Bauchfett als Risikofaktor
Wo das Fett im Körper sitzt, ist für die Gesundheit wichtiger als die reine Menge. Fett am Bauch, das so genannte viszerale Fett, umgibt die inneren Organe und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes stärker als Fett an Hüften und Oberschenkeln. Das Taille-Hüft-Verhältnis, englisch Waist-to-Hip Ratio, misst diese Fettverteilung.
Der Wert ergibt sich aus dem Taillenumfang geteilt durch den Hüftumfang. Die Weltgesundheitsorganisation sieht ein erhöhtes Risiko bei Männern ab 0,90 und bei Frauen ab 0,85. Zusätzlich berechnet der Rechner das Taille-Größe-Verhältnis, das Waist-to-Height Ratio. Es sollte unter 0,5 liegen, unabhängig von Alter und Geschlecht, nach dem Grundsatz, der Taillenumfang solle weniger als die halbe Körpergröße betragen.
Beide Maße sind ergänzend zum BMI nützlich, weil sie den Bauchumfang berücksichtigen. Zwei Menschen mit gleichem BMI können sehr unterschiedliche Gesundheitsrisiken haben, wenn das Fett unterschiedlich verteilt ist.
Messen und einordnen
Messen Sie morgens, nüchtern und mit entspanntem Bauch, ohne Kleidung über dem Maßband. Das Band sollte waagerecht und fest, aber nicht einschneidend anliegen. Notieren Sie die Werte in der Mitte der Ausatmung. Wiederholen Sie die Messung unter gleichen Bedingungen, um Veränderungen zu erkennen.
Ein hoher Wert ist kein Urteil, aber ein Anlass, den Lebensstil zu prüfen: Bewegung, Ernährung, Schlaf und Stress beeinflussen das Bauchfett. Bei auffälligen Werten oder weiteren Risikofaktoren wie Bluthochdruck sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Hausärzte messen oft zusätzlich Blutdruck, Blutzucker und Blutfette.
Die Grenzwerte gelten für Erwachsene. Für Kinder und Jugendliche gibt es Perzentilen, für ältere Menschen und Menschen mit bestimmten Erkrankungen abweichende Beurteilungen. Der Rechner ist eine Orientierung und ersetzt keine Diagnose.
Ergänzen Sie die Betrachtung mit dem Körperfett-Rechner und dem BMI-Rechner. Zusammen ergeben die Maße ein runderes Bild Ihrer Körperzusammensetzung.
Beachten Sie, dass das Verhältnis eine Orientierung ist und keine Diagnose. Bei auffälligen Werten oder Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Sinnvoll ist es, Taille und Hüfte stets nach demselben Verfahren zu messen, damit Veränderungen im Zeitverlauf vergleichbar bleiben und echte Fortschritte sichtbar werden.
Tipps und typische Fehler
Maße richtig nehmen.
- Taille: Auf Höhe des Bauchnabels.
- Hüfte: An der breitesten Stelle.
- Haltung: Entspannt ausatmen.
- Verlauf: Regelmäßig messen.
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Dieser Rechner hilft bei diesen und ähnlichen Fragen:
- Taille-Hüft-Verhältnis
- WHR berechnen
- Waist Hip Ratio
- Bauchumfang Risiko
- Waist to Height
- Körperfettverteilung
Häufige Fragen
Ab welchem WHR besteht ein Risiko?
Nach WHO ab 0,90 bei Männern und 0,85 bei Frauen.
Wie messe ich die Taille richtig?
An der schmalsten Stelle oder in der Mitte zwischen Rippenbogen und Beckenkamm, nach dem Ausatmen.
Was ist das Taille-Größe-Verhältnis?
Taillenumfang geteilt durch Körpergröße, es sollte unter 0,5 liegen.
Warum ist Bauchfett riskanter als Hüftfett?
Fett im Bauchraum ist stoffwechselaktiver und mit mehr Folgeerkrankungen verbunden.
Wie oft sollte man messen?
Etwa alle vier Wochen, stets morgens und unter gleichen Bedingungen.
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