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Rohertrag und Rohertragsquote berechnen

Tragen Sie Nettoumsatz, Wareneinkauf sowie Lagerbestand am Anfang und am Ende des Zeitraums ein. Der Rechner ermittelt Wareneinsatz, Rohertrag und die wichtigsten Quoten.

Ihre Zahlen (netto)
Bewertet zu Einkaufspreisen, etwa aus der letzten Inventur.
Ergebnis

Was der Rohertrag aussagt

Der Rohertrag ist die wichtigste Kennzahl im Handel. Er zeigt, wie viel vom Umsatz nach Abzug der Kosten für die verkaufte Ware übrig bleibt. Aus diesem Betrag müssen Personal, Miete, Werbung, Zinsen und alle übrigen Kosten bezahlt werden. Erst was danach bleibt, ist Gewinn. Ein hoher Umsatz allein sagt deshalb wenig, entscheidend ist der Rohertrag dahinter.

Für die Berechnung zählt nicht der Einkauf eines Jahres, sondern der Wareneinsatz. Er berücksichtigt, wie sich das Lager verändert hat: Anfangsbestand plus Einkauf minus Endbestand. Wer viel auf Lager kauft, hat sonst einen zu niedrigen Rohertrag, wer das Lager abbaut, einen zu hohen. Die Bestände bewerten Sie zu Einkaufspreisen, so wie in der Inventur.

Neben dem Betrag zeigt der Rechner die Rohertragsquote, also den Rohertrag im Verhältnis zum Umsatz. Mit ihr lassen sich Jahre, Filialen oder Sortimente vergleichen. Die Wareneinsatzquote ist das Gegenstück, beide ergeben zusammen 100 Prozent. Der Rohaufschlag zeigt, wie viel im Durchschnitt auf den Einkaufspreis aufgeschlagen wurde.

Wareneinsatz=Anfangsbestand+Wareneinkauf−Endbestand; Rohertrag=Umsatz−Wareneinsatz; Rohertragsquote=Rohertrag⋅100Umsatz\text{Wareneinsatz} = \text{Anfangsbestand} + \text{Wareneinkauf} - \text{Endbestand};\ \text{Rohertrag} = \text{Umsatz} - \text{Wareneinsatz};\ \text{Rohertragsquote} = \frac{\text{Rohertrag} \cdot 100}{\text{Umsatz}}

Beispiel: 500.000 Euro Umsatz, 310.000 Euro Wareneinkauf, Bestand 60.000 Euro am Anfang und 50.000 Euro am Ende: Wareneinsatz 320.000 Euro, Rohertrag 180.000 Euro, Rohertragsquote 36,00 Prozent, Wareneinsatzquote 64,00 Prozent, Rohaufschlag 56,25 Prozent.

Rohertrag richtig einordnen

Welche Rohertragsquote gut ist, hängt stark von der Branche ab. Lebensmittelhändler arbeiten oft mit Quoten um 25 bis 30 Prozent, Modehandel und Fachhandel mit Beratung häufig mit 40 bis 50 Prozent und mehr. Vergleichen Sie Ihre Zahl deshalb vor allem mit eigenen Vorjahren und mit Betriebsvergleichen Ihrer Branche, etwa von Verbänden oder der Hausbank.

Sinkt die Quote, kann das viele Ursachen haben: höhere Einkaufspreise, die nicht weitergegeben wurden, mehr Rabattaktionen, Schwund und Diebstahl, Abschriften auf Altware oder ein verändertes Sortiment mit mehr Niedrigpreisartikeln. Eine Aufschlüsselung nach Warengruppen zeigt meist schnell, wo die Spanne verloren geht.

Wichtig ist die saubere Abgrenzung. Alle Beträge sollten netto ohne Umsatzsteuer eingegeben werden. Bezugskosten wie Fracht und Zoll gehören zum Wareneinkauf, Skonti und Boni der Lieferanten mindern ihn. Kundenrabatte und Retouren mindern dagegen den Umsatz. Wer im Laufe des Jahres keine Inventur macht, kann den Rohertrag nur näherungsweise mit geschätzten Beständen bestimmen.

Aus dem Rohertrag lässt sich weiterrechnen: Den Gewinn nach Fixkosten zeigt der Deckungsbeitrags-Rechner, die nötige Spanne für einen Wunschpreis der Aufschlag-Marge-Rechner. Wie oft das Lager im Jahr umgeschlagen wird, berechnet der Lagerumschlag-Rechner. Die Ergebnisse ersetzen keine Buchführung und keine steuerliche Beratung.

Tipps und typische Fehler

Spanne sichern.

  • Netto: Ohne Umsatzsteuer.
  • Inventur: Bestände bewerten.
  • Warengruppen: Getrennt prüfen.
  • Schwund: Im Blick behalten.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Rohertrag und Gewinn?

Vom Rohertrag sind nur die Warenkosten abgezogen, beim Gewinn auch alle übrigen Kosten.

Wie berechne ich die Rohertragsquote?

Rohertrag geteilt durch Nettoumsatz mal 100.

Warum Anfangs- und Endbestand eingeben?

Weil nur die verkaufte Ware als Wareneinsatz zählt, nicht der gesamte Einkauf.

Wo steht der Rohertrag in der BWA?

Meist direkt nach Umsatz und Wareneinsatz, oft als Rohertrag oder Rohgewinn bezeichnet.

Ist Rohertrag dasselbe wie Handelsspanne?

Die Rohertragsquote entspricht der durchschnittlichen Handelsspanne in Prozent vom Umsatz.

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