Wie viel Zucker brauchen die Völker?
Nach der letzten Honigernte im Sommer füttern Imkerinnen und Imker ihre Völker für den Winter auf. Je nach Region, Beute und Volksstärke werden meist 15 bis 20 kg Wintervorrat empfohlen. Was nach der Ernte noch in den Waben steht, wird abgezogen. Den Rest ergänzt man mit Zuckerlösung, Sirup aus dem Fachhandel oder Futterteig.
Die Bienen lagern das Futter nicht als Sirup ein, sondern dicken es auf rund 80 Prozent Zucker ein. Aus einem Kilogramm Zucker wird deshalb etwa 1,25 kg eingelagerter Vorrat. Der Rechner teilt den fehlenden Vorrat durch diesen Faktor, den Sie anpassen können, wenn Sie mit anderen Erfahrungswerten arbeiten.
Aus der Zuckermenge ergibt sich mit dem gewählten Verhältnis die Wassermenge. Das Verhältnis gilt in Gewichtsteilen: 3:2 heißt drei Kilogramm Zucker auf zwei Kilogramm, also zwei Liter, Wasser. Der Rechner nennt außerdem das Volumen, damit Sie Eimer und Futtergefäße planen können.
Sirup ansetzen und füttern
Verwenden Sie handelsüblichen weißen Haushaltszucker, also Saccharose. Brauner Zucker, Puderzucker mit Trennmittel oder Honig fremder Herkunft sind für die Winterfütterung ungeeignet; fremder Honig kann Krankheiten wie die Amerikanische Faulbrut übertragen. Lösen Sie den Zucker in warmem, nicht kochendem Wasser vollständig auf.
Die Lösung 1:1 ist dünnflüssig und regt das Volk zum Brüten an. Sie eignet sich für Ableger und Reizfütterung. Für den Wintervorrat ist 3:2 üblich, weil die Bienen weniger Wasser verdunsten müssen. Fertigsirupe aus Saccharose, Glukose und Fruktose haben meist rund 72 Prozent Zuckergehalt; dann ändert sich die Rechnung.
Den vorhandenen Vorrat schätzen Sie über die Waben: Eine voll verdeckelte Zanderwabe enthält grob 2 bis 2,5 kg Futter. Genauer ist das Wiegen der Beute vor und nach dem Füttern. Füttern Sie abends und ohne Kleckern, damit keine Räuberei entsteht.
Die Fütterung sollte abgeschlossen sein, bevor die Bienen im Herbst nicht mehr fliegen. Für Ihre Honigernte hilft der Honigertrag-Rechner, für die Gesundheit der Völker der Varroa-Befallsrate-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Völker gut einfüttern.
- Zucker: Weißer Haushaltszucker.
- Abends: Gegen Räuberei.
- Wiegen: Vorrat kontrollieren.
- Früh: Vor dem Herbst fertig.
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Häufige Fragen
Wie mische ich Zuckerwasser 3:2 für Bienen?
Drei Gewichtsteile Zucker auf zwei Teile Wasser, zum Beispiel 3 kg Zucker und 2 Liter Wasser.
Wie viel Wintervorrat braucht ein Bienenvolk?
Meist werden 15 bis 20 kg empfohlen, je nach Region und Beute.
Wann verwendet man Zuckerlösung 1:1?
Für Ableger und als Reizfütterung, weil sie den Brutbetrieb anregt.
Wann beginnt die Winterfütterung?
Meist direkt nach der letzten Honigernte und der ersten Varroabehandlung im Spätsommer.
Darf ich Rohrzucker füttern?
Besser nicht; weißer Kristallzucker ist für Bienen am verträglichsten.
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Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Düngeverordnung, Förder- und Tierhaltungsrecht, Wasserrecht und regionale Vorgaben haben Vorrang; verbindliche Berechnungen und Anträge erstellen Sie mit den amtlichen Verfahren und Ihrer Beratung.
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