Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Was bringt die Milch je Kilogramm?
Molkereien zahlen nicht einfach einen festen Preis je Kilogramm. Grundlage ist ein Grundpreis, der für Milch mit festgelegten Basisgehalten gilt, häufig 4,0 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß. Liegen die Inhaltsstoffe Ihrer Milch darüber, gibt es Zuschläge, liegen sie darunter, Abschläge.
Berechnet werden die Korrekturen je 0,1 Prozentpunkt Abweichung. Weil Eiweiß für die Käserei wertvoller ist, wird es meist höher vergütet als Fett. Die konkreten Werte legt jede Molkerei selbst fest und passt sie regelmäßig an. Deshalb sind alle Sätze im Rechner als Felder angelegt; übernehmen Sie die Werte aus Ihrer aktuellen Abrechnung.
Zusätzlich lassen sich weitere Zu- und Abschläge in ct/kg eintragen, etwa Qualitätszuschläge für niedrige Zellzahlen, Prämien für GVO-freie oder Weidemilch sowie Abzüge für Beiträge und Umlagen. Alle Beträge verstehen sich netto ohne Umsatzsteuer; die Abrechnung der Molkerei ist verbindlich.
Inhaltsstoffe gezielt verbessern
Fett- und Eiweißgehalt lassen sich über die Fütterung beeinflussen. Ein ausreichender Anteil strukturwirksamer Rohfaser stützt den Milchfettgehalt, eine gute Energieversorgung hebt den Eiweißgehalt. Zu viel leicht verdauliche Stärke kann dagegen zu Pansenübersäuerung und sinkenden Fettgehalten führen. Ändern Sie die Ration schrittweise und mit Beratung.
Auch Rasse, Laktationsstadium und Jahreszeit wirken. Jersey- und Braunvieh-Kühe geben Milch mit höheren Gehalten, Holstein-Kühe mehr Menge. Zu Beginn der Laktation sind die Gehalte niedriger, im Sommer auf der Weide sinkt der Fettgehalt häufig. Vergleichen Sie Monatswerte deshalb mit dem Vorjahresmonat.
Mit dem Rechner können Sie abschätzen, was eine Verbesserung wert ist. Steigt der Eiweißgehalt um 0,1 Prozentpunkte, bringt das bei 0,40 ct und 30.000 kg im Monat 120 Euro mehr. Stellen Sie das den Kosten für zusätzliches Futter gegenüber, bevor Sie die Ration umstellen.
Die Ergebnisse sind Rechenwerte und keine betriebswirtschaftliche oder steuerliche Beratung. Wie viel Milch Ihre Herde liefert, rechnet der Milchleistungs-Rechner hoch, die Futterkosten je Kilogramm Milch zeigt der Futterkosten-Milch-Rechner. Für die Herdenfruchtbarkeit hilft der Zwischenkalbezeit-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Milchgeld verstehen.
- Abrechnung: Werte übernehmen.
- Eiweiß: Lohnt sich.
- Zellzahl: Niedrig halten.
- Vergleich: Vorjahresmonat.
Weitere Rechner: Landwirtschaft
Häufige Fragen
Wie wird der Milchpreis berechnet?
Grundpreis bei Basisgehalten plus Zu- oder Abschläge je 0,1 Prozentpunkt Fett und Eiweiß sowie weitere Zuschläge.
Warum zählt Eiweiß mehr als Fett?
Eiweiß bestimmt die Käseausbeute und wird von vielen Molkereien deshalb höher vergütet.
Ist der Milchpreis brutto oder netto?
Der Rechner rechnet netto; die Umsatzsteuer kommt je nach Besteuerung des Betriebs hinzu.
Wie oft wird Milchgeld abgerechnet?
In der Regel monatlich durch die Molkerei.
Was beeinflusst den Grundpreis?
Vor allem die Marktpreise für Butter, Käse und Milchpulver sowie die Verwertung der Molkerei.
- Milchpreis berechnen
- Milchauszahlungspreis
- Milchgeld berechnen
- Milchpreis Fett Eiweiß
- Milchgeldabrechnung
- Zuschlag Fett Eiweiß Milch
Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Düngeverordnung, Förder- und Tierhaltungsrecht, Wasserrecht und regionale Vorgaben haben Vorrang; verbindliche Berechnungen und Anträge erstellen Sie mit den amtlichen Verfahren und Ihrer Beratung.
Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.