
Nach dem Gesichtsindex breit, mittel und schmal.
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