Was im Hausgeld steckt
Das Hausgeld ist der monatliche Beitrag, den Eigentümer einer Wohnung an die Eigentümergemeinschaft zahlen. Es deckt die laufenden Kosten des Hauses: Heizung, Wasser, Müll, Hausmeister, Versicherung, Verwaltung und die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage. Die Höhe legt die Eigentümerversammlung jährlich im Wirtschaftsplan fest.
Der Rechner verteilt die Kosten der Anlage nach Ihrem Miteigentumsanteil. Er trennt die umlagefähigen Betriebskosten von den Kosten für Verwaltung, Reparaturen und Rücklage. So sehen Sie, wie viel Sie als Vermieter auf den Mieter umlegen können und wie viel Sie selbst tragen.
Zusätzlich zeigt er das Hausgeld pro Jahr und die Summe, die nicht auf den Mieter umlegbar ist. Gerade bei der Kalkulation einer vermieteten Wohnung ist dieser Teil entscheidend, denn er schmälert die Rendite.
Hausgeld richtig einordnen
Welche Kosten Vermieter umlegen dürfen, regelt die Betriebskostenverordnung. Dazu zählen Grundsteuer, Wasser, Entwässerung, Heizung, Aufzug, Hausreinigung, Gartenpflege, Beleuchtung, Hausmeister und Versicherungen. Verwaltungskosten, Instandhaltung und Rücklage gehören nicht dazu. Nur der umlagefähige Teil taucht in der Nebenkostenabrechnung des Mieters auf.
Die Rücklage ist kein verlorenes Geld: Sie gehört der Gemeinschaft und finanziert größere Reparaturen. Ist sie zu niedrig, drohen Sonderumlagen, wenn etwa das Dach saniert werden muss. Ein Anhaltspunkt für eine angemessene Zuführung ist die Petersche Formel, die der Instandhaltungsrücklage-Rechner umsetzt.
Beim Wohnungskauf sollten Sie neben dem Hausgeld die Protokolle der letzten Versammlungen, den Wirtschaftsplan und den Rücklagenstand prüfen. Ein niedriges Hausgeld kann ein Warnsignal sein, wenn notwendige Rücklagen fehlen. Berücksichtigen Sie das in der Rendite, die der Mietrendite-Rechner berechnet.
Seit der Reform des Wohnungseigentumsgesetzes 2020 gilt: Das Hausgeld wird nach dem beschlossenen Wirtschaftsplan fällig, und die Abrechnung erfolgt jährlich. Die genaue Verteilung steht in der Gemeinschaftsordnung. Dieser Rechner ersetzt die Abrechnung nicht.
Prüfen Sie beim Wohnungskauf die letzten drei Abrechnungen. Sie zeigen, ob die Vorauszahlungen realistisch sind und ob es regelmäßig Nachzahlungen gibt. Fragen Sie auch nach geplanten Sanierungen, denn größere Maßnahmen werden entweder aus der Rücklage bezahlt oder per Sonderumlage nachgefordert.
Tipps und typische Fehler
Hausgeld im Griff.
- Wirtschaftsplan: Jährlich prüfen.
- Rücklage: Nicht zu niedrig.
- Umlage: Nur Betriebskosten.
- Protokolle: Beim Kauf lesen.
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Häufige Fragen
Was ist im Hausgeld enthalten?
Betriebskosten, Verwaltung, Instandhaltung und Rücklage.
Was kann ich auf Mieter umlegen?
Nur die umlagefähigen Betriebskosten nach der Betriebskostenverordnung.
Wer beschließt das Hausgeld?
Die Eigentümerversammlung mit dem Wirtschaftsplan.
Wie hoch ist ein übliches Hausgeld?
Das hängt von Alter, Ausstattung und Rücklage ab, oft 2 bis 4 Euro pro Quadratmeter.
Wie wirkt das Hausgeld auf die Rendite?
Der nicht umlagefähige Teil mindert den Ertrag.
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