Haushalt & Energie

Leistung und Kosten einer Infrarotheizung berechnen

Tragen Sie Raumfläche, Dämmstandard, Paneelleistung und die geschätzte Nutzung ein. Der Rechner zeigt die benötigte Leistung, die Zahl der Paneele und die jährlichen Stromkosten.

Raum, Paneele und Nutzung
Stunden, die die Heizung rechnerisch mit voller Leistung läuft.
Ergebnis

Wie viel Leistung braucht eine Infrarotheizung?

Infrarotheizungen geben Wärme überwiegend als Strahlung ab. Sie erwärmen zuerst Wände, Möbel und Personen, die die Wärme dann an die Raumluft weitergeben. Weil sie direkt mit Strom betrieben werden, entspricht ihre Heizleistung ihrer elektrischen Leistung. Die nötige Leistung hängt vor allem davon ab, wie viel Wärme der Raum über Wände, Fenster und Lüftung verliert.

Für eine erste Planung arbeitet der Rechner mit Faustwerten pro Quadratmeter, abgestuft nach dem Dämmstandard. Fläche mal Watt pro Quadratmeter ergibt die benötigte Heizleistung. Teilt man sie durch die Leistung eines Paneels und rundet auf, erhält man die Zahl der Geräte. Für Räume mit großen Fenstern, Außenwänden auf mehreren Seiten oder hohen Decken sollten Sie eher den nächsthöheren Wert wählen.

Wie viel Strom die Heizung verbraucht, hängt von der Nutzung ab. Der Rechner verwendet Volllaststunden: Ein Thermostat schaltet die Paneele über den Tag ein und aus, und die Volllaststunden geben an, wie lange sie rechnerisch mit voller Leistung laufen. Multipliziert mit der Zahl der Heiztage und dem Strompreis ergeben sich Verbrauch und Kosten pro Jahr.

Leistung=Fla¨che×W / m2; Paneele=LeistungPaneelleistung , aufgerundet; Verbrauch=Leistung×Volllaststunden×Heiztage\text{Leistung} = \text{Fläche} \times W\,/\,m^{2};\ \text{Paneele} = \frac{\text{Leistung}}{\text{Paneelleistung}}\,{,}\ \text{aufgerundet};\ \text{Verbrauch} = \text{Leistung} \times \text{Volllaststunden} \times \text{Heiztage}

Beispiel: Ein teilsanierter Raum mit 20 m² braucht bei 80 W/m² rund 1.600 Watt. Mit Paneelen zu 600 Watt sind drei Geräte nötig, zusammen 1.800 Watt. Bei fünf Volllaststunden an 180 Heiztagen verbraucht die Heizung 1,6 × 5 × 180 = 1.440 kWh. Bei 35 Cent pro kWh kostet das 504 Euro im Jahr, also 2,80 Euro pro Heiztag oder 25,20 Euro pro Quadratmeter.

Wann eine Infrarotheizung sinnvoll ist

Infrarotheizungen sind günstig in der Anschaffung, einfach zu montieren und brauchen keine Wartung. Ihr Nachteil sind die Betriebskosten: Jede Kilowattstunde Wärme kostet eine Kilowattstunde Strom. Eine Wärmepumpe erzeugt aus derselben Strommenge ein Mehrfaches an Wärme, und auch eine Gasheizung liefert Wärme meist günstiger. Als Hauptheizung für ein ganzes Haus lohnt sich Infrarot deshalb vor allem in sehr gut gedämmten Gebäuden mit geringem Wärmebedarf.

Sinnvoll eingesetzt wird sie oft als Ergänzung: im Bad für kurze Zeit am Morgen, im Arbeitszimmer, das nur einige Stunden genutzt wird, oder im Wintergarten. Hier zählt, dass die Strahlungswärme schnell spürbar ist und der Rest des Hauses nicht mitgeheizt werden muss. Mit einem guten Raumthermostat und einer Zeitschaltung lassen sich die Laufzeiten begrenzen.

Die Paneele sollten so hängen, dass sie die Flächen bestrahlen, an denen Sie sich aufhalten, etwa an der Decke oder an der Wand gegenüber dem Sitzplatz. Möbel direkt vor dem Paneel verringern die Wirkung. Eine Infrarotheizung ersetzt außerdem keinen Schutz gegen Feuchtigkeit: Kalte Außenwände bleiben weiterhin kritisch, wenn sie nicht erreicht werden.

Die Faustwerte ersetzen keine Heizlastberechnung. Für eine genauere Auslegung nutzen Sie den Raumheizlast-Rechner. Kosten im Vergleich zu anderen Heizsystemen zeigt der Heizkostenvergleich-Rechner, und für kurze Einsätze mit mobilen Geräten gibt es den Heizlüfter-Kosten-Rechner. Prüfen Sie vor der Installation, ob Ihr Stromkreis die zusätzliche Last tragen kann.

Tipps und typische Fehler

Infrarot gezielt einsetzen.

  • Thermostat: Pflicht.
  • Montage: Aufenthaltsbereich.
  • Ergänzung: Statt Hauptheizung.
  • Dämmung: Senkt Kosten.

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Häufige Fragen

Wie viel Watt Infrarotheizung pro m²?

Als Faustwert etwa 60 W im Neubau, 80 W teilsaniert und 100 W oder mehr im unsanierten Altbau.

Ist eine Infrarotheizung teuer im Betrieb?

Ja, im Vergleich zu Wärmepumpe oder Gas meist, weil jede kWh Wärme eine kWh Strom kostet.

Wo hängt man eine Infrarotheizung am besten auf?

An Decke oder Wand so, dass sie die Aufenthaltsbereiche direkt bestrahlt.

Brauchen Infrarotheizungen einen eigenen Stromkreis?

Bei mehreren Paneelen oft sinnvoll; eine Elektrofachkraft prüft, ob die Absicherung ausreicht.

Sind Infrarotheizungen gesund?

Sie erzeugen Wärmestrahlung wie ein Kachelofen; wichtig ist eine passende Montage ohne zu große Nähe zum Körper.

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