Wie viel spart ein Grad weniger?
Eine der einfachsten Möglichkeiten, Heizkosten zu senken, ist eine etwas niedrigere Raumtemperatur. Als Faustregel gilt: Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizenergie. Der Grund ist, dass der Wärmeverlust durch Wände, Fenster und Dach von der Differenz zwischen Innen- und Außentemperatur abhängt. Sinkt die Innentemperatur, sinkt auch der Verlust.
Der Rechner wendet diese Faustregel auf Ihre Heizkosten und Ihren Verbrauch an. Er zeigt die Ersparnis in Euro und Kilowattstunden pro Jahr, die verbleibenden Heizkosten und die Summe über zehn Jahre bei gleichbleibenden Preisen. Den Prozentwert je Grad können Sie anpassen, wenn Sie für Ihr Gebäude einen anderen Wert annehmen möchten.
Ein Haushalt mit 1.500 Euro Heizkosten, der die Temperatur von 22 auf 20 Grad senkt, spart nach der Faustregel 12 Prozent, also 180 Euro im Jahr. Bei 15.000 Kilowattstunden Verbrauch sind das 1.800 Kilowattstunden weniger.
Richtig Temperatur sparen
Die 6 Prozent sind ein Durchschnittswert. In schlecht gedämmten Gebäuden mit hohen Wärmeverlusten liegt die Einsparung je Grad eher höher, in sehr gut gedämmten Neubauten mit großem Anteil an Lüftungs- und Warmwasserwärme eher niedriger. Der Rechner gibt deshalb eine Größenordnung an, keine garantierte Ersparnis.
Als Orientierung für Raumtemperaturen gelten im Wohnzimmer etwa 20 Grad, in der Küche 18 bis 19, im Schlafzimmer 16 bis 18 und im Bad 22 bis 23 Grad. Auf Thermostatventilen entspricht Stufe 3 meist etwa 20 Grad, jede Stufe darüber oder darunter rund 3 bis 4 Grad. Nachts und bei Abwesenheit lohnt eine Absenkung um einige Grad.
Kühlen Sie Räume nicht zu stark aus. Unter etwa 16 Grad steigt die Gefahr von Kondenswasser an kalten Außenwänden und damit von Schimmel. Lüften Sie mehrmals täglich kurz mit weit geöffnetem Fenster statt dauerhaft gekippt, und halten Sie Türen zwischen warmen und kühlen Räumen geschlossen.
Warmwasser wird von der Raumtemperatur nicht beeinflusst. Wenn Ihre Heizkostenabrechnung Warmwasser enthält, ziehen Sie diesen Anteil vor der Rechnung ab, sonst wird die Ersparnis überschätzt. Weitere Hebel sind ein hydraulischer Abgleich, programmierbare Thermostate, gedämmte Heizungsrohre und eine passend eingestellte Heizkurve.
Tipps und typische Fehler
Wärme sparen.
- Thermostat: Stufe 3.
- Nachts: Absenken.
- Lüften: Stoßweise.
- Türen: Geschlossen halten.
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Häufige Fragen
Wie viel spart ein Grad weniger Raumtemperatur?
Nach der Faustregel etwa 6 Prozent der Heizenergie.
Welche Raumtemperatur ist empfehlenswert?
Im Wohnbereich etwa 20 Grad, im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad.
Ab wann droht Schimmel beim Sparen?
Wenn Räume dauerhaft unter etwa 16 Grad auskühlen und wenig gelüftet wird.
Lohnt sich Nachtabsenkung?
Meist ja, besonders in schlecht gedämmten Häusern.
Welche Stufe am Thermostat entspricht 20 Grad?
Bei den meisten Ventilen etwa Stufe 3.
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