Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Löschmitteleinheiten nach Grundfläche
Wie viele Feuerlöscher eine Arbeitsstätte braucht, regelt die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“. Sie rechnet nicht direkt mit Feuerlöschern, sondern mit Löschmitteleinheiten, abgekürzt LE. Jeder Feuerlöscher hat je nach Löschvermögen eine bestimmte Zahl an LE. Ein Löscher mit dem Löschvermögen 21 A entspricht 6 LE, 27 A 9 LE, 34 A 10 LE, 43 A 12 LE und 55 A 15 LE.
Die nötigen LE für die Grundausstattung richten sich nach der Grundfläche. Tabelle 3 der ASR A2.2 nennt bis 50 m² 6 LE, bis 100 m² 9 LE, danach je weitere angefangene 100 m² 3 LE mehr bis 36 LE bei 1.000 m². Über 1.000 m² kommen je weitere angefangene 250 m² 6 LE hinzu. Die Grundausstattung wird je Geschoss berechnet, und in jedem Geschoss muss mindestens ein Feuerlöscher stehen.
Auf die Grundausstattung dürfen nur Feuerlöscher mit mindestens 6 LE angerechnet werden. Kleinere Geräte wie 2-Kilo-Löscher sind als Ergänzung erlaubt, zählen aber nicht mit. Der Rechner bietet deshalb nur Größen ab 6 LE an.
Kombination, Aufstellung und Prüfung
Weniger, dafür größere Löscher sparen Anschaffungs- und Wartungskosten. Viele kleine Löscher verkürzen dagegen die Wege. Die ASR A2.2 verlangt, dass die Laufweglänge zum nächsten Feuerlöscher möglichst nicht mehr als 20 Meter beträgt. Prüfen Sie daher nach der Rechnung, ob die Verteilung auf der Fläche passt, und ergänzen Sie gegebenenfalls Geräte. Der Rechner sucht die Kombination mit den wenigsten Löschern und bei Gleichstand die mit den wenigsten überschüssigen LE.
Wichtig ist auch das passende Löschmittel. Schaumlöscher eignen sich für Büros und viele Arbeitsstätten mit Feststoffen, Pulverlöscher hinterlassen große Verschmutzungen und sind in Innenräumen oft nicht erste Wahl. Für elektrische Anlagen kommen Kohlendioxidlöscher infrage, für Speiseöle und Fette Löscher der Brandklasse F. Kohlendioxidlöscher zählen bei der Grundausstattung nicht nach Brandklasse A.
Bei erhöhter Brandgefährdung, etwa durch brennbare Flüssigkeiten, Lackierarbeiten oder Lager mit leicht entzündlichen Stoffen, reichen die Werte der Grundausstattung nicht aus. Dann sind zusätzliche Maßnahmen nötig, zum Beispiel weitere Feuerlöscher am Gefahrenort, Wandhydranten oder Löschanlagen. Den Umfang legt die Gefährdungsbeurteilung fest; das Feld für zusätzliche LE bildet das ab.
Feuerlöscher müssen mindestens alle zwei Jahre von einer sachkundigen Person geprüft werden. Sie sollten gut sichtbar, gekennzeichnet und leicht erreichbar sein, die Griffhöhe liegt meist zwischen 80 und 120 Zentimetern. Herstellerangaben und Normen haben Vorrang; im Zweifel beraten Brandschutzbeauftragte oder die Fachkraft für Arbeitssicherheit.
Tipps und typische Fehler
Löscher richtig planen.
- Mindestens 6 LE: Je Gerät.
- Je Geschoss: Mindestens einer.
- 20 Meter: Laufweg beachten.
- Prüfung: Alle zwei Jahre.
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Häufige Fragen
Wie viele Feuerlöscher braucht ein Büro mit 200 m²?
Für 200 m² sind 12 LE nötig, also zum Beispiel ein Löscher mit 12 LE oder zwei mit 6 LE.
Was bedeutet 43 A auf dem Feuerlöscher?
Das ist das Löschvermögen für Brandklasse A; 43 A entspricht 12 Löschmitteleinheiten.
Zählen 2-Kilo-Feuerlöscher zur Grundausstattung?
Nein, angerechnet werden nur Feuerlöscher mit mindestens 6 LE.
Wie viele LE hat ein 6-Liter-Schaumlöscher?
Das hängt vom Löschvermögen ab, häufig 27 A, also 9 LE; maßgeblich ist die Angabe auf dem Gerät.
Gilt die Tabelle auch bei erhöhter Brandgefährdung?
Sie ist die Grundausstattung, zusätzliche Maßnahmen legt die Gefährdungsbeurteilung fest.
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