Was die Brutto-Grundfläche angibt
Die Brutto-Grundfläche, kurz BGF, ist die Summe der Grundflächen aller Geschosse eines Gebäudes. Gemessen wird nach DIN 277 an den äußeren Maßen der Bauteile, also einschließlich der Außenwände und deren Bekleidung. Sie ist die wichtigste Bezugsgröße für Baukosten, Bauanträge in manchen Bundesländern und Wertermittlungen im Sachwertverfahren.
Der Rechner multipliziert die Außenmaße eines rechteckigen Grundrisses mit der Zahl der Vollgeschosse und addiert Keller und ein zusätzliches Dachgeschoss. Daraus schätzt er den Brutto-Rauminhalt mit der durchschnittlichen Geschosshöhe. Zusätzlich zeigt er eine grobe Näherung der Netto-Raumfläche und, wenn Sie einen Kostenkennwert eingeben, die Baukosten.
Für ein Haus mit 12 mal 10 Metern Außenmaß, zwei Vollgeschossen und einem Keller gleicher Größe ergeben sich 360 Quadratmeter BGF. Davon liegen 240 Quadratmeter oberirdisch. Bei einer Geschosshöhe von drei Metern beträgt der Rauminhalt rund 1.080 Kubikmeter.
BGF, Wohnfläche und Baukosten
Die BGF ist deutlich größer als die Wohnfläche. Sie enthält Wände, Treppen, Technikräume und Keller. Bei Wohnhäusern liegt die Wohnfläche oft nur bei 60 bis 80 Prozent der oberirdischen BGF. Die Wohnfläche wird nach der Wohnflächenverordnung berechnet, mit eigenen Regeln für Dachschrägen und Balkone; dafür gibt es den Wohnflächen-Rechner.
Die aktuelle DIN 277 unterscheidet zwischen dem Regelfall für allseitig umschlossene und überdeckte Räume und dem Sonderfall, etwa für Balkone, Loggien oder offene Durchgänge. Diese Flächen werden getrennt ausgewiesen. Der Rechner betrachtet nur den Regelfall eines rechteckigen Baukörpers; bei Erkern, Versprüngen und Anbauten addieren Sie die Teilflächen.
Kostenkennwerte je Quadratmeter BGF stammen zum Beispiel aus Baukostendatenbanken und hängen stark von Gebäudeart, Standard und Region ab. Für Einfamilienhäuser liegen Bauwerkskosten je nach Ausstattung häufig grob zwischen 2.000 und 3.000 Euro und darüber. Grundstück, Erschließung, Außenanlagen und Baunebenkosten kommen hinzu.
Alle Ergebnisse sind Näherungen für eine erste Einschätzung. Für Bauantrag, Kostenberechnung und Wertgutachten gilt die Flächenberechnung von Architektin, Architekt oder Sachverständigen. Wie viel Fläche auf einem Grundstück zulässig ist, zeigt der GRZ-GFZ-Rechner, die gesamten Baukosten schätzt der Baukosten-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Flächen richtig ansetzen.
- Außenmaß: Mit Bekleidung.
- Teilflächen: Addieren.
- Balkon: Getrennt ausweisen.
- Kosten: Nur Näherung.
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Häufige Fragen
Was zählt zur Brutto-Grundfläche?
Die Grundflächen aller Geschosse, gemessen an den Außenmaßen.
Ist die BGF gleich der Wohnfläche?
Nein, die Wohnfläche ist meist deutlich kleiner.
Wofür braucht man die BGF?
Für Baukostenschätzungen, Wertermittlung und Flächenvergleiche.
Zählt der Keller zur BGF?
Ja, alle Geschosse einschließlich Keller zählen.
Was ist die Netto-Raumfläche?
Die BGF abzüglich der Konstruktions-Grundfläche von Wänden und Stützen.
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