Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Was bleibt von der Milch nach dem Futter?
Das Futter ist in der Milchviehhaltung der größte einzelne Kostenblock. Wie wirtschaftlich eine Ration ist, zeigen zwei Kennzahlen: die Futterkosten je Kilogramm Milch und die Milch über Futterkosten, international Income over Feed Cost oder kurz IOFC genannt. Beide Werte lassen sich aus wenigen Angaben täglich berechnen und eignen sich gut, um Rationen, Monate oder Betriebe zu vergleichen.
Die Futterkosten je Kilogramm Milch ergeben sich, wenn Sie die Futterkosten je Kuh und Tag durch die Milchmenge je Kuh und Tag teilen. Die IOFC ist der Milcherlös je Kuh und Tag abzüglich der Futterkosten. Sie zeigt, wie viel Geld nach dem Futter für alle übrigen Kosten wie Arbeit, Gebäude, Tierarzt, Bestandsergänzung und den Gewinn übrig bleibt.
Der Rechner bezieht sich auf laktierende Kühe. Die Kosten für Trockensteher und Jungvieh fallen zusätzlich an; wenn Sie sie einbeziehen möchten, verteilen Sie sie anteilig auf die Futterkosten je Kuh. Der Milchpreis ist als Eingabefeld hinterlegt, weil er sich monatlich ändert. Bitte tragen Sie den aktuellen Preis Ihrer Molkerei ein.
Kennzahlen richtig einordnen
Eine hohe Milchleistung senkt die Futterkosten je Kilogramm, weil der Erhaltungsbedarf der Kuh auf mehr Milch verteilt wird. Gleichzeitig steigen meist die Kosten der Ration, weil mehr Kraftfutter nötig ist. Entscheidend ist deshalb nicht die niedrigste Zahl je Kilogramm, sondern die höchste IOFC je Kuh und Tag. Eine teurere Ration kann sich lohnen, wenn sie ausreichend mehr Milch bringt.
Für einen fairen Vergleich sollten die Futtermittel einheitlich bewertet werden. Zukaufsfutter wird mit dem Rechnungspreis angesetzt, selbst erzeugtes Grundfutter mit den Erzeugungskosten frei Futtertisch oder mit einem Marktwert. Wer Grassilage zu niedrig bewertet, rechnet die Ration schöner, als sie ist. Ebenso wichtig sind Futterverluste: Was im Silo verdirbt oder vom Futtertisch geschoben wird, kostet Geld, ohne Milch zu bringen.
Der Futterkostenanteil am Milcherlös zeigt, wie viel Prozent des Milchgelds für das Futter ausgegeben werden. Schwankt der Milchpreis, verändert sich dieser Anteil stark, auch wenn die Ration gleich bleibt. Rechnen Sie die Kennzahlen deshalb regelmäßig neu, etwa bei jeder Rationsänderung und bei jeder neuen Milchgeldabrechnung, und beobachten Sie den Verlauf über mehrere Monate.
Die Ergebnisse sind Orientierungswerte für die Betriebsführung und ersetzen keine Vollkostenrechnung oder Betriebszweigauswertung. Für die Rationsplanung nutzen Sie den Futterration-Rechner, für die Leistung je Kuh den Milchleistung-Rechner. Bei der Bewertung von Rationen und Futtermitteln hilft auch die Beratung durch Landwirtschaftskammer, Erzeugerring oder Fütterungsberater.
Tipps und typische Fehler
Futterkosten im Blick.
- IOFC: Wichtiger als ct/kg.
- Grundfutter: Ehrlich bewerten.
- Verluste: Mitrechnen.
- Milchpreis: Monatlich anpassen.
Weitere Rechner: Landwirtschaft
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Futterkosten je kg Milch?
Teilen Sie die Futterkosten je Kuh und Tag durch die Milchleistung je Kuh und Tag.
Was bedeutet IOFC?
Income over Feed Cost: Milcherlös minus Futterkosten, meist je Kuh und Tag.
Welche Kühe werden eingerechnet?
Der Rechner bezieht sich auf laktierende Kühe; Trockensteher und Jungvieh kommen zusätzlich hinzu.
Welche Futterkosten je kg Milch sind gut?
Das hängt von Leistung und Futterpreisen ab; vergleichen Sie vor allem die IOFC im Zeitverlauf.
Wie bewerte ich eigenes Grundfutter?
Mit den Erzeugungskosten frei Futtertisch oder einem Marktpreis.
- Futterkosten je kg Milch
- IOFC berechnen
- Milch über Futterkosten
- Income over Feed Cost
- Futterkosten Milchkuh pro Tag
- Futterkostenanteil Milch
Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Düngeverordnung, Förder- und Tierhaltungsrecht, Wasserrecht und regionale Vorgaben haben Vorrang; verbindliche Berechnungen und Anträge erstellen Sie mit den amtlichen Verfahren und Ihrer Beratung.
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