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Passwortstärke prüfen

Wählen Sie Länge, Zeichensatz und Angriffsgeschwindigkeit. Der Rechner zeigt Entropie, Kombinationen und die durchschnittliche Dauer bis zum Erraten.

Ihr Passwort
Annahme für einen Angriff auf gestohlene Passwort-Hashes mit schneller Hardware.
Ergebnis

Wie stark ist ein Passwort?

Die Stärke eines Passworts lässt sich als Entropie messen, in Bit. Sie gibt an, wie viele Ja-Nein-Entscheidungen nötig wären, um das Passwort zu erraten. Jedes zusätzliche Bit verdoppelt den Aufwand. Die Entropie ergibt sich aus der Länge mal dem Logarithmus zur Basis 2 der Zahl möglicher Zeichen, vorausgesetzt, das Passwort ist zufällig gewählt.

Ein Passwort aus 12 zufälligen Zeichen mit 94 möglichen Zeichen hat knapp 79 Bit Entropie und etwa 4,76 mal 10 hoch 23 Kombinationen. Bei zehn Milliarden Versuchen pro Sekunde dauert es im Durchschnitt Tausende von Jahren. Ein 8-stelliges Passwort aus Ziffern hat dagegen nur 26,6 Bit und ist in Sekundenbruchteilen geknackt.

Der Rechner zeigt die Entropie, eine Einstufung von sehr schwach bis sehr stark, die Zahl der Kombinationen und die durchschnittliche Dauer bis zum Erraten, bei der im Mittel die Hälfte der Kombinationen probiert werden muss. Die Länge wirkt stärker als zusätzliche Zeichenarten.

Entropie=La¨nge×log2 (Zahl der Zeichen)\text{Entropie} = \text{Länge} \times \text{log}_{2}\,\left(\text{Zahl der Zeichen}\right)Dauer=2Entropie−1Versuche pro Sekunde\text{Dauer} = \frac{2^{\text{Entropie} - 1}}{\text{Versuche pro Sekunde}}

Beispiel: Ein zufälliges Passwort mit 12 Zeichen aus 94 möglichen hat rund 78,7 Bit Entropie. Ein 4-stelliger Zifferncode hat 13,3 Bit und 10.000 Kombinationen. Ein Passwort aus 20 Buchstaben und Ziffern hat knapp 119 Bit und gilt als sehr stark.

Passwörter sicher wählen

Die Rechnung gilt nur für wirklich zufällige Passwörter. Von Menschen ausgedachte Passwörter wie Namen, Wörter mit angehängter Zahl oder Tastaturmuster sind deutlich schwächer, als die Länge vermuten lässt, weil Angreifer zuerst Wörterbücher und häufige Muster ausprobieren. Ein Passwortmanager mit Zufallsgenerator ist die beste Lösung.

Eine gute Alternative sind Passphrasen aus mehreren zufällig gewählten Wörtern. Vier zufällige Wörter aus einer Liste von 7.776 Wörtern haben etwa 51 Bit, sechs Wörter rund 78 Bit und sind trotzdem merkbar. Entscheidend ist, dass die Wörter wirklich zufällig, etwa per Würfel, gewählt werden.

Die Rategeschwindigkeit hängt vom Angriff ab. Gegen Login-Formulare mit Sperre sind nur wenige Versuche pro Sekunde möglich. Gestohlene Passwort-Hashes dagegen lassen sich mit Grafikkarten milliardenfach pro Sekunde prüfen, deshalb nimmt der Rechner den ungünstigen Fall an. Sichere Dienste speichern Passwörter mit langsamen Verfahren, was die Zahl der Versuche stark senkt.

Verwenden Sie für jeden Dienst ein eigenes Passwort und schalten Sie nach Möglichkeit die Zwei-Faktor-Anmeldung ein. Selbst ein starkes Passwort schützt nicht, wenn es bei einem Datenleck bekannt wird und an anderer Stelle wiederverwendet wird.

Tipps und typische Fehler

Sicher anmelden.

  • Zufall: Generator nutzen.
  • Länge: Mindestens 12 Zeichen.
  • Einmalig: Nie wiederverwenden.
  • Zwei Faktoren: Zusätzlich aktivieren.

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Dieser Rechner hilft bei diesen und ähnlichen Fragen:

  • Passwort Stärke
  • Passwort Entropie
  • Passwort Bit
  • Passwort Länge
  • Passwort knacken Dauer
  • Passwortsicherheit

Häufige Fragen

Wie lang sollte ein Passwort sein?

Zufällig gewählt mindestens 12 bis 16 Zeichen.

Was ist Entropie?

Das Maß für die Unvorhersagbarkeit, gemessen in Bit.

Sind Sonderzeichen wichtiger als Länge?

Nein, jede zusätzliche Stelle bringt mehr als ein zusätzlicher Zeichentyp.

Wie viele Bit sind sicher?

Ab etwa 80 Bit gilt ein Passwort als stark.

Was ist besser, lang oder komplex?

Länge bringt mehr als zusätzliche Zeichentypen.

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