Der Sauerstoffanteil bleibt gleich, der Druck sinkt
Die Luft enthält auf dem Gipfel ebenso wie am Meer rund 20,95 Prozent Sauerstoff. Was sich mit der Höhe ändert, ist der Luftdruck und damit der Partialdruck des Sauerstoffs. Er bestimmt, wie viel Sauerstoff in der Lunge ins Blut übergeht. Auf 3.000 Metern ist der Druck auf etwa 69 Prozent des Wertes auf Meereshöhe gefallen.
Der Rechner bestimmt den Luftdruck nach der internationalen Standardatmosphäre. Daraus berechnet er den Sauerstoffpartialdruck der Umgebungsluft und den eingeatmeten Partialdruck, bei dem der Wasserdampf in den Atemwegen abgezogen wird. Dieser Wert ist physiologisch entscheidend und wird in der Höhenmedizin verwendet.
Anschaulich ist der gleichwertige Sauerstoffanteil: Er gibt an, wie viel Prozent Sauerstoff die Luft auf Meereshöhe enthalten müsste, um denselben eingeatmeten Partialdruck zu erzeugen. Auf 3.000 Metern sind das etwa 14,1 Prozent. Diese Angabe nutzen auch Höhenzelte und Hypoxieräume, die den Sauerstoffanteil absenken, statt den Druck zu verringern.
Höhenstufen und Akklimatisation
In der Höhenmedizin unterscheidet man grob die mittlere Höhe von 1.500 bis 2.500 Metern, die große Höhe von 2.500 bis 5.300 Metern und die extreme Höhe darüber. Ab etwa 2.500 Metern treten Symptome der akuten Bergkrankheit wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Schlafstörungen häufiger auf, abhängig von Aufstiegsgeschwindigkeit und persönlicher Veranlagung.
Die Wilderness Medical Society empfiehlt, oberhalb von 3.000 Metern die Schlafhöhe um nicht mehr als 500 Meter pro Tag zu steigern und alle drei bis vier Tage einen Ruhetag ohne weiteren Aufstieg einzulegen. Der Rechner leitet daraus eine Mindestzahl von Tagen ab. Tagsüber höher zu steigen und zum Schlafen abzusteigen ist dabei erlaubt.
Die Standardatmosphäre ist ein Mittelwert. Bei Hochdruckwetter ist der Druck höher, bei Tiefdruck niedriger, und in Äquatornähe liegt er in großer Höhe merklich über dem Rechenwert. Am Mount Everest wurden deshalb höhere Drücke gemessen, als die Formel ergibt. Für die Tourenplanung sind die Abweichungen meist unbedeutend.
Bei Herz- oder Lungenerkrankungen, Blutarmut, in der Schwangerschaft oder mit kleinen Kindern sollten Sie einen Aufenthalt in großer Höhe vorher ärztlich besprechen. Verschlechtern sich Symptome in der Höhe, gilt die wichtigste Regel: nicht weiter aufsteigen, bei schweren Zeichen sofort absteigen.
Tipps und typische Fehler
Sicher in die Höhe.
- Langsam: 500 m pro Tag.
- Ruhetage: Einplanen.
- Symptome: Ernst nehmen.
- Abstieg: Hilft am besten.
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Häufige Fragen
Wie viel Sauerstoff gibt es auf 3.000 Metern?
Der Anteil bleibt 20,95 Prozent, der Partialdruck entspricht aber nur etwa 14,1 Prozent Sauerstoff auf Meereshöhe.
Ab welcher Höhe droht die Höhenkrankheit?
Symptome treten vor allem ab etwa 2.500 Metern auf, bei schnellem Aufstieg auch darunter.
Wie schnell darf man in der Höhe aufsteigen?
Über 3.000 Meter die Schlafhöhe um höchstens 500 Meter pro Tag steigern und regelmäßig Ruhetage einlegen.
Wie funktioniert ein Höhenzelt?
Es senkt den Sauerstoffanteil der Luft bei normalem Druck und ahmt so den niedrigeren Partialdruck nach.
Ist die Luft in der Höhe dünner?
Ja, Druck und Dichte sinken, der prozentuale Sauerstoffanteil bleibt gleich.
- Sauerstoff Höhe berechnen
- Sauerstoffpartialdruck Höhe
- Sauerstoffgehalt Höhe Prozent
- Höhenluft Sauerstoff
- Höhentraining Sauerstoffanteil
- Sauerstoff 3000 m
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