Lohnt sich eine Garage als Kapitalanlage?
Garagen und Stellplätze gelten als einfache Einstiegsobjekte in die Immobilienanlage. Sie kosten weniger als eine Wohnung, brauchen wenig Verwaltung und verursachen kaum Instandhaltung. Mieter sind leicht zu finden, wenn in der Gegend Parkplätze knapp sind. Die Rendite hängt jedoch stark vom Kaufpreis und von der erzielbaren Miete ab.
Der Rechner ermittelt die Bruttomietrendite als Jahresmiete im Verhältnis zum Kaufpreis und die Nettomietrendite, bei der Leerstand, laufende Kosten und Kaufnebenkosten berücksichtigt sind. Dazu kommen der Kaufpreisfaktor, also wie viele Jahresmieten der Kaufpreis entspricht, und die Zeit, bis sich die Investition ohne Wertänderung aus dem Reinertrag zurückgezahlt hat.
Ein Tiefgaragenstellplatz für 25.000 Euro, der für 90 Euro im Monat vermietet wird, bringt brutto 4,32 Prozent. Nach fünf Prozent Leerstand, 250 Euro laufenden Kosten und acht Prozent Nebenkosten bleiben netto 2,87 Prozent.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Die Lage entscheidet über Miete und Leerstand. In Innenstädten mit wenigen Parkplätzen und vielen Anwohnern ohne eigenen Stellplatz sind Garagen gefragt. In Neubaugebieten mit ausreichend Parkraum kann es schwierig werden, einen Mieter zu finden. Sprechen Sie mit Nachbarn und schauen Sie sich die Parksituation zu verschiedenen Tageszeiten an.
Ein Tiefgaragenstellplatz ist meist Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Dann zahlen Sie Hausgeld und beteiligen sich an Sanierungen, etwa von Tor, Beleuchtung oder Lüftung. Lesen Sie die Protokolle der Eigentümerversammlungen und prüfen Sie die Instandhaltungsrücklage. Bei Einzelgaragen auf eigenem Grund tragen Sie alle Kosten allein.
Auch beim Stellplatz fallen Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuchkosten an. Mieteinnahmen sind steuerpflichtig; laufende Kosten und Abschreibung mindern den Gewinn. Ob Umsatzsteuer anfällt, hängt vom Einzelfall ab. Ein Verkauf innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf kann steuerpflichtig sein.
Der Rechner ist eine Näherung und keine Anlageberatung. Für Wohnungen nutzen Sie den Mietrendite-Rechner, den Kaufpreisfaktor im Vergleich zeigt der Kaufpreisfaktor-Rechner. Die Nebenkosten des Kaufs berechnet der Kaufnebenkosten-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Stellplatz prüfen.
- Lage: Parkdruck prüfen.
- Hausgeld: Einrechnen.
- Protokolle: Lesen.
- Leerstand: Puffer planen.
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Häufige Fragen
Welche Rendite bringt eine Garage?
Brutto oft 3 bis 6 Prozent, netto entsprechend weniger, je nach Lage und Preis.
Fällt beim Garagenkauf Grunderwerbsteuer an?
Ja, wie bei jedem Grundstückskauf.
Was ist der Kaufpreisfaktor?
Der Kaufpreis geteilt durch die Jahresmiete.
Wie viel Miete bringt ein Stellplatz?
Je nach Stadt und Lage oft 30 bis 150 Euro im Monat, in Großstädten auch mehr.
Braucht man für einen Stellplatz einen Notar?
Ja, der Kauf muss notariell beurkundet werden.
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