Finanzen & Sparen

Tracking Error und Tracking Difference berechnen

Tragen Sie die Renditen des ETF und des Index für dieselben Perioden ein, getrennt durch Leerzeichen oder Semikolon. Der Rechner zeigt, wie genau der Fonds den Index abbildet.

Renditen in Prozent
Zum Beispiel Monatsrenditen aus dem Factsheet, Komma oder Punkt als Dezimalzeichen.
Gleiche Reihenfolge und Anzahl wie beim Fonds.
Ergebnis

Wie genau bildet der ETF seinen Index ab?

Ein Indexfonds soll die Wertentwicklung eines Index möglichst genau nachbilden. Ganz gelingt das nie: Kosten, Steuern auf Dividenden, Wertpapierleihe, Barbestände und die Art der Nachbildung führen zu Abweichungen. Zwei Kennzahlen beschreiben diese Abweichung, und sie messen Verschiedenes.

Die Tracking Difference ist die Differenz der Renditen über einen Zeitraum, meist ein Jahr. Sie zeigt, wie viel der Fonds im Ergebnis hinter dem Index liegt oder ihn übertrifft. Der Tracking Error ist die Standardabweichung der Renditedifferenzen je Periode, hochgerechnet auf ein Jahr. Er misst, wie gleichmäßig die Abweichung ist, nicht wie groß sie im Durchschnitt ist.

Der Rechner bildet aus Ihren Zahlenreihen die Differenzen je Periode, ihren Mittelwert und ihre Stichproben-Standardabweichung. Der Tracking Error wird mit der Wurzel der Perioden pro Jahr annualisiert, bei Monatswerten also mit √12. Die Tracking Difference ergibt sich aus den aufgezinsten, auf ein Jahr umgerechneten Renditen von Fonds und Index.

TE=s (Rf−Ri)×Perioden pro Jahr; TD=(Π (1+Rf))1 / Jahre−(Π (1+Ri))1 / Jahre\text{TE} = s\,\left(\text{Rf} - \text{Ri}\right) \times \sqrt{\text{Perioden pro Jahr}};\ \text{TD} = \left(Π\,\left(1 + \text{Rf}\right)\right)^{1\,/\,\text{Jahre}} - \left(Π\,\left(1 + \text{Ri}\right)\right)^{1\,/\,\text{Jahre}}

Beispiel: Für zwölf Monatsrenditen eines MSCI-World-ETF und seines Index liegt der Fonds jeden Monat 0,01 bis 0,03 Prozentpunkte hinter dem Index. Im Mittel beträgt die Abweichung −0,021 Prozentpunkte je Monat. Der Fonds erzielt im Jahr 6,46 Prozent, der Index 6,72 Prozent. Die Tracking Difference liegt bei −0,27 Prozent, der Tracking Error bei nur 0,02 Prozent: Der Fonds weicht wenig, aber stetig ab.

Kennzahlen richtig lesen

Für Anleger ist meist die Tracking Difference wichtiger, denn sie bestimmt, was am Ende im Depot ankommt. Eine Tracking Difference, die kleiner ist als die laufenden Kosten, zeigt, dass der Fonds Kosten durch Wertpapierleihe oder steuerliche Vorteile teilweise ausgleicht. Liegt sie dagegen deutlich darunter, sollten Sie nach den Gründen suchen.

Ein niedriger Tracking Error zeigt, dass der Fonds den Index zuverlässig nachbildet. Bei großen Aktien-ETFs liegt er oft im Bereich weniger Hundertstel bis Zehntel Prozentpunkte. Höhere Werte treten bei Indizes mit vielen illiquiden Titeln auf, bei optimierter Nachbildung mit einer Auswahl von Titeln oder wenn Fonds und Index zu unterschiedlichen Uhrzeiten bewertet werden.

Achten Sie darauf, dass Fonds- und Indexrenditen zur selben Variante gehören. Bei thesaurierenden und ausschüttenden ETFs vergleicht man mit dem Netto-Total-Return-Index, bei dem Dividenden nach Quellensteuer reinvestiert werden. Ein Vergleich mit dem Kursindex ohne Dividenden würde die Tracking Difference stark verzerren. Mindestens zwölf Monatswerte sorgen für eine belastbare Aussage.

Die laufenden Kosten verschiedener ETFs vergleicht der ETF-Kosten-Rechner, die Schwankung eines einzelnen Fonds der Volatilitäts-Rechner. Vergangene Abweichungen lassen keine sichere Aussage über die Zukunft zu. Die Berechnung dient der Information und ist keine Anlageberatung.

Tipps und typische Fehler

ETFs vergleichen.

  • Indexvariante: Netto-Total-Return.
  • Zeitraum: Mehrere Jahre.
  • Kosten: Mit TD vergleichen.
  • Daten: Gleiche Perioden.

Mehr zum Thema ETF, Aktien und Depot

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Tracking Error und Tracking Difference?

Die Tracking Difference misst die Renditedifferenz, der Tracking Error deren Schwankung.

Welcher Tracking Error ist gut?

Bei großen Aktien-ETFs sind Werte unter 0,1 Prozentpunkten pro Jahr üblich, bei Nischenindizes mehr.

Woher bekomme ich die Renditen?

Aus dem Factsheet oder Jahresbericht des Fonds und von der Website des Indexanbieters.

Wo finde ich die Tracking Difference eines ETF?

Viele Anbieter und Vergleichsportale veröffentlichen sie jährlich, sonst aus Fonds- und Indexrendite berechnen.

Ist eine positive Tracking Difference möglich?

Ja, etwa durch Erträge aus Wertpapierleihe oder steuerliche Vorteile.

Auch gesucht als:
  • Tracking Error berechnen
  • Tracking Difference berechnen
  • ETF Abweichung Index
  • Tracking Error Formel
  • ETF Nachbildungsgenauigkeit
  • Tracking Difference ETF
Diesen Rechner auf Ihrer Website einbinden

Kostenlos für Blogs, Vereine, Schulen und Unternehmen. Fügen Sie den Code in Ihre Seite ein, zum Beispiel als HTML-Block in WordPress.

Der Rechner läuft in einem Rahmen, setzt keine Cookies und speichert keine Eingaben. Bitte lassen Sie den Quellenlink unter dem Rahmen stehen. Höhe bei Bedarf anpassen.

Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.