Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Welche Effizienzklasse hat mein Haus?
Seit 2014 enthält jeder Energieausweis für Wohngebäude eine Effizienzklasse von A+ bis H. Sie macht den Energiekennwert auf einen Blick vergleichbar und muss auch in Immobilienanzeigen genannt werden. Grundlage ist der Endenergiekennwert in Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr, entweder aus dem gemessenen Verbrauch oder aus dem berechneten Bedarf.
Der Rechner ordnet den Kennwert der Skala aus Anlage 10 des Gebäudeenergiegesetzes zu. Ein Haus mit 120 Kilowattstunden je Quadratmeter liegt in Klasse D. Bei 140 Quadratmetern entspricht das rund 16.800 Kilowattstunden im Jahr und bei 12 Cent je Kilowattstunde etwa 2.016 Euro Energiekosten.
Zusätzlich sehen Sie, wo die Grenze zur nächstbesseren Klasse liegt. Im Beispiel müsste der Kennwert unter 100 sinken, also um gut 20 Kilowattstunden je Quadratmeter, um Klasse C zu erreichen.
Effizienzklasse richtig einordnen
Neubauten erreichen heute meist A oder A+. Unsanierte Häuser aus den 1960er- und 1970er-Jahren liegen häufig in den Klassen F bis H. Ein Wechsel um eine oder zwei Klassen ist mit Maßnahmen wie Dachdämmung, neuen Fenstern oder einer Wärmepumpe oft erreichbar. Welche Maßnahme wie viel bringt, ermittelt eine Energieberatung.
Achten Sie auf die Art des Ausweises. Ein Verbrauchsausweis beruht auf den tatsächlichen Verbräuchen der Bewohner der letzten drei Jahre und hängt stark vom Nutzerverhalten ab. Ein Bedarfsausweis berechnet den Energiebedarf aus Bauweise und Anlagentechnik und ist unabhängig von den Bewohnern. Beide nutzen dieselbe Farbskala.
Der Kennwert im Ausweis bezieht sich auf die Gebäudenutzfläche, die bei Einfamilienhäusern oft 20 bis 30 Prozent größer ist als die Wohnfläche. Rechnen Sie mit der Wohnfläche, fällt der geschätzte Jahresverbrauch entsprechend niedriger aus. Für eine genaue Kostenschätzung nehmen Sie die Fläche aus dem Ausweis.
Den Energiekennwert aus eigenen Verbrauchsdaten berechnet der Energiekennwert-Rechner, die Heizkosten der Heizkosten-Rechner. Die Klassengrenzen sind gesetzlich festgelegt und können sich mit künftigen Novellen ändern; Stand prüfen. Die Einordnung hier ersetzt keinen Energieausweis.
Ein Rechenbeispiel zur Wirkung einer Sanierung: Senkt eine Dachdämmung mit neuen Fenstern den Kennwert von 120 auf 95 Kilowattstunden je Quadratmeter, rutscht das Haus von Klasse D in Klasse C. Bei 140 Quadratmetern sinkt der Jahresbedarf um 3.500 Kilowattstunden, bei 12 Cent je Kilowattstunde sind das 420 Euro weniger Energiekosten im Jahr. Steigen die Energiepreise oder der CO2-Preis, wächst die Ersparnis entsprechend. Eine bessere Klasse kann zudem den Verkaufswert und die Vermietbarkeit verbessern.
Tipps und typische Fehler
Energieausweis lesen.
- Fläche: Nutzfläche beachten.
- Ausweisart: Prüfen.
- Sanierung: Klassensprung planen.
- Beratung: Energieberater fragen.
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Häufige Fragen
Welche Energieeffizienzklasse ist gut?
A+ bis B gelten als sehr effizient, C und D als durchschnittlich, ab F als schlecht.
Wo finde ich den Endenergiekennwert?
Im Energieausweis auf der Seite mit der Farbskala.
Gilt die Skala auch für Gewerbe?
Nein, die Klassen A+ bis H gelten für Wohngebäude.
Was ist der Unterschied zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis?
Der Verbrauchsausweis beruht auf gemessenem Verbrauch, der Bedarfsausweis auf einer Berechnung aus Bauweise und Technik.
Muss die Effizienzklasse in der Anzeige stehen?
Ja, bei Verkauf und Vermietung gehören Angaben aus dem Energieausweis in die Immobilienanzeige.
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