Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Varroa-Befall messen statt schätzen
Die Varroamilbe ist der wichtigste Schädling der Honigbiene. Ein Volk mit hohem Befall bricht oft im Herbst oder Winter zusammen. Deshalb empfehlen die Bieneninstitute, den Befall regelmäßig zu messen und nicht nach Kalender, sondern nach Befallsgrad zu behandeln. Der Rechner unterstützt die beiden gängigen Messverfahren.
Bei der Bienenprobe werden rund 50 g Bienen, etwa 500 Tiere, von einer Brutwabe abgestreift. In Puderzucker geschüttelt oder in Wasser mit Spülmittel ausgewaschen, fallen die Milben ab und lassen sich zählen. Die Befallsrate ist die Zahl der Milben je 100 Bienen, also ein Prozentwert.
Beim natürlichen Milbenfall liegt eine Gitterwindel unter dem Volk. Nach einigen Tagen zählt man die heruntergefallenen Milben und teilt durch die Zahl der Tage. Mit einem jahreszeitabhängigen Faktor lässt sich daraus die Milbenzahl im Volk grob hochrechnen.
Schadschwellen und Grenzen der Messung
Die Schadschwellen ändern sich mit der Jahreszeit, weil die Milbenzahl im Sommer stark wächst und die Volksstärke im Spätsommer sinkt. Viele Bieneninstitute nennen für die Bienenprobe im Juli und August etwa 3 Prozent als Grenze, ab der zügig behandelt werden sollte. Für den natürlichen Milbenfall gelten je nach Monat Werte von wenigen bis über zehn Milben je Tag. Tragen Sie die Schwellen Ihres Bieneninstituts ein; Stand prüfen.
Die Bienenprobe erfasst nur die Milben auf erwachsenen Bienen. Während der Brutzeit sitzt ein großer Teil der Milben in den verdeckelten Zellen. Der tatsächliche Gesamtbefall ist dann deutlich höher, häufig etwa doppelt so hoch. Die Schadschwellen sind bereits auf diese Messweise abgestimmt.
Der Umrechnungsfaktor für den Milbenfall ist eine grobe Faustzahl. Er schwankt mit Brutumfang, Jahreszeit und Volksstärke erheblich. Werten Sie den Milbenfall deshalb vor allem als Trend: Steigt er von Woche zu Woche, ist Handeln nötig, auch wenn die Schwelle noch nicht erreicht ist.
Behandlungsmittel, Zulassungen und Wartezeiten regelt das Tierarzneimittelrecht; Bienen gelten als Lebensmittel liefernde Tiere. Lassen Sie sich bei Fragen vom Bienengesundheitsdienst oder einer Tierärztin oder einem Tierarzt beraten. Für die Futtermengen im Herbst hilft der Bienen-Futtersirup-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Varroa im Griff.
- Messen: Regelmäßig kontrollieren.
- Brutwabe: Bienen dort abnehmen.
- Trend: Verlauf beobachten.
- Beratung: Bienengesundheitsdienst.
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Häufige Fragen
Ab wann muss ich gegen Varroa behandeln?
Wenn die Schadschwelle Ihres Bieneninstituts erreicht ist, im Sommer oft ab etwa 3 Prozent Befall.
Wie viele Bienen sind in 50 Gramm?
Rund 500 Bienen, da eine Arbeiterin etwa 0,1 g wiegt.
Ist die Puderzuckermethode schonend?
Ja, die Bienen überleben die Probe in der Regel und kommen ins Volk zurück.
Wie oft sollte ich den Varroabefall messen?
Von Frühjahr bis Herbst etwa monatlich, nach jeder Behandlung zur Erfolgskontrolle.
Was ist eine Gitterwindel?
Eine Schublade unter dem Gitterboden, auf der herabfallende Milben gezählt werden.
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- Puderzuckermethode Varroa
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- Varroa Befall Prozent
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