Wie viel Stroh braucht der Stall?
Stroh ist in vielen Ställen das wichtigste Einstreumaterial. Es bindet Feuchtigkeit und Kot, isoliert gegen Kälte und bietet Beschäftigung. Wie viel Stroh benötigt wird, hängt vor allem vom Haltungssystem ab: Liegeboxen mit wenig Einstreu brauchen nur einen Bruchteil dessen, was ein Tiefstreu- oder Tretmiststall verbraucht. Für die Planung von Ernte, Lager und Zukauf lohnt es sich, den Jahresbedarf vorab zu berechnen.
Der Rechner multipliziert Tierzahl, Strohmenge je Tier und Tag und die Zahl der Einstreutage. Eine Reserve deckt Verluste beim Lagern und Verteilen sowie nasse Witterung ab. Aus dem Gesamtbedarf und dem Ballengewicht ergibt sich die Zahl der Ballen, aus dem Strohertrag je Hektar die Getreidefläche, deren Stroh Sie dafür bergen müssten.
Bei 50 Tieren mit drei Kilogramm Stroh je Tag über das ganze Jahr werden knapp 55 Tonnen Stroh gebraucht, mit zehn Prozent Reserve gut 60 Tonnen. Das sind 241 Rundballen zu 250 Kilogramm.
Richtwerte und Planung
Grobe Richtwerte für die Strohmenge je Tier und Tag: Milchkühe in Liegeboxen mit Stroh-Mist-Matratze etwa 1 bis 3 Kilogramm, Rinder im Tiefstreustall 6 bis 10 Kilogramm, im Tretmiststall 3 bis 5 Kilogramm. Mastschweine auf Stroh brauchen je nach System 0,3 bis 1 Kilogramm, Sauen in Abferkelbuchten mit Stroh etwa 0,5 bis 1,5 Kilogramm. Pferde in Boxen werden häufig mit 5 bis 10 Kilogramm eingestreut. Ihre eigenen Erfahrungswerte sind genauer als diese Spannen.
Das Ballengewicht unterscheidet sich stark nach Presse und Feuchte. Rundballen mit 1,2 bis 1,5 Metern Durchmesser wiegen meist 150 bis 300 Kilogramm, Quaderballen 300 bis 500 Kilogramm, Kleinballen 10 bis 15 Kilogramm. Wiegen Sie einige Ballen, wenn Sie Zukauf oder Lager genau planen wollen. Für das Lager zählt neben dem Gewicht vor allem das Volumen.
Wenn Sie Stroh vom eigenen Feld bergen, fehlt es dem Boden als Humus- und Nährstofflieferant. Ein Teil der Nährstoffe kommt über den Mist zurück. Bei Strohzukauf entstehen neben dem Preis je Tonne oft Kosten für Pressen, Transport und Einlagerung. Der Strohpreis schwankt je nach Region und Erntejahr deutlich; tragen Sie deshalb einen aktuellen Wert ein.
Planen Sie das Lager so, dass das Stroh trocken bleibt, denn feuchtes Stroh schimmelt und verliert an Saugfähigkeit. Für die Planung des Tierbestands hilft der Großvieheinheiten-Rechner, für die Ausbringung des Mistes und dessen Nährstoffe der Gülle-Nährstoff-Rechner, für den Wasserbedarf der Tiere der Tränkwasser-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Stroh planen.
- Ballen: Nachwiegen.
- Reserve: Einplanen.
- Lager: Trocken halten.
- Preis: Aktuell eintragen.
Weitere Rechner: Landwirtschaft
Häufige Fragen
Wie viel Stroh braucht eine Kuh pro Jahr?
Je nach Haltung zwischen wenigen Hundert Kilogramm in Liegeboxen und über zwei Tonnen im Tiefstreustall.
Wie viel wiegt ein Strohballen?
Rundballen meist 150 bis 300 kg, Quaderballen 300 bis 500 kg, Kleinballen 10 bis 15 kg.
Wie viel Stroh bringt ein Hektar Getreide?
Häufig 40 bis 80 Dezitonnen, abhängig von Kultur, Sorte und Schnitthöhe.
Wie lagere ich Stroh richtig?
Trocken, belüftet und vor Regen geschützt, damit es nicht schimmelt.
Wie viel Stroh braucht ein Pferd?
Je nach Box und Einstreuweise häufig 5 bis 10 kg am Tag.
- Strohbedarf berechnen
- Einstreu Stroh pro Tier
- Stroh pro Kuh und Jahr
- Strohballen berechnen
- Einstreumenge Tiefstreu
- Strohbedarf Pferd
Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Düngeverordnung, Förder- und Tierhaltungsrecht, Wasserrecht und regionale Vorgaben haben Vorrang; verbindliche Berechnungen und Anträge erstellen Sie mit den amtlichen Verfahren und Ihrer Beratung.
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