Kleine Bestellungen kosten Geld
Jede Bestellung verursacht Kosten, die kaum vom Warenwert abhängen: Versand, Karton, Füllmaterial, Arbeitszeit beim Packen und feste Zahlungsgebühren. Bei kleinen Bestellungen reicht die Spanne auf die Ware oft nicht aus, um diese Kosten zu decken. Ein Mindestbestellwert oder ein Mindermengenzuschlag schützt davor, mit jeder Kleinbestellung Geld zu verlieren.
Der Rechner teilt die festen Kosten je Bestellung plus den gewünschten Gewinn durch die Spanne, die nach prozentualen Zahlungsgebühren bleibt. Das Ergebnis ist der Bestellwert, ab dem eine Bestellung genau diesen Gewinn bringt. Zusätzlich sehen Sie den kostendeckenden Bestellwert ohne Gewinn, also die absolute Untergrenze.
Grundlage ist die Rohertragsquote, also der Anteil des Nettoverkaufspreises, der nach Abzug des Einkaufspreises übrig bleibt. Kennen Sie nur den Aufschlag auf den Einkaufspreis, rechnen Sie ihn vorher um: Ein Aufschlag von 100 Prozent entspricht einer Rohertragsquote von 50 Prozent. Alle Beträge geben Sie netto ohne Umsatzsteuer ein.
Mindestbestellwert festlegen
Der errechnete Wert ist eine kaufmännische Untergrenze, kein fertiger Verkaufspreis. Viele Shops runden auf glatte Beträge wie 25 oder 30 Euro auf, die Kunden leicht verstehen. Statt eines harten Mindestbestellwerts kommt auch ein Mindermengenzuschlag infrage: Kleine Bestellungen sind erlaubt, kosten aber einen Aufschlag. Das verärgert weniger Kunden als eine Ablehnung.
Eng verwandt ist die Grenze für kostenlosen Versand. Liegt sie über dem Mindestbestellwert, legen viele Kunden noch einen Artikel in den Warenkorb, um die Versandkosten zu sparen. Dadurch steigt der durchschnittliche Bestellwert. Die Grenze sollte so liegen, dass die Bestellung die Versandkosten auch dann noch trägt, wenn Sie sie übernehmen.
Nicht im Rechner enthalten sind Retouren, Werbekosten pro Bestellung und anteilige Fixkosten wie Miete oder Software. Wer diese Posten einbeziehen will, kann sie als Durchschnittswert je Bestellung zu Verpackung und Handling addieren. Den Anteil der Rücksendungen und ihre Kosten zeigt der Retourenquote-Rechner, die Wirkung eines höheren Warenkorbs der Warenkorb-Rechner.
Im Großhandel ist der Mindestbestellwert ebenfalls üblich, dort oft verbunden mit Staffelpreisen. Wie sich Mengenrabatte auf den Stückpreis auswirken, zeigt der Staffelpreis-Rechner. Die Ergebnisse sind Rechenwerte; rechtliche Vorgaben zur Preisangabe im Shop gelten unabhängig davon.
Tipps und typische Fehler
Kleinbestellungen prüfen.
- Netto: Rechnen.
- Runden: Glatte Beträge.
- Zuschlag: Als Alternative.
- Retouren: Einbeziehen.
Weitere Rechner: Online-Handel & Geschäft
Häufige Fragen
Wie berechne ich einen Mindestbestellwert?
Feste Kosten je Bestellung plus Wunschgewinn geteilt durch die verbleibende Spanne.
Ist ein Mindestbestellwert erlaubt?
Ja, er muss aber vor der Bestellung deutlich angegeben sein.
Was ist ein Mindermengenzuschlag?
Ein Aufschlag für Bestellungen unter einem bestimmten Wert statt einer Ablehnung.
Wo muss der Mindestbestellwert stehen?
Gut sichtbar im Shop, spätestens zu Beginn des Bestellvorgangs.
Wie hoch sollte die Grenze für Gratisversand sein?
So hoch, dass die Bestellung die Versandkosten auch dann trägt.
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