Ein Mastermix spart Zeit und Fehler
Bei der Polymerase-Kettenreaktion werden in jedem Ansatz dieselben Komponenten benötigt: Reaktionspuffer, Desoxynukleotide, zwei Primer, oft zusätzliches Magnesium, die Polymerase und Wasser. Statt jede Komponente in jedes Röhrchen einzeln zu pipettieren, setzt man einen Mastermix für alle Reaktionen an und verteilt ihn. Das spart Pipettierschritte und sorgt für identische Bedingungen in allen Proben.
Für jede Komponente gilt die Verdünnungsformel C1 · V1 = C2 · V2. Bei 50 µl Reaktionsvolumen und zehnfach konzentriertem Puffer sind das 5 µl, bei 10 mM dNTPs und 0,2 mM Endkonzentration 1 µl. Die Polymerase wird in Einheiten dosiert: 1,25 U aus einer Stammlösung mit 5 U/µl ergeben 0,25 µl. Wasser füllt auf das Reaktionsvolumen abzüglich Template auf.
Der Rechner multipliziert alle Volumen mit der Zahl der Reaktionen und einem Pipettierzuschlag. Ohne Zuschlag fehlt am Ende oft Mix für das letzte Röhrchen, weil an Pipettenspitzen und Gefäßwänden Flüssigkeit hängen bleibt.
Pipettierpraxis und typische Konzentrationen
Die Standardwerte entsprechen gängigen Protokollen für Taq-Polymerase: 1× Puffer, 200 µM je dNTP, 0,1 bis 0,5 µM je Primer und 1 bis 2,5 Einheiten Polymerase pro 50 µl. Hochpräzise Polymerasen, Hot-Start-Enzyme oder fertige Mastermixe haben eigene Vorgaben. Maßgeblich sind immer die Angaben im Datenblatt des Herstellers.
Magnesium ist der wichtigste Stellhebel für Spezifität und Ausbeute. Viele Puffer enthalten bereits 1,5 mM MgCl₂; dann tragen Sie für die zusätzliche Konzentration 0 ein. Bei magnesiumfreiem Puffer oder zur Optimierung ergänzen Sie gezielt, etwa in Schritten von 0,5 mM. Zu viel Magnesium fördert unspezifische Produkte, zu wenig senkt die Ausbeute.
Pipettieren Sie in einer sinnvollen Reihenfolge: zuerst Wasser, dann Puffer, dNTPs und Primer, die Polymerase zuletzt und auf Eis. Mischen Sie den Mix vorsichtig durch Auf- und Abpipettieren oder kurzes Vortexen ohne Enzym und zentrifugieren Sie kurz ab. Arbeiten Sie mit Filterspitzen und in einem getrennten Bereich, um Kontaminationen mit amplifizierter DNA zu vermeiden.
Planen Sie immer eine Negativkontrolle ohne Template ein, bei der Sie Wasser statt DNA zugeben. Sie zeigt, ob Reagenzien kontaminiert sind. Eine Positivkontrolle mit bekanntem Template bestätigt, dass Reaktion und Programm funktionieren. Beide zählen bei der Zahl der Reaktionen mit.
Tipps und typische Fehler
Sauber pipettieren.
- Zuschlag: 5 bis 10 %.
- Enzym: Zuletzt.
- Kontrollen: Mitzählen.
- Datenblatt: Geht vor.
Mehr zum Thema Genetik und DNA
Häufige Fragen
Wie viel Puffer brauche ich für 50 µl PCR?
Bei 10× Puffer 5 µl je Reaktion für 1× Endkonzentration.
Warum einen Pipettierzuschlag einplanen?
Pipettierverluste würden sonst dazu führen, dass für die letzte Reaktion Mix fehlt.
Gehört das Template in den Mastermix?
Nein, das Template wird jeder Reaktion einzeln zugegeben.
Wie viel Primer kommt in eine PCR?
Meist 0,1 bis 0,5 µM je Primer in der Endkonzentration.
Wann wird die Polymerase zugegeben?
Zuletzt und auf Eis, um unspezifische Aktivität zu vermeiden.
- PCR Mastermix berechnen
- PCR Ansatz Rechner
- Mastermix Pipettierschema
- PCR Volumen berechnen
- Primer Konzentration PCR
- dNTP Endkonzentration
Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.