Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Wie viel vom Tier wird zu Schlachtgewicht?
Die Schlachtausbeute gibt an, welcher Anteil des Lebendgewichts nach dem Schlachten als Schlachtkörper übrig bleibt. Kopf, Blut, Haut oder Borsten, Innereien und Verdauungstrakt zählen je nach Tierart und Schnittführung nicht zum Schlachtgewicht. Die Ausbeute ist wichtig, weil Schlachttiere in Deutschland überwiegend nach Schlachtgewicht abgerechnet werden, während der Landwirt im Stall das Lebendgewicht wiegt.
Der Rechner teilt das Schlachtgewicht durch das Lebendgewicht und zeigt das Ergebnis in Prozent. Ein Mastschwein mit 120 Kilogramm Lebendgewicht und 96 Kilogramm Schlachtgewicht hat eine Ausbeute von 80 Prozent. Mit dem Preis je Kilogramm Schlachtgewicht ergibt sich der Erlös je Tier und daraus der Erlös je Kilogramm Lebendgewicht, der sich gut mit Lebendvermarktung vergleichen lässt.
Zur Einordnung zeigt der Rechner einen typischen Bereich je Tierart. Diese Spannen sind grobe Richtwerte. Die tatsächliche Ausbeute hängt von Rasse, Geschlecht, Mastendgewicht, Fettansatz, Nüchterung vor dem Transport und davon ab, ob warm oder kalt gewogen wird.
Was die Ausbeute beeinflusst
Die Nüchterung vor dem Transport verringert den Inhalt von Magen und Darm. Das senkt das Lebendgewicht beim Wiegen und erhöht damit die rechnerische Ausbeute, ohne dass sich der Schlachtkörper ändert. Wer Ausbeuten vergleicht, sollte deshalb gleiche Bedingungen beim Wiegen beachten: nüchtern oder gefüttert, im Stall oder am Schlachthof, und den gleichen zeitlichen Abstand zur Schlachtung.
Bei Schweinen ist die Ausbeute meist hoch, weil Haut und Speck am Schlachtkörper bleiben. Rinder haben durch den großen Pansen und die Haut deutlich niedrigere Werte; Jungbullen mit guter Bemuskelung liegen höher als Altkühe. Bei Lämmern sind Fell und Verdauungstrakt anteilig schwer. Bei Geflügel bezieht sich die Ausbeute meist auf das bratfertige Tier ohne Innereien.
Der Rechner rechnet mit einem einheitlichen Preis je Kilogramm. In der Praxis gibt es Zu- und Abschläge nach Handelsklasse, Muskelfleischanteil oder Gewichtsbereich, außerdem Vorkosten wie Transport, Klassifizierung und Abgaben. Tragen Sie deshalb möglichst den Auszahlungspreis nach Abzügen ein, wenn Sie den tatsächlichen Erlös betrachten wollen. Die Preise ändern sich wöchentlich; bitte den aktuellen Stand prüfen.
Ein Vergleich über mehrere Partien zeigt, ob Fütterung, Genetik oder Vermarktungsgewicht verbessert werden können. Liegt die Ausbeute dauerhaft unter dem üblichen Bereich, lohnt es sich, Abrechnungen und Wiegebedingungen zu prüfen. Für die Futterseite hilft der Futterration-Rechner, für die Einordnung des Tierbestands der Großvieheinheiten-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Schlachtpartien auswerten.
- Nüchterung: Gleich halten.
- Wiegen: Gleiche Bedingungen.
- Abzüge: Im Preis berücksichtigen.
- Vergleich: Über mehrere Partien.
Weitere Rechner: Landwirtschaft
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Schlachtausbeute?
Schlachtgewicht durch Lebendgewicht teilen und mit 100 multiplizieren.
Welche Ausbeute hat ein Schwein?
Meist rund 76 bis 82 Prozent, abhängig von Gewicht, Genetik und Nüchterung.
Warum hat ein Rind weniger Ausbeute?
Pansen, Verdauungstrakt und Haut machen beim Rind einen großen Gewichtsanteil aus.
Was zählt zum Schlachtgewicht?
Der Schlachtkörper ohne Blut, Innereien und je nach Tierart ohne Kopf, Haut oder Füße.
Wie rechne ich Lebendgewicht in Schlachtgewicht um?
Lebendgewicht mal Ausbeute in Prozent geteilt durch 100.
- Schlachtausbeute berechnen
- Schlachtgewicht Lebendgewicht
- Ausbeute Schwein
- Ausbeute Rind Prozent
- Schlachtgewicht berechnen
- Erlös je kg Lebendgewicht
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