So viele Paletten passen in Ihre Halle
Bei der Planung eines Palettenlagers stellt sich früh die Frage, wie viele Stellplätze eine Halle hergibt. Im klassischen Breitganglager stehen einfachtiefe Palettenregale paarweise Rücken an Rücken, dazwischen liegen die Bediengänge für Schubmast- oder Frontstapler. Jeder Gang bedient also zwei Regalzeilen, eine links und eine rechts. Aus dieser Wiederholung ergibt sich ein festes Raster quer zur Halle: Gang plus zwei Regaltiefen plus Rückenabstand.
In Längsrichtung reihen sich die Regalfelder aneinander. Ein Feld besteht aus zwei Stützen und den Traversen, auf denen die Paletten liegen. Für drei Europaletten in Längsrichtung (800 mm breit) ist eine lichte Traversenlänge von etwa 2,7 m üblich, weil zwischen den Paletten und zu den Stützen Luft bleiben muss. Am Ende jeder Regalzeile brauchen Sie einen Quergang, damit Stapler wenden und Personen das Lager sicher verlassen können.
In der Höhe bestimmt die Ebenenteilung, wie viele Lagerebenen übereinander passen. Sie setzt sich aus der Ladungshöhe, dem Freiraum nach oben und der Traversenhöhe zusammen. Die Bodenebene zählt als erste Ebene, weil dort die Paletten direkt auf dem Hallenboden oder auf einer untersten Traverse stehen. Die nutzbare Höhe endet unter Sprinklerdüsen, Bindern oder Leuchten.
Gangbreite, Freiräume und Grenzen der Schätzung
Den größten Einfluss hat die Arbeitsgangbreite. Frontstapler brauchen für Europaletten oft 3,5 bis 4 m, Schubmaststapler etwa 2,7 bis 3,0 m, Schmalgangstapler mit Schwenkschubgabel kommen mit 1,5 bis 1,8 m aus. Der genaue Wert steht im Datenblatt des Herstellers als Ast-Maß und hängt von Palettenmaß und Lastrichtung ab. Spielen Sie mehrere Gangbreiten durch, um den Platzgewinn einer anderen Gerätetechnik zu sehen.
Für den Freiraum zwischen Ladung und darüberliegender Traverse nennt die Norm DIN EN 15620 Mindestmaße, die mit der Einlagerhöhe wachsen und meist zwischen 75 und 150 mm liegen. Hinzu kommen seitliche Abstände zwischen Paletten und Stützen. Wer diese Werte zu knapp ansetzt, riskiert Anfahrschäden an Traversen und Stützen; ein Anfahrschutz an den Gangenden ist ohnehin vorgeschrieben.
Die Rechnung liefert eine Obergrenze für ein rechteckiges, stützenfreies Raster. In realen Hallen gehen Plätze durch Hallenstützen, Tore, Brandabschnitte, Fluchtwege nach Arbeitsstättenregel ASR A1.8 und die Abstände zu Sprinklern verloren. Die ungenutzte Restbreite zeigt, ob eine einzelne Wandregalzeile zusätzlich hineinpasst. Einfachtiefe Regale an der Wand werden hier nicht automatisch ergänzt.
Für die Wirtschaftlichkeit ist die Kennzahl Stellplätze je Quadratmeter hilfreich. Breitganglager erreichen typischerweise ein bis zwei Plätze je Quadratmeter, Schmalgang- und Kompaktlager deutlich mehr. Kombinieren Sie das Ergebnis mit der Lagerreichweite und dem Umschlag, um zu prüfen, ob die Kapazität zur Warenmenge passt.
Tipps und typische Fehler
Lager durchplanen.
- Stapler: Ast-Maß prüfen.
- Höhe: Sprinkler beachten.
- Wege: Fluchtwege einplanen.
- Schutz: Anfahrschutz setzen.
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Häufige Fragen
Wie breit muss ein Regalgang sein?
Das hängt vom Stapler ab: etwa 3,5 bis 4 m für Frontstapler, 2,7 bis 3 m für Schubmaststapler, rund 1,6 m für Schmalgangstapler.
Zählt die Bodenebene als Stellplatz?
Ja, die Paletten auf dem Boden unter der ersten Traverse sind vollwertige Stellplätze und werden mitgezählt.
Wie viele Europaletten passen in ein Regalfeld?
Bei 2,7 m Traversenlänge drei Paletten längs, bei 1,8 m zwei.
Was ist ein Breitganglager?
Ein Lager mit Palettenregalen und breiten Gängen für Front- oder Schubmaststapler, die jede Palette direkt erreichen.
Wie hoch darf man unter Sprinklern lagern?
Bis zum vorgeschriebenen Abstand zu den Sprinklerdüsen; die Vorgaben macht der Sachversicherer bzw. die Sprinklerrichtlinie.
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