Beruf & Arbeitszeit

Umlagen U1, U2 und Insolvenzgeldumlage berechnen

Geben Sie Bruttolohn, Zahl der Beschäftigten und die Umlagesätze Ihrer Krankenkasse ein. Der Rechner zeigt die jährlichen Umlagen und stellt ihnen die Erstattung gegenüber.

Lohn, Sätze und Erstattungen
2026: 8.450 Euro im Monat (Stand prüfen).
Laut Satzung Ihrer Krankenkasse, je nach gewähltem Erstattungssatz (Stand prüfen).
Laut Satzung Ihrer Krankenkasse (Stand prüfen).
Gesetzlich festgelegt, 2026 voraussichtlich 0,15 % (Stand prüfen).
Häufig wählbar zwischen etwa 40 und 80 %.
Zuschuss zum Mutterschaftsgeld und Mutterschutzlohn, U2 erstattet sie voll.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.

Was die drei Umlagen abdecken

Neben den Sozialversicherungsbeiträgen zahlen Arbeitgeber drei Umlagen, die allein sie tragen. Die U1 gleicht die Kosten der Entgeltfortzahlung bei Krankheit aus, die U2 die Aufwendungen bei Mutterschaft, die Insolvenzgeldumlage finanziert das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit. Abgeführt werden alle drei mit dem Beitragsnachweis an die Krankenkasse der jeweiligen Beschäftigten.

Die U1 betrifft nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz nur Betriebe mit in der Regel nicht mehr als 30 Beschäftigten. Für sie ist die Umlage eine Art Pflichtversicherung: Wird jemand krank, erstattet die Kasse einen Teil des fortgezahlten Lohns. Die U2 zahlen dagegen fast alle Arbeitgeber, unabhängig von der Betriebsgröße, und erhalten Mutterschaftsaufwendungen vollständig zurück.

Der Rechner ermittelt die Bemessungsgrundlage, rechnet die drei Umlagen aufs Jahr hoch und zieht die erwarteten Erstattungen ab. Am Saldo sehen Sie, ob sich ein höherer Erstattungssatz in der U1 lohnen würde oder ob die Umlage für Ihren Betrieb eher ein Kostenblock ist.

Umlage=min (Bruttoentgelt , BBG RV)×12×Bescha¨ftigte×Umlagesatz; Saldo=U 1+U 2+Insolvenzgeldumlage−Erstattungen\text{Umlage} = \text{min}\,\left(\text{Bruttoentgelt}\,{,}\ \text{BBG RV}\right) \times 12 \times \text{Beschäftigte} \times \text{Umlagesatz};\ \text{Saldo} = U\,1 + U\,2 + \text{Insolvenzgeldumlage} - \text{Erstattungen}

Beispiel: Fünf Beschäftigte mit je 3.500 Euro, U1 1,6 Prozent, U2 0,44 Prozent, Insolvenzgeldumlage 0,15 Prozent: Grundlage 210.000 Euro im Jahr. U1 3.360 Euro, U2 924 Euro, Insolvenzgeldumlage 315 Euro, zusammen 4.599 Euro oder 383,25 Euro im Monat. Bei 4.000 Euro Entgeltfortzahlung und 70 Prozent Erstattung kommen 2.800 Euro zurück, der Saldo beträgt 1.799 Euro.

Sätze, Grenzen und Erstattung richtig einsetzen

Die Umlagesätze sind nicht einheitlich. Jede Krankenkasse legt sie in ihrer Satzung fest, für die U1 oft in mehreren Stufen: Wer einen höheren Erstattungssatz wählt, zahlt einen höheren Umlagesatz. Die Werte im Rechner sind Beispiele. Tragen Sie die aktuellen Sätze der Kasse ein, bei der Ihre Beschäftigten versichert sind, und prüfen Sie den Stand zu Jahresbeginn.

Bemessen werden alle Umlagen vom Entgelt, aus dem Rentenversicherungsbeiträge zu zahlen sind, höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung. Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld zählen für die Insolvenzgeldumlage mit, für U1 und U2 dagegen nicht. Bei Minijobs ist die Minijob-Zentrale der Knappschaft-Bahn-See zuständig, und auch für Auszubildende fallen die Umlagen an.

Die Erstattung beantragen Sie elektronisch bei der Krankenkasse der erkrankten Person. Erstattet wird ein Prozentsatz des fortgezahlten Bruttoentgelts für bis zu sechs Wochen; manche Kassen beziehen auch Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung ein. Bei Mutterschaft erstattet die U2 den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld und den Mutterschutzlohn in voller Höhe, einschließlich der darauf entfallenden Arbeitgeberbeiträge.

Bei einem negativen Saldo haben Sie mehr erstattet bekommen als gezahlt, was in Jahren mit langen Krankheitsfällen vorkommt. Die Berechnung ist eine Planungshilfe und ersetzt nicht die Prüfung durch Lohnbüro oder Steuerberatung. Wie lange der Arbeitgeber bei Krankheit zahlt, zeigt der Entgeltfortzahlungs-Rechner, die Gesamtkosten einer Stelle der Arbeitgeberkosten-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Umlagen im Griff.

  • Satzung: Sätze prüfen.
  • Erstattung: Zeitnah beantragen.
  • Grenze: 30 Beschäftigte zählen.
  • Jahresbeginn: Neue Sätze.

Mehr zum Thema Personalkosten und Betriebskennzahlen

Häufige Fragen

Wer muss die U1 zahlen?

Arbeitgeber mit in der Regel höchstens 30 Beschäftigten; Teilzeitkräfte werden dabei anteilig gezählt.

Bekomme ich die U2 vollständig zurück?

Ja, Zuschuss zum Mutterschaftsgeld und Mutterschutzlohn werden zu 100 Prozent erstattet.

Ist die Insolvenzgeldumlage für alle Betriebe Pflicht?

Grundsätzlich ja; ausgenommen sind unter anderem öffentliche Arbeitgeber und Privathaushalte.

Lohnt sich ein höherer U1-Erstattungssatz?

Bei häufigen oder langen Krankheitsfällen oft ja, sonst zahlt man mehr Umlage als zurückkommt.

Wie beantrage ich die Erstattung?

Elektronisch über das Lohnprogramm bei der Krankenkasse der erkrankten Person.

Auch gesucht als:
  • Umlage U1 U2 berechnen
  • U1 Umlage Erstattung
  • U2 Umlage Mutterschaft
  • Insolvenzgeldumlage berechnen
  • Umlagesätze Krankenkasse
  • AAG Umlage Arbeitgeber
Diesen Rechner auf Ihrer Website einbinden

Kostenlos für Blogs, Vereine, Schulen und Unternehmen. Fügen Sie den Code in Ihre Seite ein, zum Beispiel als HTML-Block in WordPress.

Der Rechner läuft in einem Rahmen, setzt keine Cookies und speichert keine Eingaben. Bitte lassen Sie den Quellenlink unter dem Rahmen stehen. Höhe bei Bedarf anpassen.

Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.