Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
So funktioniert die Diskontierung eines Wechsels
Ein Wechsel ist ein Wertpapier, in dem sich der Bezogene verpflichtet, an einem bestimmten Tag einen festen Betrag zu zahlen. Wer den Wechsel vor diesem Tag verkauft, etwa an eine Bank oder einen Factoring-Partner, erhält nicht die volle Summe, sondern einen um Zinsen verminderten Betrag. Diesen Abzug nennt man Diskont, den Vorgang Diskontierung.
Anders als beim normalen Kredit wird der Zins beim Wechsel vom Endbetrag berechnet und vorab abgezogen. Der Diskont ergibt sich aus Wechselsumme, Diskontsatz und der Zahl der Tage bis zur Fälligkeit. Im kaufmännischen Verkehr wird das Jahr meist mit 360 Tagen angesetzt, der Rechner erlaubt zur Kontrolle auch 365 Tage.
Weil der Ankäufer seine Zinsen vom höheren Endbetrag rechnet, Sie aber nur den kleineren Barwert erhalten, liegt der tatsächliche Zins für Sie über dem Diskontsatz. Der Rechner weist deshalb zusätzlich den effektiven Jahreszins aus, einmal ohne und einmal mit den Spesen, die viele Ankäufer zusätzlich berechnen.
Wechsel heute und Ergebnis nutzen
Im Inlandsgeschäft hat der Wechsel stark an Bedeutung verloren. Die Deutsche Bundesbank kauft seit Beginn der Währungsunion keine Handelswechsel mehr im Rediskont an, ein offizieller Diskontsatz der Bundesbank existiert in der früheren Form nicht mehr. Im Außenhandel, bei Lieferantenfinanzierungen und in der kaufmännischen Ausbildung spielt die Wechselrechnung aber weiter eine Rolle.
Die Differenz zwischen Diskontsatz und effektivem Zins wächst mit der Laufzeit und der Höhe des Satzes. Bei kurzen Laufzeiten und niedrigen Sätzen ist sie gering, bei längeren Laufzeiten lohnt der Vergleich mit einem Kontokorrentkredit oder dem Skonto, das ein Lieferant bei sofortiger Zahlung gewährt.
Fixe Spesen wirken sich bei kleinen Wechselsummen und kurzen Laufzeiten besonders stark aus, weil sie auf wenige Tage umgerechnet werden. Prüfen Sie deshalb die vollständige Abrechnung des Ankäufers und tragen Sie alle Nebenkosten ein. Ist der Bezogene bei Fälligkeit zahlungsunfähig, kann der Ankäufer in aller Regel auf Sie als Einreicher zurückgreifen.
Der Rechner dient der Kalkulation und ersetzt keine Finanz- oder Rechtsberatung. Die konkreten Konditionen ergeben sich aus der Vereinbarung mit dem Ankäufer, Sätze und Gebühren sollten Sie dort aktuell erfragen.
Tipps und typische Fehler
Kosten vergleichen.
- Spesen: Immer einrechnen.
- Basis: 360 oder 365 klären.
- Vergleich: Skonto gegenrechnen.
- Rückgriff: Risiko bedenken.
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Häufige Fragen
Was ist ein Wechseldiskont?
Der Zinsabzug, den der Ankäufer eines Wechsels für die Zeit bis zur Fälligkeit von der Wechselsumme einbehält.
Warum ist der effektive Zins höher als der Diskontsatz?
Weil der Zins vom Endbetrag berechnet wird, Sie aber nur den kleineren Barwert erhalten.
Mit wie vielen Tagen wird beim Wechsel gerechnet?
Kaufmännisch meist mit 360 Tagen im Jahr und den tatsächlichen Resttagen bis zur Fälligkeit.
Was ist ein gezogener Wechsel?
Eine Zahlungsanweisung des Ausstellers an den Bezogenen, an einem bestimmten Tag eine Summe zu zahlen.
Was ist der Unterschied zwischen Diskont und Zins?
Der Diskont wird vom Endbetrag vorab abgezogen, der Zins auf das überlassene Kapital berechnet.
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