Vom Ei bis zur fertigen Biene
Alle drei Wesen eines Bienenvolkes beginnen als Ei, das die Königin in eine Zelle legt. Nach drei Tagen schlüpft die Larve. Was danach geschieht, hängt von Zelle und Futter ab: Die künftige Königin erhält in der großen Weiselzelle reichlich Gelée royale und entwickelt sich am schnellsten. Arbeiterinnen und Drohnen brauchen länger.
Für die Praxis sind vor allem zwei Termine wichtig, die Verdeckelung und der Schlupf. Mit der Verdeckelung beginnt die Puppenruhe. Kurz vorher dringen Varroamilben in die Zelle ein und vermehren sich darin geschützt. Mit dem Schlupf verlassen junge Bienen und neue Milben die Zelle.
Der Rechner zählt vom Tag der Eiablage aus. Er gibt die Daten für das gewählte Wesen aus und ergänzt bei der Königin die Zeit der Hochzeitsflüge und den Beginn der Eiablage. Für weisellose Ableger zeigt er das brutfreie Fenster, in dem sich die Milben nicht in verdeckelter Brut verstecken können.
Den Kalender für Ableger und Behandlung nutzen
Am häufigsten gebraucht wird der Kalender bei der Ablegerbildung. Neun Tage nach der Bildung sind alle Weiselzellen verdeckelt; bis dahin können noch Nachschaffungszellen angelegt werden. Wer Zellen ausbrechen oder auf eine Zelle reduzieren will, wartet diesen Termin ab. Ab Tag 16 sollte man den Ableger nicht mehr stören, weil die Königin schlüpft und bald ausfliegt.
Für die Varroa-Behandlung ist die Brutfreiheit entscheidend. Ein Ableger ohne Königin ist frei von verdeckelter Arbeiterinnenbrut, sobald die letzte Brut aus den Eiern des Bildungstags geschlüpft ist, also nach 21 Tagen. Die junge Königin legt meist erst einige Tage später. In dieser Lücke erreichen Behandlungsmittel, die nur auf aufsitzende Milben wirken, nahezu alle Milben. Welche Mittel zugelassen sind und wie sie angewendet werden, sagt der Bienengesundheitsdienst oder der Tierarzt.
Drohnenbrut braucht am längsten und ist bei der Varroa besonders beliebt. Wer Drohnenrahmen schneidet, muss sie vor dem Schlupf am 24. Tag ausschneiden, besser einige Tage vorher, damit keine Milben entkommen. Der Rechner zeigt für Drohnen das Datum, ab dem die Zellen verdeckelt sind und geschnitten werden können.
Die Zeiten sind Mittelwerte bei normaler Bruttemperatur von etwa 35 Grad. In schwachen Völkern oder bei kühler Witterung kann sich die Entwicklung um ein bis zwei Tage verlängern, eine Königin schlüpft manchmal schon am 15. Tag. Planen Sie Eingriffe deshalb mit einem Tag Reserve. Den Milbenbefall schätzen Sie mit dem Varroa-Befallsrate-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Brut planen.
- Tag 9: Zellen prüfen.
- Tag 16: Ruhe lassen.
- Tag 21: Brutfrei behandeln.
- Reserve: Einen Tag einplanen.
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Häufige Fragen
Wie lange dauert die Entwicklung einer Arbeiterin?
21 Tage vom Ei bis zum Schlupf, davon 12 Tage verdeckelt.
Wann ist ein Ableger brutfrei?
Etwa 21 bis 22 Tage nach der Bildung, bis die junge Königin selbst legt.
Wann schlüpft eine Königin?
Etwa 16 Tage nach der Eiablage, sieben bis acht Tage nach der Verdeckelung.
Wann sollte ich Weiselzellen kontrollieren?
Etwa neun Tage nach der Ablegerbildung, wenn alle Zellen verdeckelt sind.
Wann legt eine junge Königin?
Meist zehn bis vierzehn Tage nach dem Schlupf, je nach Wetter für die Hochzeitsflüge.
- Brutzyklus Biene berechnen
- Entwicklungszeit Arbeiterin
- Königin schlüpft nach Tagen
- Drohnenbrut Entwicklung
- Ableger brutfrei Termin
- Weiselzelle verdeckelt
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