Beruf & Arbeitszeit

Betriebsrente Entgeltumwandlung: Was kostet sie netto?

Geben Sie Bruttogehalt und Umwandlungsbetrag ein. Der Rechner zeigt, was Sie netto weniger haben und was in Ihren Vertrag fließt.

Ihre Entgeltumwandlung
Steuersatz auf den letzten verdienten Euro. Für 3.500 Euro Brutto etwa 25 bis 30 Prozent.
2026 etwa 21 Prozent: Rente 9,3, Arbeitslosen 1,3, Kranken inkl. Zusatzbeitrag rund 8,75, Pflege ab 1,8.
Gesetzlich mindestens 15 Prozent des umgewandelten Betrags, soweit der Arbeitgeber Sozialabgaben spart.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.

Wie die Entgeltumwandlung funktioniert

Bei der Entgeltumwandlung verzichten Sie auf einen Teil Ihres Bruttogehalts, den der Arbeitgeber in eine Betriebsrente einzahlt. Weil das Gehalt sinkt, sinken Steuer und Sozialabgaben. Netto geht also weniger vom Konto ab, als in den Vertrag fließt.

2026 bleiben bis zu 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung steuerfrei, das sind 676 Euro im Monat. Von Sozialabgaben befreit sind bis zu 4 Prozent, also 338 Euro im Monat. Spart der Arbeitgeber dabei Sozialabgaben, muss er laut Betriebsrentengesetz mindestens 15 Prozent des umgewandelten Betrags dazugeben.

Der Rechner setzt Steuersatz und Sozialabgaben an, die Sie angeben, und zeigt Nettokosten, Zuschuss und die Förderquote, also den Anteil der Einzahlung, den Staat und Arbeitgeber tragen.

Nettokosten=Umwandlung−Umwandlung×Grenzsteuersatz−min (Umwandlung; 338 €)×Sozialabgabensatz\text{Nettokosten} = \text{Umwandlung} - \text{Umwandlung} \times \text{Grenzsteuersatz} - \text{min}\,\left(\text{Umwandlung};\ 338\,€\right) \times \text{Sozialabgabensatz}Einzahlung=Umwandlung+Arbeitgeberzuschuss\text{Einzahlung} = \text{Umwandlung} + \text{Arbeitgeberzuschuss}

Beispiel: Bei 200 € Umwandlung und 30 % Grenzsteuersatz sparen Sie 60 € Steuer und bei 21,15 % Sozialabgaben 42,30 €. Netto kostet die Umwandlung 97,70 €. Mit 30 € Arbeitgeberzuschuss fließen 230 € in den Vertrag, die Förderquote beträgt 57,5 %.

Nachteile, die Sie kennen sollten

Weniger Sozialabgaben bedeuten auch geringere Rentenansprüche in der gesetzlichen Rentenversicherung und etwas weniger Arbeitslosen- oder Krankengeld im Ernstfall. Die Betriebsrente später ist voll steuerpflichtig und unterliegt in der Krankenversicherung und Pflegeversicherung dem vollen Beitragssatz, über einem Freibetrag.

Bei kleinem Einkommen oder kurzer Betriebszugehörigkeit lohnt sich die Entgeltumwandlung oft weniger. Prüfen Sie außerdem, ob der Anbieter hohe Abschluss- und Verwaltungskosten verlangt und wie sich der Vertrag bei Arbeitgeberwechsel verhält. Die Unverfallbarkeit regelt das Betriebsrentengesetz.

Der Rechner betrachtet nur die Einzahlphase. Ob sich die Betriebsrente rechnet, hängt von der Rendite, den Kosten und Ihrer späteren Lebensdauer ab. Er ersetzt keine Beratung durch Arbeitgeber, Versicherer oder unabhängige Stellen.

Fragen Sie Ihren Arbeitgeber außerdem nach dem Durchführungsweg, zum Beispiel Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds, und nach den Kosten. Manche Arbeitgeber bieten einen höheren Zuschuss als die gesetzlichen 15 Prozent oder zahlen zusätzlich eigene Beiträge. Auch Entgeltumwandlung im Rahmen eines Tarifvertrags kann günstigere Bedingungen bringen als ein frei gewählter Vertrag.

Prüfen Sie zuletzt, ob Sie die Umwandlung später ändern oder aussetzen können. Viele Arbeitgeber erlauben Anpassungen nur zum Jahresanfang.

Tipps und typische Fehler

Bei der Betriebsrente beachten.

  • Zuschuss: 15 Prozent sind gesetzlich Pflicht.
  • Nachteil: Gesetzliche Rente wächst etwas weniger.
  • Wechsel: Mitnahme zum neuen Arbeitgeber klären.
  • Auszahlung: Später voll steuer- und beitragspflichtig.

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Häufige Fragen

Wie viel darf ich steuerfrei umwandeln?

2026 bis zu 676 Euro im Monat, das sind 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung von 8.450 Euro.

Muss der Arbeitgeber etwas zuschießen?

Ja, mindestens 15 Prozent des umgewandelten Betrags, soweit er dadurch Sozialabgaben spart.

Ist die Betriebsrente später steuerpflichtig?

Ja, die Auszahlung ist voll steuerpflichtig und unterliegt Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Wie hoch ist der steuerfreie Betrag 2026?

8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze, das sind 676 Euro im Monat.

Muss ich die Betriebsrente später versteuern?

Ja, sie ist voll steuerpflichtig.

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