Welchen Stundensatz brauche ich als Freelancer?
Wer vom Angestelltenjob in die Selbstständigkeit wechselt, unterschätzt oft den nötigen Stundensatz. Der Bruttostundenlohn als Angestellter ist kein guter Maßstab, denn als Freelancer tragen Sie Kosten, die bisher der Arbeitgeber übernommen hat: den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, bezahlten Urlaub, Lohnfortzahlung bei Krankheit, Arbeitsmittel und Büro.
Hinzu kommt, dass nicht jede Arbeitsstunde bezahlt wird. Akquise, Angebote, Buchhaltung, Weiterbildung und Leerlauf zwischen Projekten gehören zur Arbeit, lassen sich aber keinem Kunden in Rechnung stellen. Viele Freelancer rechnen nur 60 bis 80 Prozent ihrer Zeit ab. Der Rechner berücksichtigt das über den Anteil abrechenbarer Stunden.
Aus Gehalt, Zuschlag und Kosten ergibt sich der Jahresumsatz, den Sie brauchen. Geteilt durch die abrechenbaren Stunden ergibt sich der Stundensatz ohne Umsatzsteuer. Zum Vergleich zeigt der Rechner, um welchen Faktor er über Ihrem bisherigen Stundenlohn liegt. Faustregeln nennen oft einen Faktor von etwa zwei.
Was der Vergleich berücksichtigt und was nicht
Der Zuschlag steht für die Absicherung, die Sie als Selbstständige oder Selbstständiger selbst bezahlen. In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen freiwillig Versicherte den vollen Beitrag allein, die Altersvorsorge müssen Sie in vielen Berufen selbst organisieren. Wer sich gut absichern will, sollte einen höheren Zuschlag als 21 Prozent ansetzen. Die Beitragssätze ändern sich; prüfen Sie den aktuellen Stand.
Der Vergleich ist vereinfacht. Er nimmt an, dass das gleiche Brutto plus Arbeitgeberanteil zu einem ähnlichen Netto führt. Tatsächlich unterscheiden sich Steuer, Beiträge und Absetzmöglichkeiten im Einzelfall deutlich. Auch das Risiko von Auftragslücken und das fehlende Arbeitslosengeld sprechen für eine Reserve im Stundensatz.
Prüfen Sie den Stundensatz anschließend am Markt. Liegt er weit über dem, was Kunden in Ihrem Bereich zahlen, helfen eine höhere Auslastung, niedrigere Kosten oder eine Spezialisierung, mit der Sie höhere Preise durchsetzen können. Ein zu niedriger Satz rächt sich dagegen spätestens bei der ersten längeren Krankheit.
Die Umsatzsteuer kommt auf den Stundensatz hinzu, sofern Sie nicht die Kleinunternehmerregelung nutzen. Ausführlicher rechnet der Stundensatz-Rechner für Selbstständige, was nach Steuern bleibt, der Selbstständig-Netto-Rechner. Die Ergebnisse sind keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Tipps und typische Fehler
Freelance kalkulieren.
- Auslastung: Realistisch.
- Reserve: Für Lücken.
- Absicherung: Selbst zahlen.
- Markt: Sätze prüfen.
Weitere Rechner: Beruf & Arbeitszeit
Häufige Fragen
Wie viel muss ein Freelancer mehr verdienen als ein Angestellter?
Oft etwa das Doppelte des Angestellten-Stundenlohns, je nach Kosten und Auslastung.
Wie viele Stunden kann ein Freelancer abrechnen?
Häufig 1.000 bis 1.400 Stunden im Jahr.
Ist der Stundensatz netto oder brutto?
Netto, die Umsatzsteuer kommt bei Bedarf hinzu.
Was ist ein üblicher Tagessatz für Freelancer?
Je nach Branche oft 400 bis 1.000 Euro.
Brauche ich als Freelancer eine Rentenversicherung?
In einigen Berufen ist sie Pflicht, sonst sollten Sie privat vorsorgen.
- Freelancer oder angestellt
- Freelancer Stundensatz berechnen
- Stundensatz Selbstständigkeit Vergleich
- Angestellter vs Freelancer
- Tagessatz Freelancer
- wie viel muss ich als Freelancer verdienen
Rechtlicher Hinweis: Die Berechnungen sind keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind Ihr Arbeits- oder Tarifvertrag, die Gesetze und die Auskunft der zuständigen Stelle (zum Beispiel Arbeitsagentur, Krankenkasse oder Rentenversicherung).
Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.