Immobilien & Wohnen

Angemessene Vorauszahlung berechnen

Tragen Sie die Kosten laut letzter Nebenkostenabrechnung, Ihre bisherige monatliche Vorauszahlung und die erwartete Preisänderung ein.

Ihre Nebenkosten
Nur konkret absehbare Änderungen ansetzen; Stand prüfen.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Wie hoch sollte die Vorauszahlung sein?

Mieter zahlen auf die Betriebskosten meist monatliche Vorauszahlungen, über die der Vermieter einmal im Jahr abrechnet. Liegen die tatsächlichen Kosten höher, folgt eine Nachzahlung, liegen sie niedriger, gibt es ein Guthaben. Damit es keine bösen Überraschungen gibt, sollte die Vorauszahlung möglichst genau zu den erwarteten Kosten passen.

Der Rechner nimmt die Kosten aus der letzten Abrechnung, berücksichtigt eine erwartete Preisänderung und teilt durch zwölf. Bei 2.400 Euro Kosten und bisher 180 Euro im Monat ergab sich eine Nachzahlung von 240 Euro. Mit fünf Prozent erwarteter Preissteigerung sind 2.520 Euro im laufenden Jahr zu erwarten, also 210 Euro im Monat.

Die Vorauszahlung steigt damit um 30 Euro im Monat. Der Rechner zeigt außerdem einen auf volle fünf Euro aufgerundeten Betrag, der sich für einen Dauerauftrag anbietet.

Angemessene Vorauszahlung=Kosten laut Abrechnung⋅(1+Preisa¨nderung)12; Nachzahlung=Kosten−12×bisherige Vorauszahlung\text{Angemessene Vorauszahlung} = \frac{\text{Kosten laut Abrechnung} \cdot \left(1 + \text{Preisänderung}\right)}{12};\ \text{Nachzahlung} = \text{Kosten} - 12 \times \text{bisherige Vorauszahlung}

Beispiel: Kosten laut Abrechnung 2.400 Euro, bisherige Vorauszahlung 180 Euro, erwartete Preisänderung 5 Prozent: Nachzahlung aus dem Vorjahr 240 Euro, erwartete Kosten 2.520 Euro, angemessene Vorauszahlung 210 Euro im Monat, 30 Euro mehr als bisher.

Vorauszahlung anpassen

Nach Paragraf 560 Absatz 4 BGB dürfen Vermieter und Mieter nach einer Abrechnung die Vorauszahlungen durch eine Erklärung in Textform auf eine angemessene Höhe anpassen. Grundlage ist die letzte Abrechnung. Voraussetzung ist, dass im Mietvertrag Vorauszahlungen vereinbart sind und nicht eine Pauschale.

Erhöhungen über das Ergebnis der letzten Abrechnung hinaus sind nur zulässig, wenn konkrete Kostensteigerungen absehbar sind, etwa eine angekündigte Preiserhöhung des Versorgers oder höhere Gebühren der Gemeinde. Ein pauschaler Sicherheitszuschlag ist nach der Rechtsprechung in der Regel nicht erlaubt. Tragen Sie daher nur begründete Werte als Preisänderung ein.

Auch Mieter können eine Senkung verlangen, wenn die Abrechnung ein deutliches Guthaben zeigt. Wer die Vorauszahlung freiwillig etwas höher ansetzt, vermeidet Nachzahlungen, gibt dem Vermieter aber zinslos Geld. Bei stark schwankenden Energiepreisen kann ein kleiner freiwilliger Puffer trotzdem sinnvoll sein.

Prüfen Sie die Abrechnung vor einer Anpassung auf Fehler; dabei hilft der Nebenkostenabrechnung-Rechner. Die Heizkostenverteilung nach Verbrauch zeigt der Heizkostenverteilung-Rechner. Die Rechnung ist eine Orientierung; rechtliche Fragen klären Mieterverein oder Anwalt.

Ein Beispiel für die Gegenrichtung: Betrugen die Kosten laut Abrechnung 2.000 Euro und haben Sie bisher 200 Euro im Monat vorausgezahlt, erhalten Sie 400 Euro Guthaben. Ohne absehbare Preisänderung wären 166,67 Euro im Monat angemessen, gerundet 170 Euro. Sie können den Vermieter in Textform bitten, die Vorauszahlung entsprechend zu senken, und den Dauerauftrag anpassen, sobald er zugestimmt hat oder die Anpassung wirksam erklärt ist.

Tipps und typische Fehler

Nachzahlung vermeiden.

  • Abrechnung: Erst prüfen.
  • Textform: Anpassung erklären.
  • Preise: Nur konkrete Steigerung.
  • Dauerauftrag: Anpassen.

Weitere Rechner: Immobilien & Wohnen

Häufige Fragen

Darf der Vermieter die Nebenkostenvorauszahlung erhöhen?

Ja, nach einer Abrechnung auf eine angemessene Höhe, in Textform.

Ist ein Sicherheitszuschlag erlaubt?

In der Regel nicht, nur konkret absehbare Steigerungen dürfen eingerechnet werden.

Kann ich die Vorauszahlung senken lassen?

Ja, wenn die letzte Abrechnung ein deutliches Guthaben zeigt.

Wie schnell darf die Vorauszahlung angepasst werden?

Nach Zugang einer Abrechnung, die Anpassung gilt ab dem nächsten Fälligkeitstermin.

Was ist der Unterschied zwischen Pauschale und Vorauszahlung?

Über Vorauszahlungen wird abgerechnet, eine Pauschale ist ein fester Betrag ohne Abrechnung.

Auch gesucht als:
  • Nebenkostenvorauszahlung berechnen
  • Nebenkosten Vorauszahlung erhöhen
  • Betriebskostenvorauszahlung angemessen
  • Nebenkosten Abschlag berechnen
  • Vorauszahlung Nebenkosten anpassen
  • Nachzahlung Nebenkosten vermeiden

Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.