Wie lange reicht der Bestand?
Die Lagerreichweite gibt an, wie viele Tage der vorhandene Bestand bei normalem Absatz noch reicht. Sie ist eine einfache, aber wirkungsvolle Kennzahl für die Disposition: Ist die Reichweite zu kurz, drohen Fehlbestände und verlorene Verkäufe. Ist sie zu lang, bindet die Ware Geld und Lagerfläche und veraltet im schlimmsten Fall.
Grundlage ist der durchschnittliche Absatz pro Tag. Nehmen Sie dafür einen repräsentativen Zeitraum, etwa die letzten 90 Tage, und teilen Sie die verkaufte Menge durch die Zahl der Tage. Für Artikel mit starker Saison ist ein Vergleichszeitraum aus dem Vorjahr oft besser geeignet als die letzten Wochen.
Der Rechner ermittelt außerdem den Meldebestand. Das ist die Menge, bei der Sie bestellen müssen, damit die neue Ware eintrifft, bevor der Sicherheitsbestand angegriffen wird. Daraus ergibt sich der späteste Bestelltermin. Liegt der Bestand schon unter dem Meldebestand, zeigt der Rechner, dass sofort bestellt werden sollte.
Bestände steuern statt verwalten
Die passende Reichweite hängt vom Artikel ab. Schnelldreher mit kurzer Lieferzeit kommen mit wenigen Tagen Bestand aus, Importware mit mehreren Wochen Transport braucht deutlich mehr. Viele Händler legen Zielreichweiten je Warengruppe fest und prüfen regelmäßig, welche Artikel darüber oder darunter liegen. Artikel mit sehr langer Reichweite sind Kandidaten für Abverkauf oder Rabattaktionen.
Der Sicherheitsbestand puffert Schwankungen bei Absatz und Lieferzeit ab. Je unregelmäßiger beide sind und je teurer ein Fehlbestand wäre, desto höher sollte er sein. Eine statistische Berechnung mit Servicegrad bietet der Sicherheitsbestand-Rechner. Die wirtschaftlich günstigste Bestellmenge zeigt der Bestellmenge-Rechner nach der Andler-Formel.
Beachten Sie, dass die Rechnung einen gleichmäßigen Absatz annimmt. Aktionen, Feiertage und Saisonspitzen verkürzen die Reichweite spürbar. Planen Sie solche Ereignisse gesondert ein und erhöhen Sie den Tagesabsatz für den betroffenen Zeitraum. Auch bereits bestellte, aber noch nicht gelieferte Ware sollten Sie zum Bestand hinzurechnen, um Doppelbestellungen zu vermeiden.
Über das ganze Jahr betrachtet hängt die Reichweite eng mit dem Lagerumschlag zusammen: 365 Tage geteilt durch die Umschlagshäufigkeit ergibt die durchschnittliche Lagerdauer. Wie oft sich Ihr Lager umschlägt, berechnet der Lagerumschlag-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Bestände steuern.
- Absatz: Aktuell halten.
- Saison: Vorjahr nutzen.
- Offene Bestellungen: Mitzählen.
- Puffer: Sicherheitsbestand.
Weitere Rechner: Online-Handel & Geschäft
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Lagerreichweite?
Lagerbestand geteilt durch den durchschnittlichen Verbrauch pro Tag.
Was ist der Meldebestand?
Der Bestand, bei dem bestellt werden muss, damit die Ware rechtzeitig kommt.
Zählen offene Bestellungen zum Bestand?
Für die Disposition ja, sonst wird doppelt bestellt.
Was ist eine gute Lagerreichweite?
Das hängt von Lieferzeit und Artikel ab; Schnelldreher brauchen weniger Tage als Importware.
Wie ermittle ich den Tagesabsatz?
Verkaufte Menge eines Zeitraums geteilt durch die Zahl der Tage.
- Lagerreichweite berechnen
- Reichweite Lagerbestand
- Meldebestand berechnen
- Bestellzeitpunkt berechnen
- Bestandsreichweite Tage
- Nachbestellung planen
Rechtlicher Hinweis: Gebühren und Bedingungen von Plattformen und Zahlungsdienstleistern ändern sich; prüfen Sie die aktuellen Angaben des Anbieters. Marken- und Dienstnamen gehören ihren Inhabern; es besteht keine Verbindung zu den genannten Unternehmen. Die Berechnung ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.