Wie viel Wasser enthält der Körper?
Wasser ist der größte Bestandteil des menschlichen Körpers. Bei Erwachsenen macht es etwa 50 bis 60 Prozent des Körpergewichts aus, bei Säuglingen mehr, im Alter weniger. Muskeln enthalten viel Wasser, Fettgewebe dagegen wenig. Deshalb haben Menschen mit mehr Muskelmasse einen höheren Wasseranteil, und Frauen haben im Durchschnitt einen etwas niedrigeren Anteil als Männer.
Die Watson-Formel wurde 1980 aus Messungen an gesunden Erwachsenen abgeleitet und schätzt das Gesamtkörperwasser in Litern aus Größe und Gewicht, bei Männern zusätzlich aus dem Alter. Sie wird in der Medizin zum Beispiel bei der Dialyse verwendet, um das Verteilungsvolumen abzuschätzen, und ist eine der bekanntesten Formeln dieser Art.
Der Rechner gibt das Körperwasser in Litern und als Anteil am Körpergewicht aus. Etwa zwei Drittel davon befinden sich innerhalb der Zellen. Weil fettfreies Gewebe im Mittel zu etwa 73 Prozent aus Wasser besteht, leitet er daraus zusätzlich eine grobe Schätzung der fettfreien Masse und des Körperfettanteils ab.
Grenzen der Schätzung
Die Watson-Formel liefert Durchschnittswerte. Zwei Menschen mit gleichem Alter, gleicher Größe und gleichem Gewicht können sehr unterschiedliche Körperzusammensetzungen haben. Sehr muskulöse Menschen haben mehr Wasser, als die Formel angibt, Menschen mit hohem Fettanteil weniger. Bei starkem Übergewicht, im Alter und bei Kindern ist die Formel weniger genau. Die daraus abgeleiteten Werte für fettfreie Masse und Körperfett sind deshalb nur grobe Anhaltspunkte.
Genauer messen lässt sich das Körperwasser mit der bioelektrischen Impedanzanalyse, die viele Körperfettwaagen in vereinfachter Form nutzen. Deren Werte schwanken allerdings stark mit Tageszeit, Trinkmenge und Hautfeuchte. Messen Sie deshalb immer unter gleichen Bedingungen, etwa morgens nach dem Aufstehen. Im medizinischen Bereich werden Verdünnungsmethoden als Referenz eingesetzt.
Der Wasserhaushalt reagiert empfindlich auf Krankheiten. Bei Herz- oder Nierenschwäche, bei Ödemen, in der Schwangerschaft oder bei Einnahme entwässernder Medikamente gelten die Ergebnisse nicht. Plötzliche Gewichtsänderungen von mehreren Kilogramm innerhalb weniger Tage gehen meist auf Wasser zurück und sollten bei Vorerkrankungen ärztlich abgeklärt werden.
Das Ergebnis ist keine Diagnose und keine Empfehlung für eine Trinkmenge. Wie viel Sie täglich trinken sollten, schätzt der Trinkmenge-Rechner; bei Erkrankungen besprechen Sie die Flüssigkeitszufuhr mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Die fettfreie Masse nach anderen Formeln berechnet der Magermasse-Rechner, den Körperfettanteil aus Umfängen der Körperfett-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Werte richtig lesen.
- Schätzung: Keine Messung.
- Muskeln: Erhöhen den Anteil.
- Gleich messen: Morgens.
- Erkrankung: Ärztlich klären.
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Häufige Fragen
Wie hoch ist der Wasseranteil im Körper?
Bei Erwachsenen meist 50 bis 60 Prozent des Körpergewichts, bei Männern im Mittel etwas mehr als bei Frauen.
Wofür wird die Watson-Formel verwendet?
Unter anderem in der Dialyse, um das Verteilungsvolumen des Körperwassers abzuschätzen.
Warum haben Frauen weniger Körperwasser?
Weil sie im Durchschnitt mehr Fettgewebe und weniger Muskelmasse haben; Fettgewebe enthält wenig Wasser.
Wie viel Prozent Wasser hat ein Baby?
Neugeborene bestehen zu etwa 70 bis 75 Prozent aus Wasser, deutlich mehr als Erwachsene.
Zeigen Körperfettwaagen das Körperwasser richtig an?
Nur ungefähr; ihre Werte schwanken mit Tageszeit, Trinkmenge und Hautfeuchte.
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