Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Was kostet ein Gerüst?
Für Arbeiten an Fassade, Dach oder Fenstern ist ein Gerüst oft der größte Nebenposten. Gerüstbauer rechnen in der Regel nach Quadratmetern Gerüstfläche ab. Der Preis setzt sich aus einem Grundpreis für Anlieferung, Auf- und Abbau mit einer Grundstandzeit und einer Standmiete für jede weitere Woche zusammen.
Die Gerüstfläche ergibt sich aus der Länge des Gerüsts mal seiner Höhe. Weil das Gerüst außen um die Hausecken herumläuft, ist es etwas länger als die Fassade. Diesen Effekt bildet der Zuschlag je Außenecke ab. Die Gerüsthöhe liegt meist rund einen Meter über der höchsten Arbeitsstelle, damit sicher gearbeitet werden kann.
Bei 40 Metern Fassade, vier Ecken und sieben Metern Höhe ergeben sich 308 Quadratmeter. Mit 9 Euro Grundpreis und vier Wochen Grundstandzeit kostet das Gerüst 2.772 Euro. Bleibt es acht Wochen stehen, kommen vier Wochen Standmiete hinzu. Die Standardpreise sind nur Annahmen; prüfen Sie den aktuellen Stand im Angebot.
Gerüstkosten senken
Die Standzeit ist der wichtigste Hebel. Stimmen Sie die Gewerke so ab, dass Dachdecker, Maler und Fensterbauer das Gerüst nacheinander ohne Pausen nutzen. Jede Woche Leerstand kostet Standmiete. Klären Sie vorab, ob das Gerüst für alle Arbeiten geeignet ist, etwa mit ausreichender Breite für Dämmarbeiten.
Vergleichen Sie Angebote genau. Manche Gerüstbauer rechnen Konsolen, Schutznetze, Dachfanggerüste oder Treppentürme gesondert ab. Auch die An- und Abfahrt und die Genehmigung für den öffentlichen Raum können extra kosten. Fragen Sie nach einem Festpreis für Auf- und Abbau mit klar benannter Grundstandzeit.
Steht das Gerüst auf Gehweg oder Straße, ist meist eine Sondernutzungserlaubnis der Gemeinde nötig, für die eine Gebühr anfällt. Das Gerüst muss außerdem standsicher verankert und regelmäßig geprüft werden. Selbst aufgebaute Leihgerüste sind nur für einfache Fälle geeignet; bei größeren Höhen gehört der Aufbau in die Hand eines Fachbetriebs.
Die Fassadenfläche für Farbe oder Putz berechnen Sie mit dem Putz-Rechner, die Dachfläche mit dem Dachflächen-Rechner. Einen Überblick über die gesamten Kosten eines Vorhabens gibt der Baukosten-Rechner. Gerüstpreise schwanken regional stark; die Ergebnisse ersetzen kein Angebot.
Tipps und typische Fehler
Gerüst planen.
- Standzeit: Gewerke abstimmen.
- Angebot: Zusatzteile prüfen.
- Genehmigung: Gehweg.
- Höhe: 1 m Reserve.
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Häufige Fragen
Wie wird ein Gerüst abgerechnet?
Meist nach Quadratmeter Gerüstfläche mit Grundpreis und Standmiete je weitere Woche.
Wie hoch muss das Gerüst sein?
In der Regel etwa einen Meter über der höchsten Arbeitsstelle.
Was ist die Grundstandzeit?
Die Zahl der Wochen, die im Grundpreis enthalten ist, häufig vier Wochen.
Wer haftet für die Sicherheit des Gerüsts?
Der Gerüstbauer für den Aufbau, die Nutzer für die bestimmungsgemäße Verwendung.
Kann ich ein Gerüst selbst aufbauen?
Bei geringen Höhen mit Leihgerüst möglich, bei größeren Höhen besser vom Fachbetrieb.
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Rechtlicher Hinweis: Die Mengen und Werte sind Richtwerte für die Planung und keine Statik-, Brandschutz-, Elektro- oder Energieberatung. Tragende Bauteile sowie Elektro-, Gas- und Heizungsarbeiten gehören in die Hand von Fachplanern und zugelassenen Fachbetrieben. Herstellerangaben und geltende Vorschriften gehen vor.
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