Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Die Toilettentabelle der ASR A4.1
Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A4.1 „Sanitärräume“ legt fest, wie viele Toiletten, Urinale und Handwaschgelegenheiten ein Arbeitgeber bereitstellen muss. Maßgeblich ist Tabelle 2. Sie unterscheidet nach der Zahl der Beschäftigten und nach der Gleichzeitigkeit der Nutzung. Bei niedriger Gleichzeitigkeit können die Beschäftigten jederzeit zur Toilette, etwa im Büro. Bei hoher Gleichzeitigkeit geht das in der Regel nur in den Pausen, etwa bei Bandarbeit oder im Unterricht.
Die Tabelle wird getrennt für Männer und Frauen angewendet, weil Toilettenräume grundsätzlich nach Geschlechtern getrennt sein müssen. Bei 26 bis 50 Beschäftigten eines Geschlechts sind bei niedriger Gleichzeitigkeit zum Beispiel drei Plätze und eine Handwaschgelegenheit nötig. Ab 250 Beschäftigten kommt je weitere 30 Personen ein Platz hinzu, bei hoher Gleichzeitigkeit zwei.
Für Männer gilt: Mindestens ein Drittel der Plätze müssen Toiletten sein, der Rest darf als Urinal ausgeführt werden. Braucht ein Betrieb für Männer nur eine Toilette, wird zusätzlich ein Urinal empfohlen.
Planung und Ausstattung
Kleine Betriebe dürfen vereinfachen: Bei bis zu neun Beschäftigten kann eine gemeinsam genutzte Toilette genügen, wenn sie abschließbar ist und eine Störung ausgeschlossen ist. Der Rechner zeigt in diesem Fall zusätzlich die Zahl bei gemeinsamer Nutzung. Für Beschäftigte mit Behinderungen sind barrierefreie Toiletten nach ASR V3a.2 erforderlich, wenn solche Personen beschäftigt werden.
Die Toiletten sollen in der Nähe der Arbeitsplätze liegen, nach ASR A4.1 möglichst nicht weiter als 50 Meter und in der Regel nicht mehr als eine Etage entfernt. Zu jedem Toilettenraum gehören Handwaschbecken mit fließendem Wasser, Seife, Mittel zum Abtrocknen und Abfallbehälter. In Toilettenräumen für Frauen sind Hygienebehälter mit Deckel vorgeschrieben, bei Männern mindestens einer in einer gekennzeichneten Zelle.
Kunden- und Besuchertoiletten gehören nicht zur Arbeitsstätte im Sinne dieser Tabelle und können sie nur ersetzen, wenn sie den Beschäftigten jederzeit uneingeschränkt zur Verfügung stehen. In bestehenden Gebäuden mit mehr als 50 Beschäftigten erlaubt die ASR eine Unterschreitung um eine Toilette, wenn ein Ausgleich geschaffen wird, etwa durch versetzte Pausen. Das gilt bis zu einem wesentlichen Umbau.
Die Werte beruhen auf der ASR A4.1 in der aktuellen Fassung. Prüfen Sie vor einer Planung, ob Änderungen veröffentlicht wurden, und stimmen Sie größere Vorhaben mit Architekten und Fachkraft für Arbeitssicherheit ab. Herstellerangaben und Normen haben Vorrang.
Tipps und typische Fehler
Sanitärräume planen.
- Getrennt: Nach Geschlecht.
- Nah: Kurze Wege.
- Urinale: Höchstens zwei Drittel.
- Ausstattung: Seife und Handtücher.
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Häufige Fragen
Wie viele Toiletten braucht ein Büro mit 10 Mitarbeitern?
Je nach Aufteilung meist eine Toilette je Geschlecht; bei bis zu neun Beschäftigten kann auch eine gemeinsame genügen.
Dürfen Urinale Toiletten ersetzen?
Bei Männern ja, aber mindestens ein Drittel der Plätze müssen Toiletten sein.
Was bedeutet hohe Gleichzeitigkeit?
Die Beschäftigten können die Toiletten meist nur in den Pausen aufsuchen, deshalb sind mehr Plätze nötig.
Müssen Toiletten für Männer und Frauen getrennt sein?
Grundsätzlich ja, nur in kleinen Betrieben bis neun Beschäftigte ist eine gemeinsame Toilette möglich.
Wie weit darf die Toilette vom Arbeitsplatz entfernt sein?
Möglichst nicht mehr als 50 Meter Weg.
- Toiletten Arbeitsstätte berechnen
- Anzahl Toiletten ASR A4.1
- Toiletten pro Mitarbeiter
- Urinale Anzahl Betrieb
- Sanitärräume Arbeitsstätte
- Handwaschbecken Anzahl
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