Landwirtschaft

Stickstoffbilanz je Hektar berechnen

Tragen Sie die Stickstoffzufuhr je Hektar, Ertrag und N-Gehalt des Ernteguts sowie die Fläche ein. Der Rechner zeigt den N-Saldo und bewertet ihn gegen eine frei wählbare Grenze.

Zufuhr und Abfuhr je Hektar
Gesamt-N aus Gülle, Mist oder Gärrest.
Beispiel Winterweizen mit 12 % Rohprotein: etwa 1,81 kg N je dt.
Frei wählbar; maßgebliche Werte nach geltendem Düngerecht (Stand prüfen).
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.

Wie viel Stickstoff bleibt auf dem Feld?

Die Stickstoffbilanz vergleicht, wie viel Stickstoff auf eine Fläche gebracht wird und wie viel mit der Ernte wieder abgefahren wird. Die Differenz ist der N-Saldo. Ein hoher positiver Saldo bedeutet, dass Stickstoff im Boden bleibt und ein Teil davon ausgewaschen werden oder gasförmig entweichen kann. Ein negativer Saldo zeigt, dass der Bestand mehr entzogen hat, als zugeführt wurde.

Zur Zufuhr zählen Mineraldünger, der Stickstoff aus Gülle, Mist und Gärresten, die Bindung durch Leguminosen wie Klee, Erbsen oder Ackerbohnen sowie kleinere Posten wie Saatgut. Die Abfuhr ergibt sich aus dem Ertrag des Hauptprodukts und seinem Stickstoffgehalt. Wird auch Stroh abgefahren, rechnen Sie dessen N-Menge in den Ertrag oder den Gehalt mit ein.

Die Bewertungsgrenze ist im Rechner bewusst frei einstellbar. Welche Bilanzwerte rechtlich gelten, welche Anrechnungsfaktoren für organische Dünger anzusetzen sind und ob eine Bilanz verpflichtend ist, ergibt sich aus der jeweils geltenden Düngeverordnung, möglichen Landesregelungen und den Vorgaben in nitratbelasteten Gebieten. Diese Regeln wurden mehrfach geändert; bitte den aktuellen Stand prüfen.

N-Saldo=(Mineral-N+organischer N+Leguminosen-N+sonstige Zufuhr)−Ertrag×N-Gehalt\text{N-Saldo} = \left(\text{Mineral-N} + \text{organischer N} + \text{Leguminosen-N} + \text{sonstige Zufuhr}\right) - \text{Ertrag} \times \text{N-Gehalt}

Beispiel: 140 kg N mineralisch und 60 kg N organisch je Hektar, 80 dt/ha Weizen mit 1,81 kg N je dt: Zufuhr 200 kg N, Abfuhr 144,8 kg N, N-Saldo 55,2 kg N je Hektar, N-Effizienz 72,4 Prozent. Auf 50 Hektar sind das 2.760 kg N Überschuss, über der gewählten Grenze von 50 kg.

Saldo verstehen und verbessern

Der N-Saldo ist eine Kennzahl für die Effizienz der Düngung. Je näher die Abfuhr an der Zufuhr liegt, desto besser wird der eingesetzte Stickstoff genutzt. Die N-Effizienz im Rechner gibt das Verhältnis von Abfuhr zu Zufuhr in Prozent an. Werte deutlich unter 70 Prozent deuten darauf hin, dass Düngermenge, Zeitpunkt oder Form verbessert werden können.

Bei organischen Düngern wird im Rechner der Gesamtstickstoff angesetzt, weil dieser tatsächlich auf die Fläche gelangt. Für die Düngebedarfsermittlung wird dagegen oft nur der anrechenbare oder pflanzenverfügbare Anteil berücksichtigt. Beide Sichtweisen sind wichtig: Die Bilanz zeigt die Umweltwirkung, die Bedarfsermittlung die Versorgung der Pflanzen. Den Nährstoffgehalt Ihrer Gülle ermitteln Sie mit dem Gülle-Nährstoff-Rechner.

Ein einzelnes Jahr ist wenig aussagekräftig, weil Erträge witterungsbedingt schwanken. Ein trockenes Jahr mit niedrigem Ertrag führt schnell zu einem hohen Saldo, obwohl die Düngung angemessen geplant war. Betrachten Sie die Werte deshalb im Mittel über mehrere Jahre und für die gesamte Fruchtfolge. Zwischenfrüchte, die Stickstoff aufnehmen, und eine an den Bestand angepasste Teilung der Gaben senken den Saldo.

Der Rechner ersetzt keine Düngebedarfsermittlung und keine rechtlich vorgeschriebene Aufzeichnung. Er eignet sich für eine schnelle Einschätzung einzelner Schläge oder Kulturen. Für die Planung der Düngermenge nutzen Sie den Düngerbedarf-Rechner, für die Wirtschaftlichkeit den Deckungsbeitrag-Rechner für den Ackerbau. Bei Fragen zum Düngerecht hilft die zuständige Landwirtschaftskammer oder das Landesamt.

Tipps und typische Fehler

Stickstoff effizient nutzen.

  • Mehrjährig: Mittel betrachten.
  • Gülle: Analysieren lassen.
  • Stroh: Abfuhr mitzählen.
  • Recht: Stand prüfen.

Weitere Rechner: Landwirtschaft

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Stickstoffbilanz?

Alle N-Zufuhren addieren und die N-Abfuhr mit dem Erntegut abziehen.

Welcher N-Saldo ist zulässig?

Das regelt das jeweils geltende Düngerecht; der Rechner nutzt eine frei wählbare Grenze.

Zählt der Stickstoff aus Gülle voll?

In der Bilanz wird der Gesamt-N angesetzt, in der Bedarfsermittlung oft nur der anrechenbare Anteil.

Wie senke ich den N-Saldo?

Mit angepasster Düngermenge, geteilten Gaben, Zwischenfrüchten und genauer Gülleanalyse.

Wie hoch ist der N-Gehalt von Weizen?

Bei 12 Prozent Rohprotein etwa 1,8 kg N je Dezitonne Korn.

Auch gesucht als:
  • Stickstoffbilanz berechnen
  • N-Saldo je Hektar
  • Nährstoffbilanz Stickstoff
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